Allgemeines zum Verständnis
Hallo B10A,
??Was war nicht Deine Frage?? Habe ich Dir schon einmal geantwortet?
Also, etwas Grundsätzliches zur Homöopathie, auch auf die Gefahr hin, daß ich mich in Bezug auf andere Postings wiederhole. Die Klassische Homöopathie nach Samuel Hahnemann (entdeckt 1796 und eingeführt 1810) beruht auf dem Prinzip des Simile. Dr. James Tyler Kent hat sie weitergeführt und verfeinert. Ich will es mit den Worten von Edward Heits ausdrücken.
„…, wenn unter homöopathische Behandlung die körperlichen Symptome sich zwar bessern, die psychischen aber schlechter wurden, der Kranke niemals geheilt werden könne…“
James T. Kent warnte sogar ausdrücklich vor der Behandlung mit Arzneimitteln, die zwar oberflächlich dem Symptombild der Krankheit ähneln, aber gegenüber der „inneren Natur“ (des Kranken) verschieden ist. Diese wären höchstens in der Lage, die Krankheit zu unterdrücken , niemals aber sie zu heilen.
Genau hier liegt die Problematik der heutigen angewendeten Homöopathie. Es gibt Unternehmen (z. B. DHU), die aus der Homöopathie Kapital schlagen möchte. Im Angebot solcher Unternehmen befinden dann sich die sogenannten Komplexmittel (ein Mix aus sich teilweise widersprechenden Arzneimittel). Dazu wird dann noch ein „Nachschlagewerk“ vertrieben, in dem man nur unter Grippe nachschlagen muß und die entsprechende „Mixtur“ verschreiben. Das geht schnell und kostengünstig. Nun, was passiert hier? Es wird genau das praktiziert, wovor Kent ausdrücklich warnte -> oberflächliche Symptombehandlung!
Die Klassische Homöopathie behandelt nicht Symptome, sondern den Kranken. Was heißt das für die Praxis? Es muß recht aufwendig und zeitintensiv nach dem Simile des Kranken gesucht werden. Dieses Simile bzw. dieses Arzneimittel ist für ihn ganz persönlich.
In der Regel muß dieses Mittel nur einmal im Leben bestimmt werden. Keine Regel ohne Ausnahme! Es gibt Arzneimittel, die derart in enger Beziehung zueinander liegen, daß es sich tatsächlich mal ändern kann. Sehr selten!
Da diese Arzneimittel nun der „inneren Natur“ des Kranken entspricht, wirkt sie gegen eine Reizblase genauso wie gegen Hühneraugen und psychischen Belangen. Hier muß ich jedoch warnen. Bei schwerwiegenden psychischen Problemen sollte Homöopathie begleitend zu einer geschulten psychologischen Therapie angewendet werden.
Aus dem Prinzip der Klassischen Homöopathie kann das Arzneimittel, das Herrn Müller gegen sein Rheuma einnimmt, Herrn Schulz nicht helfen. Jeder Kranke bedarf das auf ihn passende Simile!!
Zum Heilungsprozess: Ich möchte hier ein Beispiel zur Hilfe nehmen. Ein Patient kommt zur Behandlung wegen seines Asthmas. Als Kind hatte er Neurodermitis, von der aber nichts mehr zu spüren ist. Nach der Lehre von Hahnemann und Kent hat sich die Krankheit von außen nach innen verlagert (ein schlechtes Zeichen). Bei der Behandlung mit dem korrekten Simile wird zwangsläufig die Neurodermitis wieder auftreten, da die Krankheit „ausgeheilt" werden muß. Die Krankheit darf hier nicht mit Symptomen verwechselt werden! Als Faustregel gilt für die Dauer der Heilung: Soviel Jahre die Krankheit besteht, braucht es Monate zur Heilung. Linderung tritt (nach einer Erstverschlimmerung) recht zügig ein.
Warum es bei Dir nicht funktioniert kann ich nur mutmaßen. Entweder Du nimmst ein „Symptomunterdrücker" oder ein falsches Arzneimittel ein. Meine Frage wäre nun, ob Du Dich nach der Klassischen Homöopathie behandeln läßt und ob eine gute Anamnese vorausging.
Gruß
Meteor.
PS. Danke für den Hinweis auf den Tippfehler in der ViKa.