Psoriasis vulgaris

Hallo,

in meinem Bekanntenkreis ist jemand daran erkrankt (5 Jahre alt). Die Krankheit befindet sich zum Teil auch im Gesicht. Wer kann mir etwas darüber sagen, Hilfestellungen geben oder dergleichen. Es würden mich auch Informationen interessieren, die von der normalen Information meines Arztes/Schulmedizin abweichen.
Im Internet habe ich den Deutschen Psoriasis Bund gefunden. Ist der gut? Gibt es andere? Vor allem interessieren dabei Gruppen/ Vereine im Raum Gelsenkirchen (oder sonstiges Ruhrgebiet).
Für eure Antworten danke ich bereits im Voraus,

Wolfgang

Hallo Wolfgang,

mein Mann ist auch betroffen, daher kenne ich mich ein wenig aus.
Zum Deutschen Psoriasis Bund kann ich nur so viel sagen, dass wir zwar Mitglied sind, aber wirkliche Hilfe noch nicht gebraucht haben. Sofern man dort Mitglied ist, bekommt man regelmäßig das PSO-Magazin. Dort wird über Neuerungen in der Medizin oder Änderungen berichtet. Hier gibt es auch Informationen über Selbsthilfegruppen. Notfalls kann man selbst inserieren, dass man Kontakt sucht.

Zur eigentlichen Krankheit eine pauschale Aussage zu treffen ist sehr schwer. Was bei dem einen hilft, ist für den anderen schädlich. Leider ist es oft ein langer Weg bis man herausgefunden hat was hilft.

Ich kann ja mal aufschreiben, was wir so für Erfahrungen gemacht haben:

So wenig wie möglich baden, waschen oder duschen und möglichst nur mit klarem Wasser. Kortison ist ein gutes Mittel, aber ob es bei einem Kleinkind ratsam ist und dann auch noch im Gesicht kann ich nicht beurteilen. Außerdem tritt die Krankheit zu jeder Jahreszeit unterschiedlich auf. Schlimm ist der Frühling und Herbst, im Sommer und Winter hat man weniger Probleme. UV-Licht zeigt auch oft wenig Wirkung, zumal man es nur in begrenztem Maß einsetzten kann. Sauna löst die Schuppen gut. Anschließend gut einsalben, da nimmt die Haut das Medikament besser auf. Was gut hilft, bekommt man oft nur durch Zufall heraus.

Ich persönlich glaube ja etwas an Hexenkunst, konnte meinen Mann aber noch nicht dazu überreden mal zum Besprechen zu gehen. Trotzdem gibt es manchmal Erfolge.

Wir haben uns einige Bücher zugelegt von Prof. Meffert. Er praktiziert hier in Berlin und mein Mann war auch bei ihm in Behandlung. Es hat zwar die Krankheit auch nicht geheilt, aber es ist schon wichtig zu wissen, wie sie entsteht und sich entwickelt, welche Faktoren ein Rolle spielen wenn die Krankheit sich verschlimmert (z.B. Fettes Essen und Alkohol).

Trotzdem ist es wichtig einen Arzt zu haben der sich damit auskennt. Bei der Ärztekammer oder der Kassenärztlichen Vereinigung kann man erfragen, wo Spezialisten für dieses Gebiet praktizieren.

So, ich hoffe, ich konnte ein wenig helfen.

Susanne