Zeitreisen

Von: , Frage gestellt am Mo, 22. Sep 2003
hallo,

hier war vor kurzen eine Diskussion, um schwarze Löcher und unter anderm auch um die Möglichkeit oder Unmöglichkeit von Zeitreisen.
Dazu hab ich grad noch einen kleinen Artikel gefunden:
http://www.wissenschaft.de/wissen/news/228536

Grüßle,
Sandra

27 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von (abgemeldet) nach 16 Minuten 0 hilfreich
    Re: Zeit
    Hallo Sandra,

    Auszug:
    "Insbesondere Reisen in die Vergangenheit würden die eindeutige Reihenfolge von Ursache und Wirkung durcheinanderbringen...."

    Kausalität ist kein Beleg für Determinismus. Frag dazu bitte Thomas Miller, bin zu faul :-)
    Wenn sich die Physiker nicht mal langsam mit Philosophie beschäftigen, kommt da immer größrerer Blödsinn dabei raus.
    Meine Determinismuslösung lässt Zeireisen garnicht zu, weil das nur durch den veralteten Zeitbegriff von Kant möglich ist, den auch Einstein verwendet hat. Es gibt keine "Zeit" in diesem Sinne, als ursächliche Größe. Zeit ist Wirkung eines Ablaufes, nicht Ursache (selbst so gemessen) und damit relativ, nie exakt bestimmbar!
    zum nachdenken:
    http://kds-nano.dyndns.biz/physik-live/physik/Zeitbe...

    Gruß
    Frank
    • Antwort von (abgemeldet) nach 58 Minuten 0 hilfreich
      *kopfschüttel*
      Hallo Frank,

      wenn du schon auf mich verweist, dann bitte richtig ... "Insbesondere Reisen in die Vergangenheit würden die eindeutige
      Reihenfolge von Ursache und Wirkung durcheinanderbringen...."
      Bei dieser "Vertauschung" handelt es sich ja gar nicht um philosophische Prinzipien - da bringst du selbst wieder einiges durcheinander: Vertauscht würde ja aus physikalischer Sicht nur die Reihenfolge in der Zeit. Es würde also nicht Ursache und Wirkung als Prinzip vertauscht, sondern es würde zu realen Paradoxien kommen - und das ist unmöglich.

      Herzliche Grüße

      Thomas Miller
      • Antwort von (abgemeldet) nach einer Stunde 0 hilfreich
        Re: *kopfschüttel*
        Hallo Frank,

        wenn du schon auf mich verweist, dann bitte richtig ... "Insbesondere Reisen in die Vergangenheit würden die eindeutige
        Reihenfolge von Ursache und Wirkung durcheinanderbringen...."
        Bei dieser "Vertauschung" handelt es sich ja gar nicht um
        philosophische Prinzipien - da bringst du selbst wieder
        einiges durcheinander: Vertauscht würde ja aus physikalischer
        Sicht nur die Reihenfolge in der Zeit. Es würde also nicht
        Ursache und Wirkung als Prinzip vertauscht, sondern es würde
        zu realen Paradoxien kommen - und das ist unmöglich.
        Was bringe ich da durcheinander?? Von Prinzipen habe ich nichts geschrieben, das kommt von dir.
        Selbstverständlich würde die Kausalität gedreht. Nur solltest du schon mal genau erklären, welchen Zeitbegriff du wie definierst und wo der gültig ist. Ich vermute, du benutzt immernoch den unhaltbaren von Kant, oder?

        Gruß
        Frank
        • Antwort von (abgemeldet) nach einer Stunde 0 hilfreich
          Re^2: *kopfschüttel*
          Hallo Frank, Nur solltest du schon mal genau erklären, welchen Zeitbegriff du wie
          definierst und wo der gültig ist. Ich vermute, du benutzt
          immernoch den unhaltbaren von Kant, oder?
          wenn du ihn nicht halten kannst ..., ich schon. :-)

          Herzliche Grüße

          Thomas Miller
        • Antwort von nach 23 Stunden 0 hilfreich
          Äh, was ist denn ....

          Was ist denn der Zeitbegriff Kants?
          Und warum ist der unhaltbar?
          Gibts auch andere Zeitbegriffe?

