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Re: Grund- und Oberschwingungen
Hallo Johannes!
Das Verhalten bei einer beliebigen (harmonischen) Anregung wird durch eine inhomogene Differentialgleichung beschrieben. Die Lösung der Gleichung setzt sich zusammen aus der allgemeinen Lösung der homogenen Gleichung und einer partikulären Lösung der inhomogenen Gleichung. Beginnt man nun mit der Anregung, so hat man als Antwort die Summe dieser beiden Lösungen, wobei der Anteil der Lösung der homogenen Gleichung infolge der (bei realen Systemen immer vorhandenen) Dämpfung rasch abnimmt (Einschwingvorgang). Als Antwort bleibt dann eine Schwingung, welche mit derselben Frequenz wie die Anregung ausgeführt wird, lediglich ist die Phase verschoben und die Amplitude ändert sich. Zwischen zwei Eigenfrequenzen ist der Faktor der Amplitudenüberhöhung relativ klein, in der Nähe der Eigenfrequenzen kann er sehr groß werden. Das ganze wird anschaulich an der Übertragungsfunktion, in welcher die Eigenmoden wie kleine Berge (sog. Peaks) aussehen.
Zu den Eigenschwingformen und Frequenzen: Für einen Stahlring (Elastizitätsmudul 210 GPa, Querkontraktionszahl 0.3, Dichte 7800 kg/m^3) mit einem Durchmesser von ca.45 cm, einer
Breite von ca. 7 cm und eine Höhe von ca. 0,7 cm (Angaben aus Deinem Posting weiter unten) habe ich in einer stillen Stunde mal eine kleine Rechnung mit der Methode der Finiten Elemente (Programm ANSYS) durchgeführt. Das Modell kannst Du Dir unter
http://www.geocities.com/SiliconValley/Bridge/2445/m...
ansehen, die Vernetzung mit finiten Elementen unter
http://www.geocities.com/SiliconValley/Bridge/2445/m...
Die Randbedingungen sind völlig frei, d.h. es entspricht ungefähr dem Fall, dass Du den Ring an einer dünnen Schnur aufgehängt hast. In der physikalischen Formulierung ist die von mir als erste Eigenschwingform bezeichnete eigentlich die siebente, da es sechs sogenannte Nullmoden (Eigenvektoren zum Eigenwert 0) gibt, welche den 6 möglichen Starrkörperbewegungen (drei Translationen und drei Rotationen) entsprechen. Die ersten 7 Eigenschwingformen findest Du unter
http://www.geocities.com/SiliconValley/Bridge/2445/m...
...
http://www.geocities.com/SiliconValley/Bridge/2445/m...
Die zugehörige Eigenfrequenz findest Du jeweils im Textteil rechts. Die den Farben zugeordneten Zahlenwerte für die Amplituden sind ohne Bedeutung, da willkürlich gewählt.
Das soll eine kleine Unterstützung für Dich sein, damit Du an dieser Facharbeit nicht noch völlig verzweifelst. Du solltest Dir aber ganz genau überlegen, ob Du die Bilder für Deine Arbeit nutzt. Dein Lehrer wird Dir nämlich vermutlich nicht glauben, dass Du sie selbst erzeugt hast. Aber man die Bilder ja z.B. auch abpausen, nicht wahr! ;-)
Gruß
Ted
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