Wer kennt dieses Hormom?
Was bewirkt es?
Ist es mit Wechseljahrhormonen zu vergleichen…wegen Brustkrebs?
Gibt es Nebenwirkungen?
Herzlichen Dank im Voraus Marion
Wer kennt dieses Hormom?
Was bewirkt es?
Ist es mit Wechseljahrhormonen zu vergleichen…wegen Brustkrebs?
Gibt es Nebenwirkungen?
Herzlichen Dank im Voraus Marion
Hallo Marion,
DHEA is Dehydroepiandrosteron, eine Vorstufe des Testosterons, also des männlichen Sexualhormons. Entsprechend die Wirkung: männlicher Behaarungstyp, Eierstockschrumpfung, tiefere Stimme, Klitorisvergrößerung u.v.m.
Ich nehme an, man hat überhöhte Spiegel dieses Hormons im Blut nachgewiesen? Oder soll es therapeutisch eingenommen werden?
Oliver
Hallo Oliver,
man hat NUR Wechseljahre nachgewiesen…grins
aber die Symtome sind starke Gelenkschmerzen, Konzentrationsstörungen, Gemütsschwankungen…wie in einer Berg- und Talbahn…deshalb die Überlegung DHEA zu nehmen.
Besteht ein Unterschied zwischen Wechseljahrhormonen und DHEA?
Mit Wechseljahrhormonen hab`ich mich überhaupt nicht wohlgefühlt.
liebe Grüße Marion
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Hallo Marion,
DHEA in Wechseljahren ist mir neu.
Wie lange hast Du es denn mit Östrogenen versucht? Hast Du vreschiedene Präparate ausprobiert? Erst dann würde ich mit DHEA anfangen - ganz einfach deshalb, weil es noch nicht sicher sein dürfte, daß DHEA genauso gut wie die Östrogene Osteoporose und Arteriosklerose verindern können. Das gleiche gilt auch für alternative Methoden.
Solltest Du dennoch mit DHEA „enden“, so würde ich Dir zu gelegentlicher Knochendichtemessung raten, um eine Osteoporose frühzeitig zu erkennen. Dann kann man immer noch Bisphosphonate etc. geben. Bis dahin empfiehlt sich eine Prävention im Sinne von gewichtsbelastenden Fitnessübungen (also: nicht Schwimmen, sondern Laufen oder Krafttrainig) und zusätzlich eine ausreichende Kalzium- und Vitamin-D-Zufuhr.
Oliver
Ist wohl SO nicht ganz richtig!
DHEA ist ein sog. Prohormon, das im Körper sowohl zu Östrogen als auch zu Testosteron umgewandelt werden kann. Im weibl. Organismus wird es vorrangig zu Testosteron umgewandelt (aber allerdings ohne die von Oliver genannten „scheusslichen“ Folgen!). Beim mann erfolgt vornehmlich eine Umwandlung in Testosteron. Dabei ist eine Überversorgung bei sachgemäßer Einnahme vergleichbar einer Einnahme von Beta-Carotin (weilches zu Vitamin A umgewandelt wird) NICHT möglich. Die Einnahme ist also (falls keine kontrainduzierenden Erkrankungen bestehen - beim mann etwa ein Prostatakarzinom, bei der Frau Brustkrebs o.ä.) vollkommen ungefährlich und durchaus anzuraten, da i.d.R. bei Personen über Alter 40 ein generelles Defizit besteht.
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Halte DHEA als durchaus für angebracht. Aber ich denke Du solltest einmal über die Substitution von Östrogen und Progesteron nachdenken bzw. Deine Frauenärztin darauf ansprechen.
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Hallo Luchs,
DHEA ist ein sog. Prohormon, das im Körper sowohl zu Östrogen
als auch zu Testosteron umgewandelt werden kann. Im weibl.
Organismus wird es vorrangig zu Testosteron umgewandelt (aber
allerdings ohne die von Oliver genannten „scheusslichen“
Folgen!).
Klar ist es ein Prohormon (wie fast jedes Steroid, auch das „harmlose“ Cortisol), jedoch hat genau dieses Prohormon androgene (testosteronartige) Wirkungen. Entsprechend auch die Nebenwirkungen:
http://www.virtualdrugstore.com/aging/DHEA.html
Ich hätte gern einen Link zur offiziellen Roten Liste gegeben, aber dort findet sich das Präparat nicht (Zulassung?)
Über die Langzeitnebenwirkungen liegen nur wenige Daten vor. Wichtig jedenfalls der Hinweis für jüngere Frauen: Zumindest von Testosteron weiß man, daß bei langer Einwirkung in höherer Dosierung eine Eierstockfibrose entsteht, die bis zur Unfruchtbarkeit führen kann.
Einnahme ist also (falls keine kontrainduzierenden
Erkrankungen bestehen - beim mann etwa ein Prostatakarzinom,
bei der Frau Brustkrebs o.ä.) vollkommen ungefährlich und
durchaus anzuraten, da i.d.R. bei Personen über Alter 40 ein
generelles Defizit besteht.
Eine Umfangreiche Metaanalyse der bestehenden Literatur läßt erhebliche Zweifel an der Wirksamkeit des Mittels aufkommen. Ist übrigens in der Cochrane-Library zu finden, eine solidere Referenz kann es kaum geben:
Huppert_FA; Van_Niekerk_JK; Herbert_J: Dehydroepiandrosterone (DHEA) supplementation for cognition and well-being. Cochrane Database Syst Rev, 2000
So wie ich es sehe, wird dieses zweifelhaft wirksame, jedoch mit Nebenwirkungen behaftete Medikament als „well-being drug“ gegen allgemeine Alterserscheinungen beworben. Manch einer mag zum Schluß kommen, daß es sich hier um Geldmacherei auf Kosten der Gesundheit handelt.
Oliver