          Fragt

          Ratz
          • Antwort von (abgemeldet) nach einem Tag 0 hilfreich
            Re: Kant und Zeit

            Was ist denn der Zeitbegriff Kants?
            Kant als Agnostiker hat für sich so festgelegt, des es ihn nicht interessiert, ob die Welt determiniert ist. Resultierend aus dieser Verweigerung hat er kurzerhand axiomiert. Er hat die Begriffe Raum und Zeit als a priori festgelegt.
            Sie sind aber beide so nicht haltbar. Zeit ist beispielsweise keine Ursache a priori, sondern lediglich die Wirkung einer Bewegung. Anders kann sie nicht erfasst werden (lässt sich auch math. ableiten). Und warum ist der unhaltbar?
            Gibts auch andere Zeitbegriffe?
            Den historischen. Eine universelle Gleichzeitigkeit. In der Quantenphysik wird er benutzt, Kants Uhrzeit in der ART & Co.
            In der Quantenphysik ist eine Uhrzeit eigentlich Nonsens, wird aber zur Darstellung benutzt.
            http://kds-nano.dyndns.biz/physik-live/physik/Zeitbe... Die Darstellung oist zugegebenermassen nicht die günstigste. Hoffe, es kommt inhaltlich rüber.

            Gruß
            Frank
            • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
              Re^2: Kant und Zeit
              Hallo Frank Sie sind aber beide so nicht haltbar. Zeit ist beispielsweise
              keine Ursache a priori, sondern lediglich die Wirkung einer
              Bewegung. Anders kann sie nicht erfasst werden (lässt sich
              auch math. ableiten).
              Moment, der Begriff Bewegung kann doch nur definiert werden, wenn man so etwas wie Zeit hat, sonst könnte man ja (z.B.) x(t) und x(t+dt) (oder auch Wellenfunktionen zu verschiedenen Zeiten) nicht in Beziehung bringen.

              Wenn Du Zeit als Wirkung von Bewegung definierst, Bewegung aber mit Hilfe der Zeit, dann riecht mir das nach einem Zirkelschluss.

              Oder?

              Gruss
              Thomas
            • Antwort von (abgemeldet) nach einem Tag 0 hilfreich
              Re^3: Kant und Zeit
              Hallo Thomas, Moment, der Begriff Bewegung kann doch nur definiert werden,
              wenn man so etwas wie Zeit hat, sonst könnte man ja (z.B.)
              x(t) und x(t+dt) (oder auch Wellenfunktionen zu verschiedenen
              Zeiten) nicht in Beziehung bringen.
              So machen wir das, ist aber nur eine Form der Darstellung. Prinzipiell darf ich auch sagen t=dx/dv, was es wohl am ehesten trifft. Wenn Du Zeit als Wirkung von Bewegung definierst, Bewegung
              aber mit Hilfe der Zeit, dann riecht mir das nach einem
              Zirkelschluss.

              Oder?
              Du irrst. Philosophisch muss ich Bewegung als Daseinsweise der Materie wohl stehen lassen. Lass dich nicht von Begriffen verwirren, v(m/s) ist nur eine Darstellungsweise, keine Aussage über Kausalität oder gar Determiniertheit.
              Da allerdings einiges an verschiedenen Philosophien in die Physik eingeflossen ist, ist sie momentan eh das reinste Wirrwarr. Es existieren nachweislich Betrachtungsweisen aus verschiedenen Blickwinkeln, über grundlegende Zusammenhänge wurde wenig nachgedacht.
              Mathematisch ist die Welt nicht vollständig darzustellen, da es Axiome gibt. Der Zufall fehlt völlig.

              Gruß
              Frank
            • Antwort von (abgemeldet) nach einem Tag 1 hilfreich
              Unsinn
              Hallo,

              weder ist Kant Agnostiker, noch interessiert es ihn nicht, ob die Welt determiniert ist, noch verweigert er sich, noch axiom(atis)iert er, noch hat er die Begriffe Raum und Zeit (a priori) festgelegt. Er hat auch nirgends behauptet,dass Zeit eine "Ursache a priori" sei. Es ist schon eine Schande, was man aus Kant machen kann. Aber richtig überrascht bin ich darüber nicht, da du denselben Unfug ja mit Marx treibst ...

              Mit anderen Worten: Du hast Kant nicht begriffen (Marx übrigens auch nicht, aber das ist mir nicht wichtig)! Nicht einen einzigen Punkt! Das war mir noch wichtig zu schreiben. Über den restlichen Unsinn bezüglich der "Herleitung aus der Bewegung", den "historischen Zeitbegriff", die kantische oder quantenphysikalische "Uhrzeit" etc. etc. sage ich nichts mehr, außer dass ich ihn für genauso abstrus halte wie dein Kantverständnis.

              Der einzige Punkt, in dem ich dir Recht geben würde, stand in einem anderen Posting von dir, nämlich die Forderung, dass Physiker ein bisschen Philosophie treiben sollten - was ja im Zweifel nie schaden kann. Aber ich bin nicht davon überzeugt, dass du weißt, was du damit gesagt hast.

              Herzliche Grüße

              Thomas Miller


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