Hallo Irene,
Ich hätte ein mathematisches, bzw. physikalisches Problem:
Ich muss beim Einstellen des Fahrradcomputers den Radius des
Reifens eingeben. Wenn ich mich nun auf das Rad setze und der
Reifen zusammengedrückt wird, hat das einen Einfluss auf die
Strecke die gemessen wird?
Genauer gesagt, gibt es (zumindest theoretisch) einen
Unterschied ob ich das Rad schiebe oder damit fahre?
Ja. Der Unterschied kann schon einen halben Zentimeter betragen, je nach Reifen bis Reifendruck halt von 1mm bis 1cm. Alles was mehr ist, ist bereits ein Platten. Waere der Radius von der Radnabe bis zum Reifen ohne Fahrer 1 m, so waere bei einer Belastung mit Fahrer und mit besagter Eindrueckung des Reifens von einem ganzen Zentimeter, so waere der Unterschied im Umfang halt:
(100-1)/100, sprich 0.99
Umfang=2*Pi*r
Du wuerdest also Deine Geschwindigkeit und die Laenge der gefahrenen Strecke um 1 Prozent verfaelschen bei einer Eindellung unter Fahrerbelastung von 1cm. Fast schon marginal selbst bei solch einer starken Eindellung.
Das ist damit auch ein Einwand auf den Artikel von Roland. Da gleicht sich nichts aus.
Wenn Du selbst dieses noch ausschalten willst, so empfehle ich Dir folgendes:
Nehme etwas weisse Farbe und tupfe sie auf einen Stelle Deines Rades, nachdem Du gewuenschten Luftdruck auf den Reifen gebracht hast. Fahre dann auf dem Fahrrad entlang einer geraden Linie, die Du irgendwo auf dem Buergersteig oder sonstwie finden wirst. Messe die Laenge von Punkt zu Punkt auf dem Buergersteig, Du kannst auch ueber mehrere Punkte mitteln, das ist immer besser (mitteln). Dann erhaelst Du den Umfang, teile dieses durch 2*Pi und schon hast Du einen genaueren Umfang unter realen Belastungsbedingungen. So habe ich es gemacht, als ich meine Laufstrecken mit dem Fahrrad ausgemessen habe.
viele Gruesse, Peter