Re: Zahnbehandlung unter Vollnarkose
Hallo Sascha,
Aufgrund einer Zahnarzt Psychose erwäge ich eine
Zahnbehandlung unter Volnarkose in der Zahnmedizinischen
Klinik meiner Universitätsklinik. Meine Frage: Wie läuft diese
Vollnarkose ab ?
Bei sog. Angstpatienten aber auch bei Eingriffen am Kiefer usw. kann in dafür eingerichteten Behandlungszimmern/Kliniken in Zusammenarbeit mit einem Anästhesisten eine Sedierung des Patienten mit Teilnarkose durchgeführt werden. Der Vorteil dieses Dämmerschlafs mit örtlicher Betäubung liegt darin, dass der Patient zuverlässig nichts vom Eingriff mitbekommt.
Hingegen bleiben die lebensnotwendigen Reflexe, wie z. B. die Atmung oder der Hustenreflex erhalten.
Man bekommt zunächst vom Narkosearzt über eine Venen-Verweilkanüle ein Medikament (oder eine Kombination von Präparaten) gespritzt, das müde und sehr gelassen macht. Es wirkt innerhalb von Minuten. Anschließend injiziert der Zahnarzt das Mittel zur örtlichen Betäubung.
"Narkose-Arten" sind ein weites Feld - welche genau diese Klinik anwendet, kannst du nur dort erfahren.
Bei einer regülären Vollnarkose wird ja
endotracheal intubiert , nur das scheiset ja wohl aus , da im
Mund gearbeitet wird ... (nasale Intubation ?) Wer kann mir
also nähere Details dazu mitteilen ? evt. auch über Kosten und
Kassenleistungen
Hierzu wird man dich garantiert gern vorab telefonisch aufklären können - ebenfalls wird man es gewöhnt sein, dass im Vorfeld (vor der Terminvergabe) Fragen zur Art der zur Anwendung kommenden Narkose, etc. gestellt werden - ist ja auch verständlich und wichtig für die psycholog. Vorbereitung des Patienten.
Falls es sich um einen üblichen sog. Routineeingriff beim Zahnarzt handelt:
Große Ängste dieser Art bilden sich oft durch Traumatisierung im Kleinkindalter heraus. Entweder führen langwierige, schmerzhafte Behandlungen, aber auch ärztl. Personal mit geringem/keinem Einfühlungsvermögen in die kindl. Psyche, zu Panik und manifestieren Ängsten beim Patienten, die er später nur schwer wieder abzubauen lernen kann.
Aus persönlicher Erfahrung weiß ich, welche Panik man vor Zahnärzten entwickeln kann, und nicht jeder x-beliebige Zahnarzt ist in der Lage, damit umzugehen.
Dennoch gibt es auch psychologisch sehr geschickte Zahnärzt/innen!! Man muss sie nur suchen + finden!!
Durch gezieltes Umhören im Kollegen- und Bekanntenkreis findet man sogar recht schnell solch ein gutes Exemplar :-)
Heute frage ich mich, warum ich mir das antat, dass ich früher derart adrenalingeladen und panisch, schon eine Woche vor/während/kurz nach Zahnarztbesuchen sein musste - natürlich tat es dann auch höllisch weh - Kommunikationsmöglichkeiten waren gleich Null - gutes Patient-Arztverhältnis nicht gewährleistet!
Mittlerweile bin ich in "guten zahnärztl. Händen" und von meiner "Zahnarztphobie geheilt" und seltsamerweise tut seitdem auch nichts mehr weh.
Damit will ich dir nur sagen, ehe du jetzt für jeden Routineeingriff so viel Aufwand betreibst, der durch Angst verursacht wird, - sieh dich um, und suche dir einen wirklich guten Zahnarzt/in - irgendwann und mit etwas Geduld entwickelst du wieder Vertrauen und die Angst zieht sich allmählich zurück - du wirst schon sehen. -
Viele Grüße, Renate