stetige Verzinsung

Von: , Frage gestellt am Mo, 10. Jan 2000

ich hab' da ein kleines Problem: es betrifft die Herleitung der Formel für die stetige Verzinsung oder Augenblicksverzinsung.
Also:
K sei das Kapital, p der Zinssatz und Z das "neue" Gesamtkapital.
Dann gilt:
Z=K(1+p/100)t
t sind Jahre
Bei Zinseszinsen geht das dann so:
Z=K(1+p/100)^t
Nun will ich Monate berechnen, nicht Jahre, also:
Z=K(1+p/(100*12))^(t*12)
wobei t wiederum Jahre sind;
Ich will aber nun nicht monatliche Verzinsung und auch nicht tägliche, sondern stetige(also in jedem auch noch so kleinen Zeitraum); wenn ich dann statt der 12 die Variable n einsetze und n gegen unendlich gehen lasse(also das Jahr in unendlich viele unendlich kleine Bruchstücke teile),
müßte es doch gehen?
Z=K(1+p/(100*n))^(t*n)
ACHTUNG, jetzt kommts:
ich erweitere mit (p*100)/(100*p):
Z=K(1+p/(100*n))^(p*100/p*100)*(t*n)
das forme ich um zu:
Z=K(1+p/(100*n))^(100*n/p)*(t*p/100)
nun lasse ich n gegen unendlich gehen:
der Term (1+p/(100*n)^(100*n/p) geht gegen die Eulersche Zahl e;
Ich kann also schreiben:
Z=K*e^(t*p/100)
Das ist die Formel für die Augenblicksverzinsung; aber was hindert mich daran im Erweiterungsschritt statt mit (p*100)/(100*p) mit zB (p*2)/(2*p) zu erweitern? Die Formel ist dann ganz anders, aber rein mathematisch wäre es doch richtig?

Wer kann mir helfen?

1 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 13 Stunden hilfreich
    Re: stetige Verzinsung

    ich hab' da ein kleines Problem: es
    betrifft die Herleitung der Formel für
    die stetige Verzinsung oder
    Augenblicksverzinsung.
    Also:
    K sei das Kapital, p der Zinssatz und Z
    das "neue" Gesamtkapital.
    Dann gilt:
    Z=K(1+p/100)t
    t sind Jahre
    Bei Zinseszinsen geht das dann so:
    Z=K(1+p/100)^t
    Nun will ich Monate berechnen, nicht
    Jahre, also:
    Z=K(1+p/(100*12))^(t*12)
    wobei t wiederum Jahre sind;
    Ich will aber nun nicht monatliche
    Verzinsung und auch nicht tägliche,
    sondern stetige(also in jedem auch noch
    so kleinen Zeitraum); wenn ich dann statt
    der 12 die Variable n einsetze und n
    gegen unendlich gehen lasse(also das Jahr
    in unendlich viele unendlich kleine
    Bruchstücke teile),
    müßte es doch gehen?
    Z=K(1+p/(100*n))^(t*n)
    ACHTUNG, jetzt kommts:
    ich erweitere mit (p*100)/(100*p):
    Z=K(1+p/(100*n))^(p*100/p*100)*(t*n)
    das forme ich um zu:
    Z=K(1+p/(100*n))^(100*n/p)*(t*p/100)
    nun lasse ich n gegen unendlich gehen:
    der Term (1+p/(100*n)^(100*n/p) geht
    gegen die Eulersche Zahl e;
    Ich kann also schreiben:
    Z=K*e^(t*p/100)
    Das ist die Formel für die
    Augenblicksverzinsung; aber was hindert
    mich daran im Erweiterungsschritt statt
    mit (p*100)/(100*p) mit zB (p*2)/(2*p) zu
    erweitern?
    Nichts. Die Formel ist dann ganz
    anders, aber rein mathematisch wäre es
    doch richtig?
    Klar, aber man erweitert ja gerade mit (p*100)/(100*p) um dann bei der Grenwertbildung (1+p/(100*n))^(100*n/p) gegen e ersetzen zu können. Würdest Du mit (p*2)/(2*p) erweitern, wäre dieser "Trick" nicht möglich und Du hättest Probleme den Grenzwert zu berechnen.
    Wer kann mir helfen?

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