Antwort von
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Re^4: Wie funktioniert ein Schalldämpfer?
Das Kann aber nicht alles sein denn die
Mündungsgeschwindigkeit der meisten Handfeuerwaffen liegt über
der Schallgeschwindigkeit. [...]
Es stimmt schon, daß es Munition gibt, deren Kugeln mit
Überschall-v austreten und sogar ankommen, aber weil diese
einen Schock hervorrufen (wobei ich zugeben muß, ob da der
Grenzwert tatsächlich die Schall-v ist, oder ob sie nur in der
Nähe liegt, weiß ich nicht), wenn sie jemanden treffen, sind
sie verboten (ziemlich ironisch eigentlich). Vielmehr ist der
Mehrzahl der Munition so konzipiert, daß die Kugeln NICHT mit
Überschall-v austreten.
Will sagen, daß die Entwicklung derart verlief, daß man bemüht
war, Überschall-Munition herzustellen, diese aber dann doch
wieder verboten hat, als man die zusätzlichen Nebenwirkungen
erkannte.
Ansonsten hast du aber recht, und es ist mir nicht bekannt,
daß es einen Schalldämpfer für Überschall-Waffen gibt.
Das ist aber was ganz Neues. Obwohl es schon lange her ist, weiss ich noch, daß das damalige Standardgewehr der Bundeswehr G3 mit einer Austrittsgeschwindigkeit von ca 800 m/s mehr als doppelte Schallgeschwindigkeit hatte. Ich kann mich nicht erinnern, daß es (deswegen) verboten wurde, owohl diese Waffe eindeutig für menschliche Ziele gebaut wurde. Bei Gewehren ist das wohl auch normal, weil man sonst nicht die Reichweite und Zielgenauigkeit hätte. Die Pistole P1 lag jedoch mit 300 m/s knapp darunter.
Aus eigenen Beobachtungen auf dem Schießplatz weiss ich, daß in der Nähe der Zielscheiben, wo der Mündungsknall kaum zu hören war, ein Peitschenknallähnlicher Überschallknall zu hören war. Der war jedoch wesentlich leiser als der Mündungsknall.
Der Schalldämpfer würde demnach auch bei Überschallgeschwindigkeit noch ganz gut funktionieren.
Jörg