vita34-stammzellen einfrieren?

Von: , Frage gestellt am Do, 24. Mai 2001

liebe experten
als medizinstudent obliegt mir zur zeit die beratung einer schwangeren freundin(natuerlich nur ergaenzend zum gynaekologen).
gestern habe ich einen bericht ueber vita34 (angelehnt an das cd34 der stammzellen) einem privaten betrieb, der aus dem nabelschnurblut die stammzellen heraussiebt und sie dann langfristig einfriert, bis man in zukunft was richtig tolles fuer das kind(oder vielleicht auch die eltern) damit tun kann(ne neue niere zuechten oder so). da das im vergleich zu den embryonen-farmen ja nicht so moralisch bedenklich ist habe ich ihr erstmal nicht davon abgeraten´, weiss aber auch nicht wie weit die forschung ist um aus erwachsenen die paar stammzellen noch herauszusieben. ist es wahrscheinlich, dass wir diese technologie entwickeln, bevor wir so richtig tolle sachen mit den zellen machen koennen und waere es schon besser sich jetzt welche einzufrieren. kostet aber 3000 nmark...was fuer ne niere aus koerpereigenem gewebe im prinzip nicht teuer waere, doch irgendwie habe ich so ein unserioeses gefuehl, weil die auf einmal alles geld haben wollen.
kann mir jemand mit fundierter meinung weiterhelfen?
danke
micha
p.s.: wer sich die seite mal anschauen will www.vita34.de

1 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
    Re: vita34-stammzellen einfrieren?

    Hallo Michael, als medizinstudent obliegt mir zur zeit die beratung einer
    schwangeren freundin(natuerlich nur ergaenzend zum
    gynaekologen).
    Sowas kenn ich. Hoffentlich bist Du fit in Gyn ;-) doch irgendwie habe ich so ein unserioeses gefuehl,
    weil die auf einmal alles geld haben wollen.
    kann mir jemand mit fundierter meinung weiterhelfen?
    Klingt für mich nach unseriöser Geldmacherei. So, als ob einer heute schon Flugtickets zum Mars verscherbeln würde. Warum eigentlich gerade CD34-positive Zellen? Damit es besser klingt und sich besser verkaufen läßt? Das einzige, was derzeit Sinn machen würde, wäre, einfach alle Zellen des Nabelschnurblutes einzufrieren. Damit wäre man für künftige Entwicklungen am offensten. Bis da mal was mit anzufangen ist, das dauert ja noch 10 bis 20 Jahre!
    Die Präparation und Lagerung ist übrigens theoretisch sehr einfach. 3000 Mark halte ich für Wucher.
    Sehr suspekt!

    Oliver

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