Mein Mann (40 Jahre) leidet seit 6 Jahren an chronische Lumbalgie, LWS-Degeneration (Osteochondrose und Spondylarthrose). Vor einem halben Jahr wurde ein breitbasiger Bandscheibenvorfall festgestellt mit starken schmerzhaften Auswirkungen auf das linke Bein. Eine weitere Untersuchung ergab, daß Nerven geschädigt sind. Der Hausarzt rät zur OP der Bandscheibe. Der Neurologe sagt, daß er sich nicht sicher ist, daß durch eine OP die Schmerzen im Bein behoben werden.
Mein Mann hat Angst vor einer Operation. Ist es sinnvoller, es erst einmal mit konservativen Maßnahmen zu versuchen. Konservative Maßnahmen haben jedoch bei der schon länger bekannten Lumbalgie/LWS-Degeneration nicht geholfen. Mein Mann bekommt seit etwa 3 Jahren nur noch Spritzen und Akkupunktur gegen die Schmerzen. Hat jemand ein ähnliches Krankheitsbild und kann einen Rat geben?
Und was heißt relative OP-Indikation?
Hallo Carmen
Ich weiß zwar nicht ob ich dir mit meinen erfahrungen helfen kann.
Ich hatte schon 2 Bandenscheiben Op´s.
Ich hatte weder ausfallserscheinungen noch ziehen in den Beinen oder in einem Bein.
Ich würde deinen Mann zu einer Op. raten, denn wenn die Nerven schon geschädigt sind ist da mit turnübungen und denn ganzen anderen physiklischen mitteln nichts mehr zu machen.
Lieber jetzt als das er Lähmungen bekommt und sich gar nicht mehr bewegen kann.
Bei mir war es jedesmal die selbe Bandscheibe die hervorgetreten
ist.
Aber man muß auch nach solch einer Op. sich an die Ärztlichen ratschläge halten.
Ich würde mir das wirklich noch überlegen, lieber möglicherweise schmerzen im Bein , als das Bein nicht mehr bewegen zu können
Liebe grüße
Sonja
Liebe Carmen,
auch ich meine, dass jetzt die Zeit zur OP gekommen ist. Sicher, es kann niemand vorher wissen, ob die OP zum gewünschten Erfolg führt. Das ist halt so. Andererseits aber haben die konservativen Therapieansätze der Neurologen eben nicht zum Erfolg geführt und die Gefahr, dass durch den Bandscheibenvorfall Lähmungen eintreten, ist für meinen Geschmack ein wenig zu groß.
Eigentlich wollte ich Dir nur noch sagen, was relative OP-Indikation bedeutet. Zunächst Indikation: Die Grundlage, wegen der man sich zu einer bestimmten Behandlungsform (hier chirurgisch) entscheidet.
Dann teilt man die OP-Indikationen in verschiedene Bereiche ein:
- absolut: es existiert kein anderes Therapieverfahren, man muss operieren.
- relativ: es gibt andere Therapieverfahren (weiterhin also bei Deinem Mann konservativ behandeln)
Daneben gibt es noch weitere Bereiche, die jetzt aber nicht wichtig sind.
Gruß
Claudia
Hallo Carmen, als ich die beiden anderen Antwortartikel gelesen habe dachte ich, ich sollte doch schnell mal antworten, ich bin überzeugt, meine Erfahrungen reichen für eine gute Beratung. Insgesamt ist in Bereich Bandscheibenoperationen die Tendenz zur Operation gestiegen, leider damit auch die Prozentzahl der erfolglos operierten. Soll heißen, bitte nicht gleich zum Messer greifen, auch wenn die Anamnese, d. h. Krankengeschichte schon drei Jahre geht.
Was wurde denn alles konservativ schon versucht? Pelose, Triggerpunktbehandlung, Rückenschule, Elektrotherapie, ist sicherlich alles gewesen?, Hoffentlich auch als komplexe Behandlung, nicht diesem Monat Pelose, nächsten Triggerpkt.Th.?
Ein Nervenschaden alleine reicht zur Indikationsstellung der Op nicht aus. die neuesten Statistiken, großteils aus Amerika, wo sie eher zurückhaltender geworden sind mit OPs, belegen, daß es keine klare Anzeige zu OP oder gegen gibt.
Wichtig ist, und daß betone ich immer wieder, daß der Patient, wie daß tägliche Zähneputzen, seine regelmäßigen Übungen zur physiologischen Rückenbenutzung durch führt. Operation wirklich nur als allerletze Maßnahme.
Für weitere Fragen stehe ich jederzeit per mail zur Verfügung.
Gruß dorothée
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Liebe Dorothée
Ich weiß ja nicht was du studiert hast oder welchen Beruf du ausübst.
Aber ich glaube wenn man alles nur aus theorien kennt kann man
sich warscheindlich kaum in den Patienten hinein fühlen, geschweigedem , was die Amerikaner nciht schon alles bewiesen haben.
Eine Bandscheibe die auf die Nerven drückt und der Neurologe der meinung ist das es besser ist zu Op., dann würde ich das beführworten.
Ihr müßt das einmal alles selber haben um noch weitere theraphie vorzuschlagen , auch wenn es sehr nett gemeint ist.
Doch bevor ich warte das meine Beine taub werden oder ich die Schmerzen nicht ertragen kann , dann würde ich die Op. bevorziehen.
Ich möchte dich nicht beleidigen oder angreifen, aber ich denke da eben anders darüber, auch aus eigener erfahrung und aus erfahrung aus meinen zahlreichen Krankenhaus aufenthalten
liebe grüße
Sonja
Hallo Sonja, ich habe meine Erfahrungen berichtet, nicht nur Theorien nieder geschrieben, und bin der Meinung, daß ein schmerzhafter Zustand nach einer Op, wie er leider in 20% nach Op’ auftritt, wesentlich schwerer zu ertragen ist, frag daßs bitte alle erfolglos operierten Patienten, und daß zunächst, wie ich es ausdrücklich betont habe die konservative Schien volständig ausgeschöpft werden sollte. Jedem Patienten mit Bandscheibenleiden wünsche ich einen NEUROCHIRURGEN!!!, der nicht gleich zum Messer greift, den daß ist nie wieder gut zu machen. Also erst nicht operativ, meine Erfahrunge sind da scho ausreichend. Und ich glaube jedem Patienten, der Schmerzen hat, wie unerträglich diese sind, aber es ist schlimmer zu sagen, man kann nichts mehr operativ tun, als vorher mit konservativen Maßnahmen erträgliche zuständer erzilet zu haben und die OP wirklich als allerletztes Mittel einsetzten muß!
Gruß Dorothée
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