der Sohn meiner Freundin ist hyperaktiv (mittelschwer). Nachdem er jetzt in die Schule gekommen ist, treten vermehrt Schwierigkeiten mit dem Lehrer auf. Der behandelnde Arzt meinte, das könnte man mit Ritalin gut in den Griff bekommen.
Natürlich kam eine Woche später ein Bericht bei Spiegel TV, in dem das Medikament verteufelt wurde…Suchtgefahr, Selbstmordgefahr nach Absetzen, enorme Nebenwirkungen usw.
Ich habe mich daraufhin im Internet umgeschaut, und die Berichte hauen mich teilweise echt um.
Ich würde mich freuen, wenn ich von euch Erfahrungsberichte oder auch o b j e k t i v e Websites bekommen könnte.
Gern auch per e-mail
der Sohn meiner Freundin ist hyperaktiv (mittelschwer).
Nachdem er jetzt in die Schule gekommen ist, treten vermehrt
Schwierigkeiten mit dem Lehrer auf. Der behandelnde Arzt
meinte, das könnte man mit Ritalin gut in den Griff bekommen.
Ich habe selbst ein Kind, das mit einem ähnlichen Medikament (Medikinet) wegen ADS behandelt wird.
Ich habe bis jetzt gute Erfahrungen gemacht.
Allerdings möchte ich dringlichst darauf hinweißen, daß man diese Medikamente NIEMALS ohne eine zusätzliche Therapie (Ergo oder ähnliches) verschreiben sollte.
Es bringt sehr wenig, dem Kind einfach etwas zu verabreichen, nur damit es ruhig gestellt ist! Diese Medikamente sind wirklich nur dann sinnvoll, wenn sie zusätzlich zu einer therapeutischen Behandlung/Maßnahme angewandt werden.
Sicher ist es für viele einfach bequemer, ein Medikament zu verabreichen und man hat dann damit seine Ruhe. Doch dem Kind hilft das nicht wirklich!
Ein Arzt, der willkürlich mal eben so ein Medikament verschreibt, um etwas in „den Griff“ zu bekommen, das ist kein verantwortungsvoller Arzt und schadet dem Kind damit auf Dauer mehr, als er ihm hilft.
Dieser Spiegel-Bericht hat mehr geschadet als genutzt.
Klar ist: unnötige Medikamente bei Kindern zu verschreiben ist falsch und grenzt an Körperverletzung.
Ich habe Erfahrungen, speziell mit Ritalin. Und die sind ausschließlich postitiv.
Mein Vorredner hat sehr recht, Ritalin macht mehr Sinn mit einer Ergotherapie. Der Therapeut kann die Wirkung dann objektiv beurteilen.
Um Eure Kinder zu verstehen, empfehle ich Euch die Bücher von Dipl. Psych. Cordula Neuhaus. Sie ist eine Kapazität auf dem Gebiet ADHS bei Kindern und Jugendlichen und weltweit anerkannt.
Die Angaben in dem Spiegelbericht waren nicht sehr profesionell aufbereitet. Ich erinnere hier einmal an die Szene, in der ein Junge eine Tablette ohne Wasser hinunterwürgt und dann aussagt, sie schmecke bitter… Ist das glaubwürdig?
ADHS ist eine Stoffwechselerkrankung im Gehirn. Ritalin ersetzt bzw. fördert den fehlenden oder zu schwachen Botenstoff im Gehirn. Nicht mehr und nicht weniger. Der gebrauchte Begriff „Psycho-Droge“ ist schlicht falsch.