Mathematisch korrekt ????

Von: , Frage gestellt am So, 5. Mär 2000

hallo,
brauche info`s, WARUM die u.a. Berechnung mathematisch falsch ist ! Wer kann helfen.
Schulnotenberechung und Prozentuale Abweichung:

1998 1999 Abweichung
2,50 3,00 -20,0000%
2,00 2,50 -25,0000%
bei Mittelwert-Berechung
2,25 2,75 -22,5000% = FALSCH

-22,2222% = RICHTIG
Wer kann und moechte weiterhelfen.
many thanks stefan

10 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 2 Stunden hilfreich
    Re: Mathematisch korrekt ????

    Du hast Probleme!

    1998 1999 Abweichung
    2,50 3,00 (2,5-3)/2,5 = -0,2 = -20,0000%
    2,00 2,50 (2-2,5)/2 = -0,25 = -25,0000%
    bei Mittelwert-Berechung
    2,25 2,75 (2,25-2,75)/2,25 = -0,22 = -22,2222%


    Mit welcher Rechnung bist Du denn auf -22,5% gekommen?

    • Antwort von nach 2 Stunden hilfreich
      Re^2: Mathematisch korrekt ????

      hallo,
      ich hab nicht das problem ! jemand versucht mir zu sagen, dass er den MITTELWERT der prozentualen abweichung berechnen darf ... und der kommt dann auf -22,5 !
      alles klar ?
      nach meinem mathematischen verstaendnis darf man nicht den mittelwert (x+y/2) berechnen .
      richtig ? ja !?
      stefan [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

      • Antwort von nach 4 Stunden hilfreich
        Re^3: Mathematisch korrekt ????

        nach meinem mathematischen verstaendnis
        darf man nicht den mittelwert (x+y/2)
        berechnen .
        Hi Stefan,

        ...und nach meinem mathematischen Verständnis ist die Berechnung von prozentualen Abweichungen bei Schulnoten bereits - Entschuldigung - völliger Humbug. Angenommen jemand erzielt in einem Test eine 1.0, später in einem zweiten eine 2.0. Du kannst dann zwar eine Abweichung der zweiten Note gegenüber der ersten von 100 % ausrechnen, aber was soll das aussagen? Um eine 1.0 zu bekommen, braucht man 100 % des "Maximalwissens", um eine 2.0 zu bekommen, reichen aber noch 80 % des Maximalwissens. Das Wäre eine relative Abweichung im Wissensvolumen von (-)20 %. Eine 4.0 erreicht man mit wenigstens 50 % des Maximalwissens; eine 6.0 bekommt man (auch), wenn man "Null" weiss.
        Gegen Null kannst Du aber überhaupt keine relative Abweichung berechnen, da eine Division durch Null ja nicht definiert ist. Die Abweichung von 4.0 zu 6.0 ist aber 33 %... ?????????

        Fazit: Mach Dir klar, daß relative Notenabweichungen Unsinn sind, und laß diesen bleiben. Sinn macht nur die Mittelwertbildung.

        Bitte nicht böse sein wegen der deutlichen Worte ;-).

        Mit freundlichem Gruß
        Martin

        • Antwort von nach 8 Stunden hilfreich
          Schulnoten: Ordinalskalenniveau!!

          es gibt sogar noch einen Grund, warum bei Schulnoten überhaupt kein arithmetisches Mittel gebildet werden darf: Das Skalenniveau.
          Es ist nämlich an dem, dass z.B. der Abstand von einer 6 zu einer 5 nicht gleich groß ist dem Abstand zwischen einer 2 und einer 1. Folglich sagen die Noten nur etwas aus über die Rangfolge (A ist besser als B). Als Mittenbestimmung ist nur der Modalwert (der am häufigsten auftritt) und der Medianwert (über- und unter dem gleich viele Fälle liegen).

          So, und wenn du kein AM bilden darfst, darfst du auch die Abweichung davon nicht bilden.

          Gruß
          S_

          • Antwort von nach 9 Stunden hilfreich
            Re: Schulnoten: Ordinalskalenniveau!!

            hallo stefan,
            mit verlaub: aber das habe ich wirklich nicht verstanden. gib mir doch bitte noch einen kleinen tipp, wo ich evtl. noch etwas ueber den skaleneffekt nachlesen kann.
            das klingt sehr interessant (wirklich), aber ich mit meinem kleinen hirn hab es nicht kapiert .
            waere klasse, wenn du mir antworten kannst
            danke im voraus
            stefan [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

            • Antwort von nach 22 Stunden hilfreich
              Skalenniveau

              hallo stefan,
              selber! gib mir doch bitte noch
              einen kleinen tipp, wo ich evtl. noch
              etwas ueber den skaleneffekt nachlesen
              kann.
              z.B. hier:
              Bortz, J. (1984). Lehrbuch der empirischen Forschung. Berlin: Springer.
              darin das Kapitel über Messen S. 43ff.

