Ich sitze gerade an der Auswertung von EKG-Daten, die ich während eines Experiments erhoben habe. Zunächst habe ich versucht (nach digitaler Filterung der gesampleten Rohdaten), die Herzrate über einen Algorithmus zu bestimmen, der R-Zacken über ein einfaches Amplitudenkriterium bestimmt. Geht man so vor, dann muß man mit „verpaßten“ Zacken rechnen, was zu übermäßig langen R-R-Abständen führt, oder mit Artefakten, die fälschlich als R-Zacken interpretiert werden und zu zu kurzen R-R-Abständen führen.
Lange Vorrede, jetzt das eigentliche Problem: ich habe keine Vorstellung davon, wie stark die „normale“ Variabilität der Herzrate sein darf. Kann beispielsweise eine Abfolge von R-R-Abständen von 0.9 sec, 0.3 sec und 0.8 sec wirklich vorkommen oder habe ich da bereits ein blitzsauberes Artefakt in der Messung? Wer weiß sowas?
Noch ein Problem: als Nichtmediziner kenne ich nur Angaben über den „Normalpuls“ von „Normalmenschen“; mit wie starken Variationen der Herzraten muß ich denn wohl in einer normalen (studentischen) Population rechnen?
Tausend Dank für Eure Mühe
Michael