Alu im Gewitter

Von: , Frage gestellt am Mo, 27. Dez 1999

Seid gegrüßt!

Vor Jahren haben wir uns ein Iglu-Zelt mit Alu-Stangen gekauft und seitdem überlegen wir bei jedem Gewitter, ob Alu den Blitz "anzieht" oder nicht. Oder bildet es eher einen Faradayschen Käfig?

Danke für evtl. Antworten.
Tschüß, die Katz

8 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde hilfreich
    Re: Alu im Gewitter

    Sei geblitzt!
    Na auf den Faradayschen Käfig würd ich mich nicht verlassen da wahrscheinlich weder das Alu stark genug bzw. dicht genug ist und den Ampere vom Blitz sicher nicht stand hält.
    Im Falle eines Einschlags wird der Blitz zuerst aufs Alu gehen aber das Alustängelchen wird Durchbrennen wie ein 12V lamperl am Drehstromnetz.
    so dann ist der Blitz aber da ( weil angezogen vom geerdetem Alu ), kann im Stangerl nicht weiter, wird sich aufteilen ein Teil geht als lichtbogen am verbrennenden Alu in die erde, andere teile werden auf die personen im Zelt überspringen
    selbst wenn das Alu dem Blitz standhielte
    ist es eben kein Käfig wie ein Drahtsieb oder Auto. das heißt der angelockte Blitz wird nicht am Stangerl schön brav in die Erde gleiten (beim Sieb könnte er nicht weit weg) sondern teile würden sich absondern und Menschen als Ableiter verwenden.
    Alu lockt wie jedes Metall den Bliz an. [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 2 Stunden hilfreich
      Seit wann das denn?

      Sei geblitzt!
      Na auf den Faradayschen Käfig würd ich
      mich nicht verlassen da wahrscheinlich
      weder das Alu stark genug bzw. dicht
      genug ist und den Ampere vom Blitz sicher
      nicht stand hält.
      Aeh ... bist Du sicher, dass Du das Prinzip des Faradayischen Kaefigs richtig verstanden hast? Wichtig waere, dass das Gestaenge isoliert -- mithin nicht geerdet -- ist. Dann koennte es bei hinreichender Stangendichte funktionieren. Denn es fliesst ja eben kein Strom, daher brennt auch nix durch. Es ist vielmehr eine Frage der Ladungsverteilung. Dann ist das Innere des Kaefigs Feldfrei, es gibt dort keine Potentialdifferenz und ergo keinen Strom durch eine Person, die sich zufaellig im Kaefig aufhaelt. Im Falle eines Einschlags wird der Blitz
      zuerst aufs Alu gehen aber das
      Alustängelchen wird Durchbrennen wie ein
      12V lamperl am Drehstromnetz.
      so dann ist der Blitz aber da ( weil
      angezogen vom geerdetem Alu ), kann im
      Stangerl nicht weiter, wird sich
      aufteilen ein Teil geht als lichtbogen am
      verbrennenden Alu in die erde, andere
      teile werden auf die personen im Zelt
      überspringen
      Also das halte ich fuer eine gewagte These! selbst wenn das Alu dem Blitz standhielte
      ist es eben kein Käfig wie ein Drahtsieb
      oder Auto. das heißt der angelockte Blitz
      wird nicht am Stangerl schön brav in die
      Erde gleiten (beim Sieb könnte er nicht
      weit weg)
      Das wuerde er beim F.K. eben auch nicht! Siehe oben. sondern teile würden sich
      absondern und Menschen als Ableiter
      verwenden.
      Alu lockt wie jedes Metall den Bliz an.

      Das ist so auch nicht haltbar. Es kommt darauf an, dass der Blitz sich den bequemsten Weg zum Potentialausgleich sucht. Da ist natuerlich eine hohe Aluminiumstange unter Umstaenden attraktiver, als ein Holfpfahl. Aber so ein Iglu-Zelt ist ja nicht gerade ein Fernsehturm. Wenn das Gelaende Hoehen und viele Baeume hat, dann ist man im Zelt vielleicht gar nicht so schlecht aufgehoben.

      Wenn ein Blitz einschlaegt (auch nur in der Naehe) besteht die Gefahr auch hauptsaechlich darin, dass man radial zum entstehenden Potentialtrichter steht. Von der Einschlagstelle aus entsteht kreisfoermig ein elektisches Feld. Wenn man mit den Fuessen innen und mit dem Kopf aussen liegt, dann fliesst ein nicht unerheblicher Strom, der toetlich sein kann.

