Hallo,
ich habe seit zwei Jahren einen BAndscheibenvorfall,eine Arthrose und Schmerzen im Illio-Sakral Bereich. Ich habe viele Therapien gemacht, eine stationäre Reha und benutze Tens. Trotzdem habe ich noch Schmerzen.Ich habe im Fernsehen gesehen, dass Cannabis an Aids-Kranke verschrieben werden soll. Wäre das für meinen Fall auch möglich und wenn was müsste ich tun?
Freue mich über eine Nachricht. GRuß Andrea
Hallo Andrea,
ich habe seit zwei Jahren einen BAndscheibenvorfall,eine
Arthrose und Schmerzen im Illio-Sakral Bereich. Ich habe viele
Therapien gemacht, eine stationäre Reha und benutze Tens.
Trotzdem habe ich noch Schmerzen.Ich habe im Fernsehen
gesehen, dass Cannabis an Aids-Kranke verschrieben werden
soll. Wäre das für meinen Fall auch möglich und wenn was
müsste ich tun?
ich persönlich lehne Cannabis ab. Dazu mußt Du wissen, daß ich Ex-Junkie bin und mich bei w-w-w auf dem Brett „Sucht und Prävention“ bewege.
Ungeachtet meiner Einstellung weiß ich aber, daß es in der Medizin durchaus Bereiche gibt, wo Cannabis als Heilmittel oder zur Linderung von Schmerzen zum Einsatz kommt.
Näheres erfährst Du unter:
http://www.hanfnet.org/aktuelles/focus_medizin.html#3
Gruß Easy
Hallo Andrea,
Kommt drauf an, würde ich sagen. Cannabis nimmt Dir keine Schmerzen.
Cannabis kann aber helfen, z.B. eine negative Lebenseinstellung zu bekämpfen und deren Folgen so lindern (zB. Konzentration auf den Schmez, Appetit- und Antriebslosigkeit).
Allerdings solltest Du Dich da persönlich von einem (medizinischen) Fachmann persönlich beraten lassen.
Chris
Hallo Easy!
Ich bedaure Deine Vergangenheit und beglückwünsche Dich zum Erfolg, vom Junk weg gekommen zu sein. Hochachtung! Trotzdem finde ich es nicht Sinnvoll, Cannabis als Medikament abzulehnen, denn:
1.: es handelt sich bei den zu verschreibenden Medikamenten nicht um Cannabis selbst sondern um definierte THC-Präparate.
2.: die empfohlenen Dosierungen sind weit unterhalb der Rausch erzeugenden Mengen.
3.: leider haftet diesem sehr potenten Medikament zu sehr das Image der Einstiegsdroge Canabis an und deshalb wird die Forschung auf diesem Gebiet zumindest in Deutschland sehr stark reglementiert und größtenteils unterdrückt.
4.: vorausgesetzt, die betreffende Person hat noch nie Canabis zum Zweck der Berauschung konsumiert, sehe ich kein erhöhtes Risiko bei THC als Medikament. Andere gängige Medikamente - seien es Analgetika, Antidepressiva, Neuroleptika oder Sedativa - haben ein erheblich höheres Suchtpotential und wesentlich stärkere Nebenwirkungen.
5.: THC hat in den empfohlenen Dosierungen so gut wie keine Nebenwirkungen.
6.: wie bei allen verschreibungspflichtigen Medikamenten setze ich eine gewissenhafte ärztliche Abwägung von Indikationen, Nutzen und Risiken voraus.
Eine pharmakologisch so bedeutsame Substanz wie THC als bedenklich einzustufen zeugt meiner Meinung nach von veralteten, verkrusteten Denkstrukturen.
Gruß
Hansi
ich persönlich lehne Cannabis ab. Dazu mußt Du wissen, daß ich
Ex-Junkie bin und mich bei w-w-w auf dem Brett „Sucht und
Prävention“ bewege.Ungeachtet meiner Einstellung weiß ich aber, daß es in der
Medizin durchaus Bereiche gibt, wo Cannabis als Heilmittel
oder zur Linderung von Schmerzen zum Einsatz kommt.Näheres erfährst Du unter:
http://www.hanfnet.org/aktuelles/focus_medizin.html#3
Gruß Easy
Hallo Hansi,
nicht jeder wird sich so akribisch mit ihm verabreichten Medikamenten auseinander gesetzt haben wie Du. Wobei man Dir einen Heimvorteil, auf Grund Deiner beruflichen Kenntnisse und Erfahrungen, mit Sicherheit nicht absprechen kann.
Ich fände es toll, wenn Du Dich per mail direkt mit Andrea kurzschließen würdest, dann hätte sie einen kompetenten Ansprechpartner, der hier beste Hilfestellung leisten kann. Erfahrungsgemäß hat das Wort selbst Betroffener ein viel größes Gewicht, als das des nicht selbstbetroffenen „nur“ Schulmediziners.
