In Fällen, in denen ich stark unkonzentriert bin (und mich müde und schwach fühle), ist mir aufgefallen, daß meine optische Wahrnehmung 1. unschärfer wird und 2. der Blick zu „schweifen“ beginnt, d. h. obwohl ich wo hinschaue nehme ich z. B. nicht den Schriftzug wahr, auf den ich eigentlich schaue (d. h. ich lese ihn nicht, ich registriere ihn nur), und mit schweifendem Blick meine ich, daß ich, wenn ich versuche auf einen Punkt zu schauen, dies gar nicht möglich ist, da mein Blick umherwandert, und zwar ziemlich unkontrolliert.
Mich würde nun interessieren, ob das vielleicht mit Streßhormonen zusammenhängen könnte, da ich vor solchen Phasen körperliche Wahrnehmungen hatte, die ich als solche interpretieren würde (sich aber schwer beschreiben lassen - vielleicht ein Hitzegefühl?).
MfG und Dank für die Beantwortung
Sigurd
Zum einen: wenn man müde ist, ist es nicht sonderbar verwunderlich, dass die opt. Wahrnehmung einem einen Streich spielt. Ich weiß zwar nicht, ob du öfter zu wenig schläfst. Dann solltest du vielleicht deine Lebensweise ändern. Ich habe übrigens zumindest Probleme mit wenig Schlaf - ich komme abends manchmal einfach nicht ins Bett und ärgere mich dann, dass ich wieder so lange aufgeblieben bin und meinen Körper wieder strapaziert habe.
Wenn ich nun mal übermüdet bin, sehe ich bei schnellen Bewegungen einen Schweif an den Objekten oder es blitzt kurz vor meine Augen, wenn ich zwinkere.
Außerdem fällt es mir, auch wenn ich genügend Schlaf hatte, auch schwer, mit auf mehrere Ojekte zu konzentrieren, die klein und weit entfernt sind. Will ich z. B. die Balken eines entfernten Zaunes zählen, gelingt es mir oft nicht, da meine Optik leicht hin- und herwandert und ich dann logischerweise bei einer größeren Anzahl nicht mehr weiß, wo mein Auge gerade gewesen ist.
Ich hoffe, das hat dir ein wenig geholfen
Ajo