...und plötzlich kommt der Schulterschmerz?

Vor genau vier Wochen ließ ich im Krankenhaus einen laparoskopischen Eingriff vornehmen (gynäkologisch). Im Informationsblatt des Krankenhauses standen viele nette Dinge, die einem dabei oder danach widerfahren können. U.a. auch anschließende Schmerzen in der Schulter. Eine Bekannte von mir hatte diese Art Schmerzen nach einem solchen Eingriff, und zwar sehr stark und lange. Ich fragte also vorher wie ein Eingriff im Bauch und Schmerzen in der Schulter zusammenhängen und war auf das Schlimmste gefaßt. Aber, oh Wunder, ich hatte keinerlei Schulterschmerzen!! Bis heute. Seit heute morgen „merke“ ich meine rechte Schulter ständig und bei bestimmten Bewegungen schmerzt eine Stelle links neben dem Schulterblatt nicht unerheblich. Der Schmerz strahlt auch bis zu dem oberen Muskelstrang hin aus. Ich kann mich nicht erinnern, mich falsch bewegt oder verlegen zu haben. Es ist auch nicht so ein Gefühl von Verspannung. Und nun frage ich Euch: kann das tatsächlich noch mit der OP zu tun haben?? Nach vier Wochen? Alles andere ist nämlich prima verheilt und sonst tut nix mehr weh.

Grüße

Angelika

Hallo Angelika,

dein Schulterschmerz, der jetzt, nach vier Wochen, auftritt, steht in keinem ursächlichen Zusammenhang mit der Untersuchung.

Bei einer Laparaskopie wird Gas in den Bauchraum gepumpt, um die Organe besser sehen zu können. Dieses Gas entweicht nach dem Eingriff nicht vollständig und reizt die Nerven, die u.a. in die Schulter hochziehen und so enstehen eventuelle Schulterschmerzen unmittelbar nach dem Eingriff. Dieses Gasreste werden aber in den nächsten Stunden und Tagen vom Körper resorbiert (aufgenommen) und abtransportiert, also kommen deine Schmerzen nicht daher.

Vielleicht hast du ganz unbewusst eine angespannte Körperhaltung eingenommen, weil du die ganze Zeit auf den Schmerz gewartet hast und hast so indirekt selbst zur Entwicklung einer Verspannung beigetragen.

Gute Besserung wünscht Salbader