Natürlich sehe ich den Cannabis-Konsum aus einem eigenen Blickwinkel, es wäre unlogisch, wenn mich die Sucht hier nicht geprägt hätte. Was nicht heißt, daß ich bei so großer Selbstverantwortung, wie Du sie an den Tag legst, generell gegen eine Canabis-Therapie spreche. Ich will einfach nur verhindern, daß, unverantwortlich, nach dem Motto: „Ich habe Rückenschmerzen, da rauch ich mal ´nen Joint“, damit umgegangen wird.Obwohl ich diesen Eindruck bei Andrea´s Posting natürlich nicht hatte.
Ich denke, daß hier aus einer absoluten Unsicherheit heraus gepostet wurde und Andrea versucht, sich an einen Strohhallm zu klammern, um endlich ihre Schmerzen los zu werden. Im Vorfeld waren viele ihrer Therapien bisher ja leider erfolglos. Umso besser, wenn die THC-Behandlung dann nicht nur ein Strohhalm, sondern handfeste, erfolgversprechende Therapie sein kann.
Allgemein halte ich Cannabis-Produkte im Drogenbereich übrigens für hamloser als z.B. Alkohol & Co., wenn man in diesem Bereich überhaupt von harmlos sprechen kann. Denn, ungeachtet der Sortierung nach legal oder illegal: Alkoholtote, Herointote, Methadontote, Polabyontote und Kokaintote hab ich schon gesehen, Haschtote noch nicht. Doch das steht auf einem anderen Blatt geschrieben.
Ich wünsche Andrea und Dir alles Gute für die THC-Therapie und hoffe, daß ihr hier kurzfristig über Erfolge berichten werdet.
Gruß Easy
nicht jeder wird sich so akribisch mit ihm verabreichten
Medikamenten auseinander gesetzt haben wie Du.
Ich wünsche Andrea und Dir alles Gute für die THC-Therapie und
hoffe, daß ihr hier kurzfristig über Erfolge berichten werdet.
Hallo Easy,
ich betone, dass ich weder THC-Präparate bei anderen oder bei mir selbst anwende noch praktische Erfahrung mit der Anwendung von THC-Präparaten habe. Du scheinst es aber so verstanden zu haben. Also: ich sagte bloß meine Meinung, die sich aus dem was ich schon gehört und gelesen habe gepaart mit gesundem Menschenverstand ergibt. Nochmal: Bei einem von Pharmakologen hergestellten, definierten THC-Präparat überhaupt das Gespräch immer wieder auf die Sucht-Schiene zu lenken bremst enorm den Prozess der Einführung als Medikament z.B. in Deutschland und ich halte es einfach für dumm. Punkt!
Gruß
Hansi
Hallo Hansi,
da war ich auf dem Holzweg. Hatte ich völlig anders verstanden.
Da hab ich Dich kurzerhand zum THC-Konsumenten gemacht. Tut mir leid, war keine böse Absicht.
ich betone, dass ich weder THC-Präparate bei anderen oder bei
mir selbst anwende noch praktische Erfahrung mit der Anwendung
von THC-Präparaten habe. Du scheinst es aber so verstanden zu
haben.
Gruß
Hansi
Dennoch bin ich inzwischen, nicht zuletzt durch Deine komplexen Ausführungen, davon überzeugt, daß man durchaus in der Lage ist, mit THC auch Gutes zu tun.
Und für Andrea natürlich toi,toi,toi.
Gruß Easy
Hallo Andrea,
zur Zeit ist es in Deutschland nicht moeglich, Cannabis auf Rezept zu bekommen. Es soll Versuche mit homoeopathischen Cannabis-enthaltenden Tropfen geben, die in gewissen deutschen Staedten vertrieben werden sollen.
Folgendes Buch beschreibt die positive Wirkung von Marihuana bei verschiedensten Erkrankungen:
Grinspoon, Bakalar: Marihuana - Die verbotene Medizin
Vorsichtshalber, um allen weiteren Diskussionen darueber vorzubeugen: Ich bin gegen die Freigabe von Drogen in Deutschland - auch als Medizin!
Sabine
Sabine
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Hi Sabine
Ich bin gegen die Freigabe von Drogen in
Deutschland - auch als Medizin!
Viele medikamente sind Drogen
Z.B. haben zahllose dringend in der medizin benötigte starken Schmerzmittel ein Suchtpotenzial
oder sollen wir alle Morphine und Derivate verbieten?
Und die Kranken leiden lassen?
Warum nicht Cannabispräparate (wenn deren Wirksamkeit nachgewiesen ist) gegen M-Rezept ausgeben?
Gruß
Mike
Hallo, habe garnicht erwartet, dass so viele Menschen mein Posting lesen würden. Erstmal vielen Dank für eure interessante Auseinandersetzung. Ich werde nächste Woche meine langjährige Hausärztin nach einer THC-Therapie fragen, auch inwieweit damit Schmerzen gelindert werden können. Besonders Easy wünsche ich alles Gute auf seinem Lebensweg. Nochmals ein herzliches Danke an alle!!! Ich werde über mein Gespräch mit der Ärztin berichten.
Andrea
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