Hallo @,
der Arzt rät, zum Ausschluß entzündlicher Veränderungen ein Szintigram durchzuführen.
Auf was läßt man sich bei einer solchen Untersuchung ein? Wie läuft die Untersuchung ab? Hat das Szintigram Neben-/Folge-wirkungen wie Kopfschmerzenn pp? Ich würde gern näheres darüber hören und bin für Ratschläge jeder Art dankbar.
Gruß
Wilhelm
Hallo Wilhelm,
die Szintigrafie gibt Aufschluss über Organfunktionen, erhöhte Stoffwechselaktivität, wozu Entzündungen, beim Knochen aktive Umbauten, aber auch Metastasen gehören.
Im Prinzip benötigt man zu dieser Untersuchung eine radioaktive Substanz (ein Radiopharmakon), deren Strahlung mit einer speziellen Gamma- Kamera (oder Scanner) registriert und in ein Bild (Szintigramm) umgesetzt wird. Das Radiopharmakon wird in die Armvene injiziert, was der unangenehmste Teil, der sonst schmerzfreien Untersuchung ist, bis auf das anschließende Warten, bzw. langweilige Liegen während des Scannens.
In der Regel muss man dabei auch nicht nüchtern sein.
Wegen der Kopfschmerzfrage würde ich den betreffenden Arzt fragen, denn das hängt von der Wahl des Radiopharmakons ab und dazu gibt es spezielle Nebenwirkungskataloge, wie bei allen Arzneimitteln üblich.
Mein Sohn hatte jedenfalls nach seiner Knochenszintigrafie keine Kopfschmerzen und ich nach Schilddrüsenszintigrafien ebenfalls nicht 
Es kommt allerdings vor, dass Patienten aus einer „was kommt da auf mich zu-Panik“ Spannungskopfschmerzen entwickeln, was nun hierbei wirklich nicht nötig ist. Entspannen …
Die Strahlenbelastung nuklearmedizinischer Techniken ist mit anderen radiologischen Verfahren vergleichbar und als sicher zu bezeichnen.
Heutzutage werden in der nuklearmedizinischen Diagnostik Trägersubstanzen (für die radioakt. Isotope) verwendet, die rasch wieder ausgeschieden werden, und Radionuklide mit einer hohen Zerfallsgeschwindigkeit, was die Wirkungsdauer der Radioaktivität auf Minuten bis Stunden begrenzt. Dadurch wird die Strahlenbelastung, die bei einer Szintigrafie je nach Untersuchungsziel variiert, möglichst gering gehalten und liegt für den Patienten meist im selben Dosisbereich wie bei
Röntgenuntersuchungen mit einer mittleren Strahlendosis.
Um den Ausscheidungsprozess der Radiopharmaka über die Nieren zu beschleunigen, wird empfohlen, nach Durchführung einer
nuklearmedizinischen Untersuchung viel Flüssigkeit zu trinken.
Viele Grüße
Renate
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Hallo Renate,
zunächst sehr herzlichen Dank für die Mühe, die Du Dir gegeben hast, um uns unsere Sorgen zu nehmen. Mit Deinen ausführlichen Erklärungen sieht die Untersuchung nicht mehr ganz so dramatisch aus; trotzdem sind wir froh, wenn der kommende Dienstag vorüber ist.
Würdest Du mir bitte, wenn Du möchtest, noch folgende Frage beantworten:
Kommt man während der gesamten Untersuchung oder während des Scannens in so eine fürchterliche Röhre wie bei einer Computertomographie? Dein vorsichtiger Hinweis auf „Spannungskopfschmerzen“ scheint darauf hinzudeuten.
Liebe Grüße
Wilhelm
Hallo Wilhelm,
man kommt für die Szintigrafie nicht in eine tunnelartige Röhre, wie bei einer Kernspintomografie.
Wenn der überweisende Arzt möglicherweise nicht alles beantworten kann, man bekommt kompetente Auskunft, wenn man das entsprechende Institut oder die nuklearmed. Abteilung, wo die Untersuchung stattfinden soll, anruft und um Auskunft darüber bittet, wieviel Zeit man z. B. „mitbringen“ muss.
Nach der Injektion der radioaktiv markierten Substanz (Radiopharmakon) kann nämlich die Wartezeit (für Knochensz.) bis man „zur Kamera“ muss, bis zu drei Stunden betragen.
Auch fürs CT kommt man nicht in eine geschlossene Röhre, wie oft gemunkelt wird. Vielleicht kommt das Gerücht auch von dem Ausdruck „Röntgenröhre“, so heißt das Aufnahmegerät. Man liegt auf einer Liege, die sich Ebene für Ebene hin- und herbewegt, während über dem Patienten alles frei ist, bis auf ein bogenartiges Gebilde, das zum Gerät gehört, was aber nicht das Gefühl der Enge aufkommen lässt.
Bei der Szintigrafie kommt es auf den Bereich an, der von der Kamera aufgenommen werden soll, in eurem Fall die Wirbelsäule, sodass man auf der Liege über der Kamera liegen wird, für die Zeit der Untersuchung.
Im folgenden Link, scrollen bis zum Foto, bewegt sich die Kamera ÜBER dem Patienten.
http://www.netdoktor.de/ratschlaege/untersuchungen/s…
Jedenfalls sind Sorgen fehl am Platze - wo jetzt das Wochenende wettermäßg so schön werden soll…
Liebe Grüße
Renate
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