Heilpraktiker -- Allgemeinmedizin

Hallo liebe WWW.ler,
gerade die Diskussion ein Stück weiter unten zu den Medikamentenkosten, sprich Streit zwischen Ansichten eines Heilpraktikers und eines angehenden Mediziners bringen mich zum Nachdenken:
Folgendes:
vor 3 Jahren war ich wegen diverser Beschwerden bei einem Heilpraktiker, der mittelns Bio-Resonanz (so hiess es glaube ich) in einem sehr zeitaufwendigen Verfahren an die 30 Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten feststellte. Kostenpunkt für 2 Std. = 200,-- DM. Die Kosten wurde von der Kasse (private) nicht übernommen, da keine allgemein anerkannte und heilungsfördernde Methode.
Dann war ich wochenlang ambulant, dann 3 Wochen stationiär in einem Kreiskrankenhaus. Ergebnis der Testung: alle 30 Allergien und Unversträglichkeiten bestätigt, weitere Lebensmittel aus Sicherheit auch noch verboten. Kostenpunkt: fast 35.000,-- DM.

Ist das im Sinne unseren Krankenversicherungen-Krankenkassen, denn letztlich zahlen müssen alle über ihre Beiträge.

Eine totale Lebensumstellung brachte der Heilpraktiver - und seitdem geht es mir wesentlich besser. Warum müssen Tests immer teuer sein, um offiziell anerkannt zu werden?

Gruss Christel

Hallo Christel,

Eine totale Lebensumstellung brachte der Heilpraktiver - und
seitdem geht es mir wesentlich besser.

Damit bringst Du es ja selbst auf den Punkt: Entscheidend ist die Lebensumstellung, und nicht der Heilpraktiker. Diese Umstellung hast Du selbst geschafft. Die richtige Lebensführung im Umgang mit der Krankheit ist eben nicht eine Aufgabe der Krankenkassen, wie sollten sie das auch leisten. Ihre Aufgabe ist „lediglich“, das biologische Überleben (ich drücke es jetzt mal so aus) im Kampf gegen Krankheiten zu finanzierern.
Ich gehe mal davon aus, daß die teuren Tests Dich bei der Umstellung dahingehend geholfen haben, daß Du wußtest, welche Lebensmittel Du fortan meiden mußtest, und das war doch sicher mit entscheidend, oder? Übrigens, die MTA, welche die Labortests für Dich gemacht hat, käme sicher nicht auf die Idee, einen Studenlohn von 100.- DM von Dir zu fordern.

Oliver

hallo Oliver,
der Heilpraktiker war nach 40jährigem Irrweg der erste der auf die Idee mit den Nahrungsmittelallergien kam. Fand ich sehr bitter und mit meinem Wissen von heute bin ich mindestens 8 x operiert worden - wo die Ursache eine Nahrungsmittelallergie bzw. -unverträglichkeit war.

Schau mal in eine der letzten GEOs - die Wirksamkeit von homöopathischen Tropfen in Wasser – sehr interessant – und billiger als die ganzen chemischen Medikamente.

Mein Arzt hat übrigens alles blockiert, Nahrungsmittelallergie sei Humbug, wobei die Lactose ja auch erhebliche Auswirkungen auf Medikamente hat.
Ich bin es irgendwie leid, dass Ärzte immer meinen, die Weisheit mit Löffeln… denn es gibt viel, was wir heute noch nicht wissen und in meinen Augen wäre ein Medizinstudium mit Pflicht Homöopathie und Nahrungsmittelkunde P f l i c h t. Tierärzte müssen sich mit Ernährung/Futter der Tiere beschäftigen, Menschenärzte tun es allenfalls mal ein oder 2 Semester und bilden sich dann ein, Fachleute zu sein.

Ich bin wirklich dankbar über jeden Arzt, der sich mit den Ernährungswendigkeiten auskennt und wir haben - darüber bin ich sehr glücklich - davon auch einige in WWW.

Aber du bist ja noch im Studium, vielleicht steht dir der Weg noch offen; denn nach meiner Überzeugung hängen 50 % aller Krankheiten mit nicht richtiger Ernährung zusammen. Ich formuliere es bewusst so, denn auch Ärzte und auch Heilpraktiker !! müssen nicht alles wissen — aber bereit sein, an Fachkundige zu überweisen. Und ich sehe nicht ein, dass unsere Krankenversicherer diese immensen Summen bezahlen, nur weil ein paar Sturköppe die Wichtigkeit auch von Heilpraktikern abstreiten.

In diesem Sinne
schönen Gruss Christel

Hallo Christel,

Schau mal in eine der letzten GEOs - die Wirksamkeit von
homöopathischen Tropfen in Wasser – sehr interessant – und
billiger als die ganzen chemischen Medikamente.

