Verständnisproblem mit der Normalverteilung

Von: , Frage gestellt am Do, 2. Okt 2003

Hallo,

ich hab' wieder mal ein Verständnisproblem und bräuchte Eure Hilfe.
Es betrifft die Normalverteilung von Wahrscheinlichkeitsrechnungen.

Ich habe folgende Aufgabe:
Ein Produkt hat Mü=120 h und Sigma=3,75
Frage:
a. Mit welcher Wahrscheinlichkeit hat das Produkt wenigstens 113,1 h
b. Mit welcher Wahrscheinlichkeit hat das Produkt höchstens 112,2 h
Lösung:
a. p(x>=113,4)=0,5+p(0<=z<=1,84)=0,5+0,467=0,967
b. P(y<=112,2)=0,5+p(o<=z<=2,56)=0,5+0,495=0,995
Problem:
Ich dachte minimale Größe (wenigstens) = 0,5 +
und maximale Größe (höchstens) = 0,5 -
Stimmt aber nicht!
Ich finde keine Systematik! Wann muss ich + und wann - verwenden?!?!

Danke für Eure Unterstützung!

Stef

3 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 42 Minuten 0 hilfreich
    Re: Verständnisproblem mit der Normalverteilung

    Hallo Stefan,

    erstmal habeich's auch nicht verstanden, was mit den 0,5 in der Lösung gemeint ist, denn die eigentliche Formel (Standardisierung der Zufallsgröße X durch Subtraktion von my und Division durch sigma) wäre mir spontan eingefallen. Das machst Du aber hoffentlich sowieso, denn damit kommst Du genau auf die Werte für z.

    Die 0,5 kommen daher, weil Du P(0<=z<=1,84) angibst. Damit fehlt Dir ja die "linke" Hälfte der Normalverteilung, deren Wahrscheinlichkeit genau 0,5 beträgt. Umgehen kannst Du das, wenn Du P(z<=1,84) nimmst; mW ist die Standardnormalverteilugn üblicherweise auch so tabelliert.
    Wenn Du 0<=z<=1,84 nimmst, musst Du immer noch 0,5 addieren.

    Grüße
    Katharina [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 2 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Verständnisproblem mit der Normalverteilung

      Hallo Katharina,

      danke für Dein Posting. Natürlich berücksichtige ich die Sache mit "eigentlichen Formel".
      Aber nochmal auf mein Problem zurück. Eine zweite Klausuraufgabe:

      Produkt B hat ein Mü=36 und Sigma 0,2
      Aufgabe:
      a. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit dass das Produkt höchstens 35,73 lang ist?
      b. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit dass das Produkt länger als 36,55 ist?
      Lösung:
      a. p(x<=35,73)=0,5-p(0<=z<1,35)=0,5-0,412=0,088 (ich hätte 0,5+0,412 gerechnet!)
      b. p(x>36,55)=0,5-(0<=z<2,75)=0,5-0,497=0,003

      Eigentlich ist doch meine erste Aufgabe mit der zweiten identisch aber einmal wird +0,5 und einmal -0,5 verwendet.......

      Gruß
      Stef Hallo Stefan,

      erstmal habeich's auch nicht verstanden, was mit den 0,5 in
      der Lösung gemeint ist, denn die eigentliche Formel
      (Standardisierung der Zufallsgröße X durch Subtraktion von my
      und Division durch sigma) wäre mir spontan eingefallen. Das
      machst Du aber hoffentlich sowieso, denn damit kommst Du genau
      auf die Werte für z.

      Die 0,5 kommen daher, weil Du P(0<=z<=1,84) angibst.
      Damit fehlt Dir ja die "linke" Hälfte der Normalverteilung,
      deren Wahrscheinlichkeit genau 0,5 beträgt. Umgehen kannst Du
      das, wenn Du P(z<=1,84) nimmst; mW ist die
      Standardnormalverteilugn üblicherweise auch so tabelliert.
      Wenn Du 0<=z<=1,84 nimmst, musst Du immer noch 0,5
      addieren.

      Grüße
      Katharina Hallo,

      ich hab' wieder mal ein Verständnisproblem und bräuchte Eure
      Hilfe.
      Es betrifft die Normalverteilung von
      Wahrscheinlichkeitsrechnungen.

      Ich habe folgende Aufgabe:
      Ein Produkt hat Mü=120 h und Sigma=3,75
      Frage:
      a. Mit welcher Wahrscheinlichkeit hat das Produkt wenigstens
      113,1 h
      b. Mit welcher Wahrscheinlichkeit hat das Produkt höchstens
      112,2 h
      Lösung:
      a. p(x>=113,4)=0,5+p(0<=z<=1,84)=0,5+0,467=0,967
      b. P(y<=112,2)=0,5+p(o<=z<=2,56)=0,5+0,495=0,995
      Problem:
      Ich dachte minimale Größe (wenigstens) = 0,5 +
      und maximale Größe (höchstens) = 0,5 -
      Stimmt aber nicht!
      Ich finde keine Systematik! Wann muss ich + und wann -
      verwenden?!?!

      Danke für Eure Unterstützung!

      Stef

      • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
        Re^3: Verständnisproblem mit der Normalverteilung

        Hallo Stefan,

        sorry - früher habe ich es nicht geschafft. Ich versuche es mal ganz einfach zu erklären.

        Der Unterschied zwischen den Aufgaben ist - ganz unmathematisch gesprochen -, dass Du in der ersten Aufgabe die "Mitte" der Verteilung suchst und in der zweiten Aufgabe die "Enden". D.h. wenn Du wissen willst, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Produkt länger/größer/schwerer als die UNTERgrenze und/oder kürzer/kleiner/leichter als die OBERgrenze ist, dann nimmst Du 0,5 PLUS.

        Wenn Du aber rausfinden sollst, ob es kürzer/kleiner/leichter als die UNTERgrenze oder länger/größer/schwerer als die OBERgrenze ist, dann nimmst Du 0,5 MINUS.

        (Ist wirklich bloß eine Faustregel, für die man jede Menge Gegenbeispiele finden kann, aber für die Klausur reicht Dir das. Im Zweifelsfall: Male es Dir auf, dann siehst DU's sofort.)

        Viele Grüße
        Katharina [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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