es gibt in der Tat unterschiedliche Mundgerüche. Erstens den etwas fauligen Geruch bei unzureichender Mundhygiene, der durch den Zahnbelag hervorgerufen wird. Der Geruch von Knoblauch kommt durch die Abatmung geruchsintensiver Substanzen über die Atemwege und die Schleimhäute zustande. Auch der Schweiß riecht in diesem Fall anders. Desweiteren kann ein etwas säuerlicher Mundgeruch durch die Abatmung von Aceton bei Menschen mit sehr stark erhöhtem Blutzucker und hohem Keton-Blutspiegel (z.B. Diabetisches Koma) verursacht werden. Bei Menschen mit schweren Lebererkrankungen wie z.B. Leberzirrhose oder Leberkrebs kann durch das allmähliche Versagen der Leber u.a. Ammoniak nicht mehr genügend abgebaut werden, so dass auch hier der Ammoniak-Blutspiegel steigt und auch die Ausatemluft wie die übrige Haut nach Ammoniak riecht. Individuell kann es nach der Gabe von Medikamenten zu Geschmacksempfindungen kommen. Bei der Gabe von Thiopental (Trapanal®), einem Barbiturat, mit welchem Narkosen eingeleitet werden, kann es zu Knoblauch ähnlichen Geschmacksempfindungen kommen, bevor der Patient das Bewusstsein verliert. Nach der Gabe von Lokalanästhetika kann ein metallischer Geschmack empfunden werden. Wodurch jedoch ein metallischer, von außen wahrnehmbarer Mundgeruch verursacht wird, kann ich leider nicht sagen, doch die Palette der Möglichkeiten ist groß. Ich nehme an, dass bei Vergiftungen mit bestimmten Substanzen ein solcher Geruch durchaus bestehen kann. So kann es vorkommen, dass nach Vergiftungen mit Chlorhaltigen Reinigungsmitteln die Atemluft nach Chlor riecht. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber könnte ein metallischer Geruch evtl. durch E605-Intoxikation verursacht werden ??? Ich glaube, mich an so etwas erinnern zu können, bin jedoch nicht sicher.
Gruß
Hansi
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ein metallischer Geruch evtl. durch E605-Intoxikation
verursacht werden ??? Ich glaube, mich an so etwas erinnern zu
können, bin jedoch nicht sicher.
Gruß
Hansi
Danke, Hansi, für Deine schnelle und kompentente Antwort.
Es kann durchaus sein, daß ich da was durcheinander gebracht habe. Vielleicht wurde ein Patient in einer dieser „ER“-Folgen gefragt, ob er einen metallischen Geschmack hätte o. ä.
Wie auch immer - ich frage mich sowieso, wie der menschliche Organismus Aceton produzieren kann (kenn ich nur als Nagellack-Enferner
Wie auch immer - ich frage mich sowieso, wie der menschliche
Organismus Aceton produzieren kann (kenn ich nur als
Nagellack-Enferner
Hi moritzbock,
Aceton entsteht als (teilweise pathologisches) Nebenprodukt bei einigen Reaktionen.
Z.B. entsteht bei der Glycolyse (so nennt man die Reaktionsfolge, mit der Zucker im Körper verwertet wird) Dihydroxiacetonphosphat, das unter bestimmten Bedingungen z.B. beim Diabetes zu Aceton umgesetzt werden kann. Daher der „fruchtige“ Geruch von Urin und Atemluft bei schlecht eingestellten Diabetikern.
wieder mal was dazu gelernt (stimmt eigentlich, Aceton riecht eigentlich nicht unangenehm - Diesel und Benzin wie ich finde, auch nicht - ist wohl Geruchssache :-}) …
gruss moritzbock
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Hallo Moritz Bock,
gib doch mal in die Suchmaschine http://www.google.de
den Begriff „Halitosis“ ein.
Du hast dann international ca. 28.000 und im deutschsprachigen Web ca. 179 Treffer. Anschließend bist Du Experte.
Tschüs Bernd