Klonen

Jetzt soll`s wirklich ernst damit werden… Jemand aus meinem Bekanntenkreis (Biologe) hat zu bedenken gegeben, die Zellen, die die Erbinformation liefern, hätten ja bereits ein gewisses Alter und dieses Alter würde mitkopiert - man kriegt also kein *taufrisches* Baby, sondern eins mit Zellen, die quasi so alt sind wie der Spender. Stimmt das?

Gruß,
Eva

Ja, dies ist der Fall. Es kann dadurch zu vermehrten Zellschädigungen kommen; die Wahrscheinlichkeit, dass das Baby Behinderungen hat, ist um vieles höher als bei einem Baby, das auf „gewöhnliche Weise“ (natürliche oder künstliche Befruchtung) entstanden ist.

Das ist auch der Grund, warum ich das Klonen ablehne.
Wenn es eine Möglichkeit gäbe, dass die „Klon-Babies“ mit genauso gesunden Erbanlagen wie andere Babies auf die Welt kommen würden und man die geklonten Kinder auch nicht als „medizinische Versuchskaninchen“ missbraucht, dann hätte ich überhaupt nichts dagegen.
Ich bin auch nicht gegen die Genmanipulation von menschlichem Erbgut, wenn man so Krankheiten heilen kann - ich bin aber entschieden dagegen, dass so nur „falsche“ Erbanlagen identifiziert werden und, anstatt die Erbanlagen „auszubessern“, der Fötus abgetrieben wird.

Soweit meine Meinung dazu.

Gruß,
Nina

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Hi,
Tierexperimente haben ebenfalls ergeben, dass die geklonten Tiere wesentlich anfälliger für Krankheiten usw. waren und auch eine kürzere Lebensdauer hatten.

Gruss,shockscrew

Stimmt das?

Hi Eva,

wie schon gesagt, es stimmt. An den Enden der Chromosomen gibt es sog. Telomere (hoffentlich hab ich den Namen jetzt nicht verwechelt ). Auf jeden Fall weden bei jeder Kopie diese Abschnitte kürzer und sind irgenwann so kurz, daß die Zelle bei der nächsten Kopie abstirbt.
Klonierte Erbanlagen haben, wenn sie in die Eizelle eingegeben werden also ein „Alter“, das nicht weggezaubert werden kann.
Das war jetzt ziemlich vereinfacht ausgedrückt! Bitte nicht auf mich einschlagen.

Gandalf

Klonierte Erbanlagen haben, wenn sie in die Eizelle eingegeben
werden also ein „Alter“, das nicht weggezaubert werden kann.

Da ich davon gar keine Ahnung habe, erde ich mich hüten, auf dich einzuschlagen…:smile:
Was bedeutet das denn für das Kind? Progenie oder so was Ähnliches? Und wie wollen zukünftige Eltern, die auf einem so gezeugten Kind bestehen, das verantworten?
Gruß,
Eva

Ja, dies ist der Fall. Es kann dadurch zu vermehrten
Zellschädigungen kommen; die Wahrscheinlichkeit, dass das Baby
Behinderungen hat, ist um vieles höher als bei einem Baby, das
auf „gewöhnliche Weise“ (natürliche oder künstliche
Befruchtung) entstanden ist.

Und wie steht es mit der Lebenserwartung eines auf diese Weise gezeugten Babys?

Gruß,Eva

Und wie steht es mit der Lebenserwartung eines auf diese Weise
gezeugten Babys?

Hallo Eva,

die Lebenserwartung der Klon-Babies wäre in jedem Fall deutlich herabgesetzt – wie auch unter

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/pza/2000-17/ti…

nachzulesen ist.

Das Kind würde ja bereits mit einem 20 bis 30 Jahre alten Genmaterial zur Welt kommen.
Wie schon Gandalf sagt, die Telomere sind bereits verkürzt.
Dass es zu Progerie führt, denke ich nicht – soviel ich weiß ist die Ursache für Progerie, dass die Telomere nicht nur kürzer sind, sondern auch schneller als gewöhnlich kürzer werden.
Bei den Klon-Babies sind die Telemere zwar kürzer, aber weshalb sollten sie schneller kürzer werden als gewöhnlich?

Gruß,
Nina

Ein überdurchschnittlich hoher Anteil dieser Tiere verstarb bereits kurz nach der Geburt.

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Hi Eva,

Jetzt soll`s wirklich ernst damit werden… Jemand aus meinem
Bekanntenkreis (Biologe) hat zu bedenken gegeben, die Zellen,
die die Erbinformation liefern, hätten ja bereits ein gewisses
Alter und dieses Alter würde mitkopiert - man kriegt also kein
*taufrisches* Baby, sondern eins mit Zellen, die quasi so alt
sind wie der Spender. Stimmt das?

soweit ich weiß stimmt das. Vielleicht hat ja die Natur den ultimativen Kopierschutz, nach dem die Software- und Musikindustrie für ihre CDs verzweifelt und vergeblich suchen, längst gefunden.

Das würde bedeuten, wir sind so eine Art 70-Jahre Testversion wie es bei Programmen die berüchtigten 30-TAge Testversionen gibt.

viele Grüße unimportant