Antwort von
nach 7 Tagen
hilfreich
Re^2: War c immer c?
Wenn ich mich recht erinnere, ergibt sich
c im Rahmen der Quantenelektrodynamik aus
der Kopplungsstärke der
elektromagnetischen Felder.
Das ist dann aber nicht die Lichtgeschwindigkeit, sondern die elektrische Elementarladung e=1.6E-19 As. Die Lichtgeschwindigkeit ist mit keiner Kopplungsstaerke speziell verbunden.
Diese wiederum ist im Rahmen der
(unbewiesenen) vereinheitlichten
Feldtheorien gekoppelt an die
Kopplungsstärke der übrigen
Feldkopplungen (schwach, stark,
Gravitation) und möglicherweise
zurückführbar auf eine einzige
Kopplungsstärke der Vereinheitlichten
Feldtheorie.
Die Kopplungsstärken sind nicht konstant,
sondern von der Energie abhängig, mit der
man eine Reaktion durchführt, aber
Hinweise auf eine zeitliche Abhängigkeit
hat man bislang nicht gefunden, da das
unter das Stichwort Dynamik fällt und die
Theorien selbst beschreiben ja die
Dynamik. Allerdings besteht ein
Zusammenhang zwischen Zeit und Energie,
aber dieser Zusammenhang war meines
Wissens nur Mikrosekundenbruchteile nach
Urknall wirksam.
Zeit und Energie sind sogenannte kanonisch konjugierte Groessen, d.h. aus der Tatsache, dass sich die Naturgesetze und die Naturkonstanten nicht zeitlich aendern, folgt die Energieerhaltung.
Sollte sich herausstellen, dass sich einige Naturkonstanten doch mit der Zeit aendern, gilt keine Energieerhaltung mehr - das hoert sich zwar schlimm an, aber mir faellt im Moment nichts ein, warum das wirklich so schlimm sein sollte.
Es gibt im Rahmen von Kosmologie
Überlegungen mit diesen Grundkonstanten
zu spielen in dem Sinn "wie sähe unser
Kosmos aus, wenn die Konstante um
soundsoviel Promille abweicht". Man ist
auf diese Weise auf das Anthropologische
Prinzip gekommen, weil es viele in diesem
Sinn denkbare Universen gibt, die kein
Leben hervorbringen können.
Hier sind die Naturkonstanten aber seit dem Urknall fest. Lediglich in anderen Universen koennen sie anders sein.
Bobok Semjon.