      Besonders hart trifft es daher unsere vierbeinigen Freunde. Oefter kann man in der Zeitung lesen: "Blitz erschlug sechs Kuehe!". Das liegt dann daran, dass sie ungunestig standen. Vorderhufe auf hohem, Hinterhufe niedrigem Potential ... direkt eingeschlagen hat der Blitz natuerlich nicht in der Kuh!

      Ergo: Am besten auf einem Bein in die Hocke gehen, bis das Gewitter vorbei ist :-)

      Gruss


      Jens

      • Antwort von nach 2 Stunden hilfreich
        Re: Seit wann das denn?

        Sei geblitzt!
        Na auf den Faradayschen Käfig würd ich
        mich nicht verlassen da wahrscheinlich
        weder das Alu stark genug bzw. dicht
        genug ist und den Ampere vom Blitz sicher
        nicht stand hält.
        Aeh ... bist Du sicher, dass Du das
        Prinzip des Faradayischen Kaefigs richtig
        verstanden hast?
        Was hat ein am Boden stehendes Stangenzelt mit einem Faradayischen Käfig zu tun. weder ist es isolierbar(kunstoffmantel gegen 1000xxV??) noch ein Käfig, wodurch kein gleiches potential herschen wird. Gestaenge isoliert -- mithin nicht
        geerdet -- ist. Dann koennte
        Könnte.... ist das "Sicher" es bei
        hinreichender Stangendichte
        funktionieren. Denn es fliesst ja eben
        kein Strom,
        Dann braucht man auch keine Stangendichte daher brennt auch nix durch.
        Es ist vielmehr eine Frage der
        Ladungsverteilung. Dann ist das Innere
        des Kaefigs Feldfrei, es gibt dort keine
        Potentialdifferenz und ergo keinen Strom
        durch eine Person, die sich zufaellig im
        Kaefig aufhaelt.
        Nochmals ...welcher KÄFIG?????? Im Falle eines Einschlags wird der Blitz
        zuerst aufs Alu gehen aber das
        Alustängelchen wird Durchbrennen wie ein
        12V lamperl am Drehstromnetz.
        so dann ist der Blitz aber da ( weil
        angezogen vom geerdetem Alu ), kann im
        Stangerl nicht weiter, wird sich
        aufteilen ein Teil geht als lichtbogen am
        verbrennenden Alu in die erde, andere
        teile werden auf die personen im Zelt
        überspringen
        Also das halte ich fuer eine gewagte
        These!
        Hast du irgendeine Vorstellung was 1000000V
        bei 100000 Ampere und 50 cm. Abstand bedeuten (klar man kann glück haben und der Blitz ist schwächer) selbst wenn das Alu dem Blitz standhielte
        ist es eben kein Käfig wie ein Drahtsieb
        oder Auto. das heißt der angelockte Blitz
        wird nicht am Stangerl schön brav in die
        Erde gleiten (beim Sieb könnte er nicht
        weit weg)
        Das wuerde er beim F.K. eben auch nicht!
        Siehe oben.
        Nochmals es geht um ein Stangenzelt das am Boden steht und nicht um einen Käfig der in
        der Luft schwebt. sondern teile würden sich
        absondern und Menschen als Ableiter
        verwenden.
        Alu lockt wie jedes Metall den Bliz an.

        Das ist so auch nicht haltbar. Es kommt
        darauf an, dass der Blitz sich den
        bequemsten Weg zum Potentialausgleich
        sucht.
        Na sehr wohl ist ein Mensch ein guter Leiter
        Und anglockt wird der Blitz vom Alu weil hier das Potential nicht mehr der flächige Boden ist sondern die ca 120-150 cm. hohe Alustange einen punktförmigen Einschlagpunkt darstellt. Da ist natuerlich eine hohe
        Aluminiumstange unter Umstaenden
        attraktiver, als ein Holfpfahl. Aber so
        ein Iglu-Zelt ist ja nicht gerade ein
        Fernsehturm.

        Wenn das Gelaende Hoehen und
        viele Baeume hat,
        Richtig , wenn....
        wenn jemand aber so ein bischen eine Ahnung von den Eigenschaften eines Blitztes hat,
        wird er kaum obige Frage stellen. sondern wohl eher ein zelt mit fieberstangen aufstellen, oder überhaupt flach am Bodenliegend in einiger Entfernung von Baum
        lieber naß als tot das gewitter abwarten.
        wenn das Gelände flach ist vielleicht ein paar Stangen vom Zelt in einiger Entfernug aufstellen.