Diesen Artikel kenne ich nicht. Wohl aber zahllose andere. Einige davon von Naturheilkundlern hier im Forum vermittelt, die darin einen Beweis sahen, wobei der Artikel das Gegenteil aussagte.
Trotzdem, wenn ich das GEO in die Hände bekomme, werde ich (ein weiteres mal) nachlesen.

noch nicht wissen und in meinen Augen wäre ein Medizinstudium
mit Pflicht Homöopathie und Nahrungsmittelkunde P f l i c h t.

Es ist doch schon längst P f l i c h t, seit einigen Jahren schon. Man beschäfitigt sich ja auch mit den Dingen, bevor man zu einer Beurteilung kommt.

Aber du bist ja noch im Studium, vielleicht steht dir der Weg
noch offen; denn nach meiner Überzeugung hängen 50 % aller
Krankheiten mit nicht richtiger Ernährung zusammen.

Deine Überzeugung ist ja schön und gut, aber wenn man sich eben jahrelang mit den Vorgängen im Körper beschäftigt, so zieht man andere Rückschlüsse, die nicht auf Überzeugung, sondern auf Wissen beruhen.

Und ich sehe nicht ein,
dass unsere Krankenversicherer diese immensen Summen bezahlen,
nur weil ein paar Sturköppe die Wichtigkeit auch von
Heilpraktikern abstreiten.

Ich konzentiere mich jetzt mal eine Stunde lang ganz fest auf Deinen Darm und heile Dich teleaptisch. Bitte überweise mir dafür einhundert Mark.
Wie, Du willst vorher einen Beweis haben, daß das auch tatsächlich hilft? Eben, ich auch.

Über das Thema „Beweise“ können wir gerne im Thread mit Crotalus (weiter unten) diskutieren.

Oliver

Hallo,
als Krankenkassenmensch, der Heilpraktiker nicht erstatten
darf (Urteile des Bundessozialgerichtes verhindern dies) habe
ich doch auch viele Erfahrungen mit Heilpraktikern und deren
Behandlungsmethoden und Erfolge, aber auch Misserfolgen
gemacht.
Wie überall im Leben gibt es solche und solche !!
Ich persönlich bin der Meinung, die Kassen sollten speziell
die Kosten für den Heilpraktiker ganz oder zumindest teilweise
tragen, wenn sich der Behandlungserfolg eingestellt hat.
Ich weiss, eine provokative Meinung, aber ich glaube, damit
würde man sehr vielen Menschen helfen können, bei denen
die „Schulemdizin“ nicht geholfen hat.

Gruss

Günter

Holla

Einige davon von Naturheilkundlern hier im Forum vermittelt,

Aehm, ein Bekannter (Arzt fuer Naturheilkunde(?), genau weiss ich es nicht, zu dem geh ich nicht *g*) von mir, schaut mir hier ab und zu mal ueber die Schulter, und hat sich kuerzlich etwas aufgeregt :wink:

Naturheilkunde sollte man nicht mit Alternativmethoden verwechseln, Naturheilkunde ist eine feste Gruppe von Therapiearten, die wohl auch in der Schulmedizin anerkannt sind (mir fallen jetzt nur die Thermotherapien, die Bewegungstherapien und die Heliotherapien(sp?) ein).

Er moechte jedenfalls nicht mit einem Bioresonator in einen Topf geschmissen werden :wink:))

Gruss, Lutz

Übrigens, die MTA, welche die
Labortests für Dich gemacht hat, käme sicher nicht auf die
Idee, einen Studenlohn von 100.- DM von Dir zu fordern.

Hallo Oliver,
Du hast vollkommen recht. Die MTA wird keine 100.- DM vom Patienten fordern, denn sie muss auch nicht die Kosten einer Praxis (Miete, Nebenkosten etc.) bezahlen. Für 100.- DM die Stunde würde ein anderer Freiberufler (Arzt, Rechtsanwalt, Steuerberater etc. nicht arbeiten)
Ich war z.B. letztens bei einem Zahnarzt, der für Nichtkassenleistungen einen Stundenlohn von 420.- verlangt.
Alles klar?
Also erst nachdenken, dann schreiben.
Gruß
Crotalus

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Hallo Oliver,
Du hast vollkommen recht. Die MTA wird keine 100.- DM vom
Patienten fordern, denn sie muss auch nicht die Kosten einer
Praxis (Miete, Nebenkosten etc.) bezahlen.

Ein Arzt würde unter „Praxiskosten“ Miete und Nebenkosten ganz zuletzt aufführen. Mein Zahnarzt hat zusätzlich noch 4 Assistentinnen, einen AiP und Investitionskosten von (ich schätze mal) anderthalb Millionen Mark zu bezahlen. Konkretere Zahlen habe ich für Allgemeinmediziner: Der Stundenlohn eines durchschnittlichen Hausarztes in einer Kleinstadt liegt bei rund 20-25 DM Netto. Ich schätze, von 100 DM/h bleiben, wenn man lediglich Miete und Nebenkosten und Investitionskosten im unteren sechsstelligen Bereich zu bezahlen hat, schon ein wenig mehr übrig.