              Sicher auch in vielen vielen anderen Statistikbüchern! Vielleicht ganz kurz und grob unter Auslassung der Feinheiten:
              Das niederste Skalenniveau ist das Nominalskalenniveau: rein willkürliche Zuordnung von Zahlen zu Eigenschaften (z.B. Trikotnummern auf Fußballern, Kontonummern u.Ä.). An Zusammenfassung ist nur Zählen (=Häufigkeit) erlaubt.
              Das nächste Niveau ist das angesprochene Ordinalskalenniveau: das erlaubt Aussagen über eine Reihung (z. B. Tabellenplatz einer Fußballmannschaft oder eben auch Schulnoten). Zwischenwerte, wie 1,5. Platz machen wenig (=keinen) Sinn. Auch den durchschnittlichen Tabellenplatz auszurechen, hmmm...
              Das höchste (das mit dem alle möglichen zusammenfassungen gerechnet werden dürfen ist das Intervallskalenniveau: "Eine Skala, bei der gleiche Zahlendifferenzen auch gleiche Merkmalsdifferenzen repräsentieren" (Bortz, S. 44) Zu deutsch am Beispiel: Lebensalter: denk dir drei Personen A(3 Jahre alt), B(5 Jahre alt) und C(7 Jahre alt);nicht sehr fern wäre es, den Personen A die 3, B die 5 und C die 7 zuzuordnen. Der Abstand zwischen A und B und zwischen B und C ist in deinen Zahlen gleich (nämlich 2) und in der Merkmalsausprägung auch (nämlich auch jeweils 2), also Intervallskalenniveau. Klar? Und bei den Schulnoten gilt eben genau das nicht! Der Unterschied von einer 5 zur 6 ist nicht die gleiche "Merkmalsdifferenz" wie zwischen einer 1 und einer 2.

              *puhetwasausseratem*
              Gruß
              Stefan_

            • Antwort von nach einem Tag hilfreich
              Re: Skalenniveau

              (Bortz, S. 44) Zu deutsch am Beispiel:
              Lebensalter: denk dir drei Personen A(3
              Jahre alt), B(5 Jahre alt) und C(7 Jahre
              alt);nicht sehr fern wäre es, den
              Personen A die 3, B die 5 und C die 7
              zuzuordnen. Der Abstand zwischen A und B
              und zwischen B und C ist in deinen Zahlen
              gleich (nämlich 2) und in der
              Merkmalsausprägung auch (nämlich auch
              jeweils 2), also Intervallskalenniveau.
              Klar? Und bei den Schulnoten gilt eben
              genau das nicht! Der Unterschied von
              einer 5 zur 6 ist nicht die gleiche
              "Merkmalsdifferenz" wie zwischen einer 1
              und einer 2.
              Hier kannst eben auch schön beweisen, dass es keinen Sinn machen kann den "Wissensunterschied" mit 2 Jahren zwischen B und C, ohne das Alter von B oder C zu nennen, anzugeben.
              Der "Wissensunterschied" zwischen A und B ist sicher nicht der Gleiche wie zwischen B und C.

              MfG Peter(TOO)

            • Antwort von nach einem Tag hilfreich
              Re^2: Skalenniveau

              Der "Wissensunterschied" zwischen A und B
              ist sicher nicht der Gleiche wie zwischen
              B und C.
              Nur um sicher zu gehen: Du gibst mir schon Recht, oder? Weil in meinem Beispiel mit den Personen A, B und C war ja nur vom Alter und nicht von sonstigen Merkmalen, wie Wissen die Rede.

              Gruß
              S_

            • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
              Re^3: Skalenniveau

              Der "Wissensunterschied" zwischen A und B
              ist sicher nicht der Gleiche wie zwischen
              B und C.
              Nur um sicher zu gehen: Du gibst mir
              schon Recht, oder?
              Genau 100% Weil in meinem
              Beispiel mit den Personen A, B und C war
              ja nur vom Alter und nicht von sonstigen
              Merkmalen, wie Wissen die Rede.
              Eben und damit kann man eben veranschaulichen, dass es keine lineare Beziehung zwischen Wissen und Alter gibt, (in jungen Jahren nimmt das Wissen, normalerweise, schnell zu und im Alter nimmt es sogar ab) und somit ist es nicht zulässig irgenwelche %-Werte der Alters-Skala direkt auf die Wissenskale zu übertragen.

              MfG Peter(TOO)



Keine passende Antwort gefunden? Jetzt eigene Frage stellen!