        :dann ist man im Zelt vielleicht gar nicht so schlecht
        aufgehoben.
        Wenn ein Blitz einschlaegt (auch nur in
        der Naehe) besteht die Gefahr auch
        hauptsaechlich darin, dass man radial zum
        entstehenden Potentialtrichter steht. Von
        der Einschlagstelle aus entsteht
        kreisfoermig ein elektisches Feld. Wenn
        man mit den Fuessen innen und mit dem
        Kopf aussen liegt, dann fliesst ein nicht
        unerheblicher Strom, der toetlich sein
        kann.
        na gut man weis ja jetzt wo der Blitz einschlagen wird und kann sich entsprechend hinlegen. Besonders hart trifft es daher unsere
        vierbeinigen Freunde. Oefter kann man in
        der Zeitung lesen: "Blitz erschlug sechs
        Kuehe!". Das liegt dann daran, dass sie
        ungunestig standen. Vorderhufe auf hohem,
        Hinterhufe niedrigem Potential ... direkt
        eingeschlagen hat der Blitz natuerlich
        nicht in der Kuh!

        Ergo: Am besten auf einem Bein in die
        Hocke gehen, bis das Gewitter vorbei ist
        wers aushält.
        aber vor schreck vom Blitz fällst dann eh um
        Gruss


        Jens

        • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
          Re^2: Seit wann das denn?

          [...] Was hat ein am Boden stehendes
          Stangenzelt mit einem Faradayischen Käfig
          zu tun. weder ist es
          isolierbar(kunstoffmantel gegen
          1000xxV??) noch ein Käfig, wodurch kein
          gleiches potential herschen wird.
          Mein Reden. Ich beziehe mich aber auf den FK, weil es mir da weiterhin mehr um das Prinzip ging. Gestaenge isoliert -- mithin nicht
          geerdet -- ist. Dann koennte
          Könnte.... ist das "Sicher" es bei
          hinreichender Stangendichte
          funktionieren. Denn es fliesst ja eben
          kein Strom,
          Dann braucht man auch keine Stangendichte
          Doch, damit eben das Innere Feldfrei (wenigstens naeherungsweise) ist. Denn das gilt streng genommen nur bei ganz geschlossenen Oberflaechen. daher brennt auch nix durch.
          Es ist vielmehr eine Frage der
          Ladungsverteilung. Dann ist das Innere
          des Kaefigs Feldfrei, es gibt dort keine
          Potentialdifferenz und ergo keinen Strom
          durch eine Person, die sich zufaellig im
          Kaefig aufhaelt.
          Nochmals ...welcher KÄFIG??????
          Es ist ein Beispiel!!! Es hat nichts mehr mit dem Zelt zu tun. Also das halte ich fuer eine gewagte
          These!
          Hast du irgendeine Vorstellung was
          1000000V
          bei 100000 Ampere und 50 cm. Abstand
          bedeuten (klar man kann glück haben und
          der Blitz ist schwächer)
          Daneben gestanden habe ich nocht nicht. Du? selbst wenn das Alu dem Blitz standhielte
          ist es eben kein Käfig wie ein Drahtsieb
          oder Auto. das heißt der angelockte Blitz
          wird nicht am Stangerl schön brav in die
          Erde gleiten (beim Sieb könnte er nicht
          weit weg)
          Das wuerde er beim F.K. eben auch nicht!
          Siehe oben.
          Nochmals es geht um ein Stangenzelt das
          am Boden steht und nicht um einen Käfig
          der in
          der Luft schwebt.
          Richtig richtig. Aber MIR ging es um den FK sondern teile würden sich
          absondern und Menschen als Ableiter
          verwenden.
          Alu lockt wie jedes Metall den Bliz an.

          Das ist so auch nicht haltbar. Es kommt
          darauf an, dass der Blitz sich den
          bequemsten Weg zum Potentialausgleich
          sucht.
          Na sehr wohl ist ein Mensch ein guter
          Leiter
          Und anglockt wird der Blitz vom Alu weil
          hier das Potential nicht mehr der
          flächige Boden ist sondern die ca 120-150
          cm. hohe Alustange einen punktförmigen
          Einschlagpunkt darstellt.
          Jo. Es sei denn, es gibt noch viel mehr solcher Einschlagpunkte die evtl. sogar hoeher liegen (siehe mein Beispiel weiter unten) Da ist natuerlich eine hohe
          Aluminiumstange unter Umstaenden
          attraktiver, als ein Holzpfahl. Aber so
          ein Iglu-Zelt ist ja nicht gerade ein
          Fernsehturm.

