Hallo,
AIDS ging mich bislang kaum etwas an, weder in der DDR, weil AIDS dort keine Rolle spielte, noch danach. Ich hab also immer nur mit halbem Ohr hingehört und kann manche der Aussagen nicht aus eigener Erfahrung bestätigen (z.B. ob Statistik unseriös aufbereitet wurde).
Der Artikel war sehr frappierend für mich. Äußerst bestürzend, von wie vielen verschiedenen Seiten man das Konstrukt AIDS infragestellen kann.
Die Argumentation war für mich nachvollziehbar und auch leicht kontrollierbar auf vielen Gebieten. Deshalb hätte ich hier weit mehr Sachargumente erwartet. Tom und Tiger waren die einzigen.
Bemerkungen wie „und die Erde ist und bleibt eine Scheibe“ von Anonym gehören zu unsachlichen Umgangsformen, die der Auseinandersetzung abträglich sind.
Leitner zweifelt ja nicht an, daß Leute sterben oder daß es Leute mit Immunschwäche gibt, sondern vertritt die These, daß die Ursache dafür kein bestimmter Virus ist, sondern längst bekannte, unterschiedliche Krankheiten, oder auch Randbedingungen (wie Unterernährung und mangelnde Hygiene in Afrika) oder sogar Nebenwirkungen von Medikamenten sowie Todesangst.
Tiger schreibt:
Der Patient stirbt an irgendeiner beliebigen Erkrankung, die aufgrund der Immunschwäche außer Kontrolle gerät, z.B. an einem - an sich harmlosen - Schnupfen oder an einer anderen kleinen Infektion.
Leitner meint, daß wir „im Falle der medikamentösen Bekämpfung von „AIDS“ sogar regelrecht den Tisch decken für an sich harmlose Pilze, die für ca. 90% der „AIDS“- Todesfälle verantwortlich sind.“
Ich lese hier heraus, daß man bei Immunschwäche normalerweise mit bakteriellen oder viralen Übergriffen rechnen muß, nicht jedoch mit Pilzinfektionen. Wenn diese aber oft Todesursache sind, könnte das der Immunschwäche-Theorie widersprechen.
Tom schreibt, er habe AIDS-Kranke sterben sehen und widerspricht damit leider nur indirekt Leitner, der behauptet, daß in Afrika kaum HIV-Tests gemacht werden. Waren denn in den konkret erlebten Fällen solche Tests gemacht worden? Woher stammt der Schluß, daß Durchfall und Lungenentzündung vom AIDS-Virus möglich gemacht worden waren? Ich weiß, daß bereits Übermüdung mein Immunsystem schwächt, ich erhöhter Erkältungsgefahr ausgesetzt bin; da erscheint mir plausibel, daß es hungernden Afrikanern viel schlimmer ergeht, und AIDS zur Erklärung nicht notwendig ist.
Tom weiter: „Dieser gesamte Artikel ist so absurd…“
Hm. Ich finde ihn schlüssig. Aber das kann eben daran liegen, daß ich die zitierten Quellen veröffentlichter Statistiken, Forschungsberichte und Definitionen nicht kenne. Woran ich mich halte sind Widersprüche in sich, die in gegenübergestellten Zitaten des Ärzteblattes oder der WHO-Definitinoen zum Ausdruck kommen. Im Gegensatz zu Bioresonanz-Theoretikern oder Bachblüten-Spezialisten, die sehr nebulös von „Energien“ sprechen, definiert Leitner sehr genau, was er meint und macht sich dadurch angreifbar.
Ich hab erst ein Drittel gelesen und würd mich freuen, wenn vielleicht ein paar der gröbsten Schnitzer (vielleicht falsche Ziatate oder falsch gedeutete Zusammenhänge (Kondomverkauf und AIDS?)) genannt werden, damit ich beim Lesen schon wachsam drauf achten kann.
Tschuess, Sven.