Also erst nachdenken, dann schreiben.

Genau.

Oliver

Hallo Oliver,
Vielen Dank für deinen erhellenden Hinweis.
Ich hab noch gar nicht gewusst, wie viel ich verdiene.
Werde mir sofort einen Porsche und eine Segeljacht kaufen.
Auf den weiteren Inhalt gehe ich ich nicht weiter ein wegen Sinnnlosigkeit.
Wer nix verstehen will, der versteht nun mal nix, da kann man sich noch so viel Mühe geben.
P.S.willst du immer noch Arzt werden, wennn du dann nur 25,-
die Stunde verdienen kannst ???

Crotalus

Ich hab noch gar nicht gewusst, wie viel ich verdiene.

Die 100 DM wurden weiter oben genannt.

Auf den weiteren Inhalt gehe ich ich nicht weiter ein wegen
Sinnnlosigkeit.

Tja, das sagt sich so leicht.Du hast mir nicht verraten, warum meine Rechnung nicht stimmen sollte.

P.S.willst du immer noch Arzt werden, wennn du dann nur 25,-
die Stunde verdienen kannst ???

Nö. Im Ernst: Mir kam eben die Idee, so ein Wochenend-Heilpraktiker-Seminar zu machen, um dann als Undercover-Schulmediziner in der Szene zu arbeiten, Geld zu verdienen und meine Informationen an den MDK weiterzuverkaufen :wink:

Oliver

Hallo liebe WWW.ler,

besonders auch Oliver

also dass das ein emotional angehauchtes Thema ist, weiss ich ja. Warum so bösartig Oliver?

Ich nutze Schulmedizin und Heilpraktiker, suche mir bei jedem das raus, was mir persönlich hilft. Bei Medikamentenkosten von 1000 DM und mehr im Monat der Schulmedizín habe ich mit anderen Methoden, diese reduzieren können auf 400 DM.

Ich sage ja auch nicht, dass jeder zum Heilpraktiker gehen muss. Mir hat die Bioresonanz jedoch sehr geholfen, da habe ich die Ernährung umgestellt - und 54 Allergien ist nicht einfach, dass dürfen mir alle glauben, dann noch Diabetes - was da machbar ist aber nicht als Allergiker und umgekehrt.

Was ich damit nur sagen will, lass doch jedem seine Meinung und ich bin für die Kostenübernahme der Heilpraktikerkosten für alle Versicherten. Gerade Allergien, Neurodermitis und Schuppenflechte zeigen grosse Erfolge durch Heilpraktiker, während Hautärzten nur Cortison einfällt - zumindest in all den Fällen, die ich kenne.

Und von wegen nur Wochenendseminar, die Heilpraktiker die ich kenne, haben jahrelang studiert, teilweise auch in China, lernen laufend weiter, weil sie an den Wochenenden Zusatzseminare besuchen und das ist MIR lieber als ein Arzt, der einen Wochenendschein macht und dann auf die Menschheit losgelassen wird, häufig nicht einmal mehr an Fortbildungen teilnimmt. Hatte selbst so einen Orthopäden der sich nun mit Akupunktur schmückte. Ich dachte das muss so schmerzhaft sei, der war brutal ohne Ende. Bis ich von dem Wochenendseminar erfuhr, habe ich mir das gefallen lassen.

Dann traf ich einen Heilpraktiker und später einen Arzt, die beide jahrelang Akutpunktur gelernt hatten - und siehe da, es waren keine starken Schmerzen beim Einstich.

Was ich damit sagen möchte ist, dass die Kassen sehr wohl die Qualifikation von Heilpraktikern u n d Ärzten (!!) prüfen sollen, bevor sie zahlen. Ein volles Wartezimmer ist kein Zeichen von Qualifikation, sondern von schlechter Organisation. Nur es kann nicht sein, dass die Masse der Patienten keine Wahlmöglichkeiten haben, weil sie die finanziellen Voraussetzungen nicht haben.

Da ich privat versichert bin, weiss ich was ein Lächeln des Arztes kostet, was eine Visite im Krankenhaus kostet, was z.B. wie gestern meine MRT kostet — nur wir müssen a l l e umdenken, die Kostenexplosion geht so nicht weiter. Und glaube mir, die Ärztin die mir 9 Monate täglich Cortison gespritzt hat (auch Feiertage, Sonnabende, Sonntage) muss nicht finanziell für die Folgen der Therapie haften – leider.

Aber ich denke, es bringt nichts, mit dir dieses Thema zu diskutieren. Dir fehlt noch die Lebenserfahrung die ein langjähriger Arzt und auch Heilpraktiker hat - es gibt nicht nur schwarz und weiss — es gibt ganz viel grau, hellgrau, dunkelgrau …

Alles Gute und schönen Tag
Christel