statistikfrage (signifikanz)

Von: , Frage gestellt am So, 15. Sep 2002

hallo,
kann mir einer folgende statistikfrage beantworten?

ich habe zwei datenreihen von einer reihe von personen (daten sind metrisch, normalverteilt). also:

person 1 - meßwert a, meßwert b
person 2 - meßwert a, meßwert b
person 3 - meßwert a, meßwert b usw.

wie kann man das berechnen, ob ein mittelwertunterschied bei a und b signifikant ist?

ich benutze excel, kann man das damit berechnen? wenn ja, wie?
danke für eure hilfe
hbx

8 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 2 Stunden 0 hilfreich
    ergänzungsfrage

    hallo,
    ich habe gerade gesehen, dass nicht alle datenreihen normalverteilt sind wie a und b, also wie kann ich zB eine signifikanz (zB für die mittelwerte von d und e) nachweisen, wenn diese merkmale eine andere verteilungsform haben? wäre eine weitere frage.
    danke
    hbx

    • Antwort von nach einem Tag 2 hilfreich
      Re: ergänzungsfrage

      sobald eine von zwei (oder mehreren) Reihen nicht normalverteilt ist, mußt du nichtparametrisch testen.
      Zudem kommt es wieder darauf an, ob sie abh. sind oder nicht. Im ersteren Fall kannst du den Vorzeichentest oder den Wilcoxon-Vorzeichenrang-Test machen, letzterer hat aber den Nachteil, daß die Differenzen der Paare symmterisch sein müssen (also Schiefe nicht zu arg).
      Für unabh. Reihen kannst du den Mann-Whitney-U-Test oder den Mediantest verwenden - je nachdem, ob die Verteilungen ähnlich sind, oder nicht.
      Welche davon in Excel möglich sind, weiß ich aber nicht. Sonst mach es, wie Oliver vorgeschlagen hat und: Viel Spaß beim Tabellengucken.
      Recht gut in diesem Zusammenhang ist "Verteilungsfreie Methoden in der Biostatistik" von Bortz, Springer, 2000, da hättest du dann auch eine große Anzhal von Tabellen drin.

      Gruß
      Tyll

  2. Antwort von nach 17 Stunden 1 hilfreich
    Re: Statistische Tests für abhängige Stichproben

    Hallo!

    Wenn Du zwei normalverteilte Meßreihen vorliegen hast, die voneinander abhängig sind (z.B. wenn sie an den gleichen Personen erhoben wurden wie in Deinem Fall), dann kannst Du den t-Test für abhängige Stichproben benutzen.

    Wenn die Meßreihen nicht normalverteilt sind, dann gibt es mehrere nonparametrische Verfahren, die Du verwenden kannst. Zu nennen sind z.B. der Wilcoxon-Text und der Vorzeichen (Sign)-Test.

    Ob Du das mit Excel rechnen kannst, weiß ich nicht, da ich SPSS verwende. Schau doch einfach mal in einem Statistik-Buch nach, dann kannst Du die angegebenen Formeln benutzen und die Rechenarbeit per Computer durchführen.

    Freundliche Grüße,

    Oliver

    • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
      Tests für abhängige Stichproben in excel

      danke.
      der t-test für abh- stichproben ist in excel vorhanden.
      der wilcoxon leider nicht glaube ich.
      hbx

      • Antwort von nach einem Tag 1 hilfreich
        Re: Tests für abhängige Stichproben in excel

        der t-test für abh. stichproben ist in excel vorhanden.
        der wilcoxon leider nicht glaube ich.
        Macht auch nix. Wenn deine Datenreihen normalverteilt sind, dann ist der t-Test besser.

        Tyll

        • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
          danke und nachfrage

          danke nochmal.
          und noch eine nicht-mathematiker-frage hinterher:
          woher weiß ich eigentlich, dass daten normalverteilt sind?
          bei manchen sachen ist es ja bekannt, aber wennn nicht? was dann?

          bzw. was ich auch nicht weiß:
          muss ich diese verteilung in meiner stichprobe nachweisen (also an meinen daten), oder muss nur das merkmal in der in der gesamtpopulation gaussverteilt sein?

          sorry wenn euch die fragen albern vorkommen, ich kenne zwar das prinzip von signifikanztests ganz gut, kann sie mit excel (so vorhanden) auch berechnen und interpretieren, aber ich weiß halt immer nicht, welcher test richtig ist bzw. wie ich die voraussetzungen für den test definieren muss.

          danke
          hbx

          • Antwort von nach 3 Tagen 2 hilfreich
            Re: danke und nachfrage

            danke nochmal.
            und noch eine nicht-mathematiker-frage hinterher:
            woher weiß ich eigentlich, dass daten normalverteilt sind?
            bei manchen sachen ist es ja bekannt, aber wennn nicht? was
            dann?
            Bei den bekannten ist ein Umfang von mehr 50 in der regel ausreichend, um von einer Normalverteilung ausgehen zu können.
            Bei den unbekannten gibt es natürlich Tests, mit denen man nachprüfen kann, ob nur eine zufällige oder eine signifikante Abweichung von einer Normalverteilung vorliegt. Der bekannteste (und beste) ist der Kolmogoroff-Smirnov-(Anpassungs-)Test. Als Alternative gibt es den (Chi)²-Test. bzw. was ich auch nicht weiß:
            muss ich diese verteilung in meiner stichprobe nachweisen
            (also an meinen daten), oder muss nur das merkmal in der in
            der gesamtpopulation gaussverteilt sein?
            In den Daten. Also, die Stichprobe muß normalverteilt sein. wenn du aber weißt, daß dein Merkmal normalv. ist (wie z.B. Körpergröße) und hast eben mehr als 50 Werte, dann kannst du davon ausgehen, daß deine Stichprobe auch normalverteilt ist.



            sorry wenn euch die fragen albern vorkommen, ich kenne zwar
            das prinzip von signifikanztests ganz gut, kann sie mit excel
            (so vorhanden) auch berechnen und interpretieren, aber ich
            weiß halt immer nicht, welcher test richtig ist bzw. wie ich
            die voraussetzungen für den test definieren muss.
            Zur Testauswahl kann ich z.B.
            http://www.psych.uni-halle.de/~sven/baum.html
            empfehlen, ansonsten eben Statistik-Bücher.

            Gruß
            Tyll

            • Antwort von nach 4 Tagen 1 hilfreich
              danke,

              das hat mir sehr geholfen, und erspart mir erstmal die lektüre von statistikbüchern!!!
              hbx

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