Was ist Homosexualität?

Kein Witz.
Liebe Mediziner, laßt Euch doch bitte mal vom medizinischen Standpunkt zu dieser Frage aus.
Bin sehr gespannt,
zyrano

Auch wenn es Homosexuelle nicht gerne hören: Es ist auf jeden Fall unnormal. Sex dient zur Fortpflanzung. Die Natur hat die geschlechtliche Fortpflanzung „erfunden“, damit die Lebewesen sich perfektionieren. (Die besten/stabilsten Gene von Frau und Mann ergeben ein etwas „optimiertes“ Kind, zumindest meistens). Erst wenn die Natur „der Meinung ist“, wir sind perfekt, wird auch Sterblichkeit und Fortpflanzung unnötig.
Homosexualität führt jedoch nicht zur Fortpflanzung.

Erst wenn die Natur „der Meinung ist“,
wir sind perfekt, wird auch Sterblichkeit
und Fortpflanzung unnötig.

Das ist nicht ganz richtig. Fortpflanzung wuerde erst aufhoeren, wenn sie ein Nachteil fuer das Ueberleben der Art bewirkte. Da dies aber ein Widerspruch in sich ist, werden sich alle Spezies immer weiter fortpflanzen.

Kubi

Nope
Das nennt man den ‚teleologischen Fehlschluss‘.
Es ist schon verblüffend, wie schwer es offenbar ist, den Grundgedanken der Evolutionstheorie nicht misszuverstehen.
Just two principles:
1.Zufällige Mutationen (Überschreibungsfehler bei DNA-Weitergabe).
2. Verschiedene Fortpflanzungsraten der Mutationen gemäß Umweltbedingungen.
Keine Ziele, keine Zwecke (und ‚perfekt‘ gibt es auch nicht, da Umweltbedingungen sich verändern). -Das war der dicke Fehler.

Der kleine Fehler ist: Anzunehmen, das Homosexualität nicht der Fortpflanzung (hier: Weitergabe der eigenen Gene) dient. Tut sie (wahrscheinlich) doch. (Wen’s interessiert soll selber lesen, z.B. V.Sommer ‚Homosex - wider die Natur?‘)

Auch wenn es Homosexuelle nicht gerne
hören: Es ist auf jeden Fall unnormal.

Eine wissenschaftliche Aussage, die auf einem „normal“ oder „unnormal“ aufbaut muss zwangsläufig falsch sein.
„Normal“ ist einer aufgestellten Norm entsprechend. Wer stellt diese Norm auf? Die Heterosexuellen? Die Homosexuellen? Sind nun lange oder kurze Nasen normal?
Oder gar blonde, blauäugige Menschen?
Mit „normal“ kannst Du hier keine Punkte landen.

Ciao
Kaj

1 „Gefällt mir“

Auch wenn es Homosexuelle nicht gerne
hören: Es ist auf jeden Fall unnormal.
Sex dient zur Fortpflanzung. Die Natur
hat die geschlechtliche Fortpflanzung
„erfunden“, damit die Lebewesen sich
perfektionieren. (Die besten/stabilsten
Gene von Frau und Mann ergeben ein etwas
„optimiertes“ Kind, zumindest meistens).

Hallo Manfred, das meistens würde ich doch stark anzweifeln, braucht man nur die Augen offenzuhalten.
Interessanterweise diskutiert man gerade, ob Homosexualität genetisch bedingt ist, sollte sich das nachweisen lassen, fällt Deine These voll auf die Nase.
Laut Statistik sind bei den Frauen ca. 5% auschliesslich homosexuell, bei den Männern ca. 10%, dazu kommt noch eine ziemliche Anzahl Bi-veranlagter Personen, die kann man doch nicht alle als unnormal bezeichnen.
Ich denke, in der Liebe und beim Sex sollte alles erlaubt sein, was anderen nicht schadet.
Gruss
Rainer

Und die Erde…
…ist und bleibt eine Scheibe.

Zähneknirschenden Gruß,

Fabienne (bekennende Lesbe, i pfui!)

Warum?
Warum sagst Du das?
Was ist denn Deine Meinung?
Zudem: Ich habe noch keine wissenschaftliche Meinung gehört, nach es mich eigentlich verlangte, nur persönliche Statements, die kriege ich überall.
Immer noch neugierig…

Zyrano

Hallo,

Warum sagst Du das?
Was ist denn Deine Meinung?

Okay, meine Meinung ist aber auch nicht gerade wissenschaftlich. Die wirst Du auch nicht unbedingt kriegen, denn die sogenannten Gen-Theorien oder sonstiges halte ich für Quatsch.

Ich bin überzeugt, daß jeder Mensch, wenn er auf die Welt kommt, bisexuell veranlagt ist. Heterosexualität ist demnach eine Folge der Sozialisierung. Dafür werden mich jetzt sicher einige angreifen - egal. Natürlich dient homosexueller Geschlechtsverkehr nicht der Fortpflanzung. Aber ich denke, daß, wenn wir nicht von klein auf zu Mädchen mit rosa Kleidchen und Puppen respektive Jungen mit Matchbox-Autos und Auf-die-Bäume-klettern erzogen werden würden und in die entsprechenden Rollen gequetscht, dann gäbe es sicher ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Homo- und Heterosexualität - und die Menschen würden sich immer noch genug fortpflanzen.
By the way: wenn die Wissenschaftler tatsächlich irgendwann ein Gen finden würden, das für Homosexualität verantwortlich ist, was wollen sie dann machen? Gentests in der frühen Schwangerschaft mit der Möglichkeit, ein evtl. homosexuell veranlagtes Kind (weil beschädigtes Gen?) abzutreiben oder was?? Und wer sucht dann weiterhin nach dem Gen für Bisexualität und Transgender?

Fabienne

Servus!

Ich habe beobachtet, daß die meisten Hunde bisexuell sind. Wenn’s also bei den Hunden normal ist, warum nicht auch beim Menschen?

Servus
Herbert

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Ich denke die Ursachenforschung für Homosexualität ist noch nicht so weit, wissenschaftliche Aussagen machen zu können. Es können beinahe alle Untersuchungsergebnisse durch Anwendung einer anderen zulässigen Methode wieder widerlegt werden. Genauso schwierig ist es ja schließlich auch, die Ursachen für Heterosexualität zu finden.

Ich denke, egal welche Ursachen Homosexualität hat, es gibt sie nun mal und deshalb ist sie genauso legitim wie Heterosexualität. Oder sollten heterosexuelle Paare, die keine Kinder kriegen können auch verurteilt werden.

Noch ein kleiner Hinweis zu den Prozentsätzen: In den Untersuchungen die ich kenne wird von 10% Lesben gesprochen (Bisexuelle noch nicht inkludiert).

1 „Gefällt mir“