War c immer c?

Von: , Frage gestellt am Di, 15. Feb 2000

Ist es nach den heute herrschenden Standarttheorien möglich, daß sich die Lichtgeschwindigkeit im Laufe der Jahrmilliarden verändert hat? Also beispielsweise seit dem Urknall von 0 auf 300.000 Km/s angewachsen ist, oder früher größer war als heute?
Oder ist die Lichtgeschwindigkeit eine Größe, die nicht verändert werden kann, ohne das ganze physikalisch-mathematische Weltbild zum Einsturz zu bringen?
Gruß Klaus.

5 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
    Re: War c immer c?

    Tach ihr Wissensgeier

    Soviel wie ich aus Einsteins Theorien weiß, ist die Lichtgeschwindigkeit die einzig Konstante die in der Physik, Biologie und Chemie konstant ist und bleibt.
    Ich nehme an das die Geschwindigkeit des Lichtes sich sofort wärend des Urknalls als auch danach geprägt hat und zwar in der Form wie wir sie heute kennen.

    Tschau Mathe [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  2. Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
    Re: War c immer c?

    Meine Meinung:

    c ist wahrscheinlich so etwas wie ein "determinierender Faktor" der ganzen Physik bzw. der Ausdruck eines solchen determinierenden Faktors. Würde sich c ändern, würden sich alle anderen physikalischen Grössen vermutlich mitverändern, und zwar gerade so, dass die Veränderung von c nicht bemerkt wird und auch nicht nachweisbar wäre. Eine Veränderung von c könnte demnach nur von Beobachtern bemerkt und nachgewiesen werden, die sich ausserhalb unserer Physik befinden.

    Torsten

    • Antwort von nach 7 Tagen hilfreich
      Wäre es möglich das....???

      ICh bin zwar ein wissensachaftlicher Anfänger, interessiere mich aber sehr dafür.
      Nur mal eine Frage! Soweit ich weiß ist c ja eine Universalkonstante, nach der sich alles richtet. Wäre es dann nicht eine Logische Erklärung, das vor dem Urknall die Lichtgeschwindigkeit einfach NULL war (was weitreichende Folgen hätte) und der Urknall nur eine Plötzliche Vergrößerung der GEschwindigkeit ist und sich seit dem das Universum mit Lichtgeschwindigkeit ausbreitet. ICh wäre über eine Antwort sehr erfreut. aber bitte nicht alzu kompliziert. Danke.
      Max

  3. Antwort von nach 3 Tagen hilfreich
    Re: War c immer c?

    Hallole

    Leider kann ich Dir nur eine Andeutung geben, ist einfach zu lange her, aber vielleicht können andere die Idee aufgreifen.

    Wenn ich mich recht erinnere, ergibt sich c im Rahmen der Quantenelektrodynamik aus der Kopplungsstärke der elektromagnetischen Felder.

    Diese wiederum ist im Rahmen der (unbewiesenen) vereinheitlichten Feldtheorien gekoppelt an die Kopplungsstärke der übrigen Feldkopplungen (schwach, stark, Gravitation) und möglicherweise zurückführbar auf eine einzige Kopplungsstärke der Vereinheitlichten Feldtheorie.

    Die Kopplungsstärken sind nicht konstant, sondern von der Energie abhängig, mit der man eine Reaktion durchführt, aber Hinweise auf eine zeitliche Abhängigkeit hat man bislang nicht gefunden, da das unter das Stichwort Dynamik fällt und die Theorien selbst beschreiben ja die Dynamik. Allerdings besteht ein Zusammenhang zwischen Zeit und Energie, aber dieser Zusammenhang war meines Wissens nur Mikrosekundenbruchteile nach Urknall wirksam.

    Es gibt im Rahmen von Kosmologie Überlegungen mit diesen Grundkonstanten zu spielen in dem Sinn "wie sähe unser Kosmos aus, wenn die Konstante um soundsoviel Promille abweicht". Man ist auf diese Weise auf das Anthropologische Prinzip gekommen, weil es viele in diesem Sinn denkbare Universen gibt, die kein Leben hervorbringen können.

    Gruß
    Thomas

    • Antwort von nach 7 Tagen hilfreich
      Re^2: War c immer c?

      Wenn ich mich recht erinnere, ergibt sich
      c im Rahmen der Quantenelektrodynamik aus
      der Kopplungsstärke der
      elektromagnetischen Felder.
      Das ist dann aber nicht die Lichtgeschwindigkeit, sondern die elektrische Elementarladung e=1.6E-19 As. Die Lichtgeschwindigkeit ist mit keiner Kopplungsstaerke speziell verbunden. Diese wiederum ist im Rahmen der
      (unbewiesenen) vereinheitlichten
      Feldtheorien gekoppelt an die
      Kopplungsstärke der übrigen
      Feldkopplungen (schwach, stark,
      Gravitation) und möglicherweise
      zurückführbar auf eine einzige
      Kopplungsstärke der Vereinheitlichten
      Feldtheorie.

      Die Kopplungsstärken sind nicht konstant,
      sondern von der Energie abhängig, mit der
      man eine Reaktion durchführt, aber
      Hinweise auf eine zeitliche Abhängigkeit
      hat man bislang nicht gefunden, da das
      unter das Stichwort Dynamik fällt und die
      Theorien selbst beschreiben ja die
      Dynamik. Allerdings besteht ein
      Zusammenhang zwischen Zeit und Energie,
      aber dieser Zusammenhang war meines
      Wissens nur Mikrosekundenbruchteile nach
      Urknall wirksam.
      Zeit und Energie sind sogenannte kanonisch konjugierte Groessen, d.h. aus der Tatsache, dass sich die Naturgesetze und die Naturkonstanten nicht zeitlich aendern, folgt die Energieerhaltung.
      Sollte sich herausstellen, dass sich einige Naturkonstanten doch mit der Zeit aendern, gilt keine Energieerhaltung mehr - das hoert sich zwar schlimm an, aber mir faellt im Moment nichts ein, warum das wirklich so schlimm sein sollte. Es gibt im Rahmen von Kosmologie
      Überlegungen mit diesen Grundkonstanten
      zu spielen in dem Sinn "wie sähe unser
      Kosmos aus, wenn die Konstante um
      soundsoviel Promille abweicht". Man ist
      auf diese Weise auf das Anthropologische
      Prinzip gekommen, weil es viele in diesem
      Sinn denkbare Universen gibt, die kein
      Leben hervorbringen können.
      Hier sind die Naturkonstanten aber seit dem Urknall fest. Lediglich in anderen Universen koennen sie anders sein.

      Bobok Semjon.

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