Antwort von
nach einer Stunde
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Re: Kalk auskochen?
Ich habe eine Theorie, die deine - auf den ersten Blick widersprüchliche - Beweise auf den gleichen Nenner bringt:
Als "Kalk" bezeichnet man umgangssprachlich meist die Härte des Wassers, denn im Wasser kommen neben dem Kalk (CaCO3 bzw. Ca(HCO3)2) auch Sulfate und Chloride des Calciums bzw. Magnesiums vor.
Der Kalk selbst kommt wie oben angedeutet einerseits als Hydrogencarbonat (Carbonathärte bzw. temporäre Härte) und als praktisch unlösliches Carbonat vor.
Durch abkochen wird der größte Teil des Hydrogencarbonats in das unlösliche Carbonat überführt, daß dann ausfällt und entfernt werden kann. Die permanente Härte (also die Sulfate und Cholide) bleiben weiterhin gelöst und fallen erst bei Aufkonzentrierung während Kochprozessen aus und setzen sich unschön ab. Aus diesem Grund sollte man das Wasser in Kochern immer wechseln, da sonst durch mehrmaliges Kochen solch eine Aufkonzentrierung (da ja einiges Wasser verdampft) erfolgen würde.
mfg!
BStefan
weiß jemand ob sich die Konzentration von gelöstem Kalk in
Wasser beim Kochen erhöht oder verringert? Für beide Theorien
habe ich einen Haushaltstipp als "Beweis": man sagte mir mal,
ich solle aus einem Wasserkocher den Wasserrest immer
ausleeren, damit er nicht so sehr verkalke. Das würde ja
bedeuten, daß das Restwasser mehr Kalk enthielte und deshalb
beim nächsten Kochen der Kalk sich absetzen würde. Vielleicht
werden da aber auch nur thermische Spannungen ausgenutzt, wenn
dir Kalkschichten am Boden richtig eintrocknen.
Ein anderes Mal habe ich gehört, man solle z.B. für den
Wasserkühler im Kfz. abgekochtes Wasser nehmen, da das weniger
Kalk enthalte. Vielleicht weil ab einer best. Temperatur der
gesamte Kalk schlagartig ausfällt?
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit
Gruss Christian