          Wenn das Gelaende Hoehen und
          viele Baeume hat,
          Richtig , wenn....
          wenn jemand aber so ein bischen eine
          Ahnung von den Eigenschaften eines
          Blitztes hat,
          wird er kaum obige Frage stellen. sondern
          wohl eher ein zelt mit fieberstangen
          aufstellen, oder überhaupt flach am
          Bodenliegend in einiger Entfernung von
          Baum
          uebrigens egal, welcher Baum. Weder Buchen noch Eichen sind da zu empfehlen :-) Siehe Bemerkung ueber Potentialtrichter. lieber naß als tot das gewitter abwarten.
          wenn das Gelände flach ist vielleicht ein
          paar Stangen vom Zelt in einiger
          Entfernug aufstellen.
          in grosser Entfernung!
          :dann ist man im Zelt vielleicht gar nicht so schlecht
          aufgehoben.
          Wenn ein Blitz einschlaegt (auch nur in
          der Naehe) besteht die Gefahr auch
          hauptsaechlich darin, dass man radial zum
          entstehenden Potentialtrichter steht. Von
          der Einschlagstelle aus entsteht
          kreisfoermig ein elektisches Feld. Wenn
          man mit den Fuessen innen und mit dem
          Kopf aussen liegt, dann fliesst ein nicht
          unerheblicher Strom, der toetlich sein
          kann.
          na gut man weis ja jetzt wo der Blitz
          einschlagen wird und kann sich
          entsprechend hinlegen.
          Ich moechte jedenfalls nicht radial im Potentialtrichter eines Blitzeinschlags liegen. Stehen schon eher ... Besonders hart trifft es daher unsere
          vierbeinigen Freunde. Oefter kann man in
          der Zeitung lesen: "Blitz erschlug sechs
          Kuehe!". Das liegt dann daran, dass sie
          ungunestig standen. Vorderhufe auf hohem,
          Hinterhufe niedrigem Potential ... direkt
          eingeschlagen hat der Blitz natuerlich
          nicht in der Kuh!

          Ergo: Am besten auf einem Bein in die
          Hocke gehen, bis das Gewitter vorbei ist
          wers aushält.
          aber vor schreck vom Blitz fällst dann eh
          um
          So isses. Also bleibt man bei Gewitter am besten zu Hause !

          Gruss & guten Rutsch,

          Jens

      • Antwort von nach 6 Stunden hilfreich
        Re: Seit wann das denn?

        Hallo,

        meines Wissens ist die Funktion eines FK nicht davon abhaengig, ob er geerdet ist oder nicht. Auch im Falle eines Stromflusses bleibt der FK im Inneren feldfrei. Sonst waere das Auto ja kein FK, da dort im Falle eines Blitzschlages trotz "Isolierung" ein Strom fliesst.
        Schliesslich ist es gerade die Verbesserung des Stromflusses, die das Metall fuer den Blitz so "verlockend" macht.
        Beim FK bleibt der Strom an der Oberflaeche.

        Gruss, Niels

        • Antwort von nach 14 Stunden hilfreich
          Re^2: Seit wann das denn?

          Richtig, nur im experiment hängt man ihn auf, damit die beobachter keinen schaden nehmen.
          außerdem erfüllt ja ein ganz normaler hausblitzableiter eine ähnliche funktion, indem der Blitz auch außen abgeleitet wird.
          das ist aber nicht vergleichbar mit einem Zelt.
          wird ein Blitzableiter falsch dimensioniert,
          dann bringt er auch (einmal) mehr schaden als nutzen. [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  2. Antwort von nach 16 Stunden hilfreich
    Re: Alu im Gewitter

    Es wird mit größter Sicherheit den Blitz anziehen.
    Damit ein Farady'scher Käfig wirken, kann, muss er halbwegs geschlossen sein (Autokarosserie) und Leiterquerschnitte aufweisen, die die üblichen Blitzströme übertragen können!
    Eine Störung des elektrischen Feldes durch einen linearen Leiter = Alu - Stangen eines Iglu - Zeltes wird immer den Blitz anziehen.

    Besser sind Glasfaser - Stangen für ein Iglu - Zelt. Die ziehen wenigstens keinen Blitz an. Dann seid ihr im Gewitter nur so gefährdet, als ob Ihr auf der Wiese sitzen würdet.

    Gruß

    Harald [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  3. Antwort von nach einem Tag hilfreich
    Danke.

    Als wir das Zelt gekauft haben, dachten wir nicht an Gewitter, sondern an die Last, die wir tragen müssen. Aber beim nächsten werden wir uns nun wohl doch lieber für Glasfieber entscheiden.

    Tschüß,
    die Katz

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