Der Einstein-Panzer

Von: , Frage gestellt am So, 27. Aug 2000

Ist es möglich, mit einem 15m langen Panzer einen 10m breiten Graben mit der Geschwindigkeit v=0,8c zu überqueren? Aus der Sicht des Panzers ist der Graben auf 6m kontrahiert und die Mitte des Panzers - dort sei der Schwerpunkt - steht noch fest auf der einen Seite, wenn die Vorderkante des Panzers die andere Grabenseite erreicht. Aus der Sicht der Verteidiger ist der Panzer auf 9 m kontrahiert. Er schwebt also einen Moment frei in der Luft und müßte in den Graben fallen! (mal davon abgesehen, daß ihn der Panzer bei dieser Geschwindigkeit überspringen könnte)
Wie löst sich denn dieser Widerspruch??

3 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
    Re: Der Einstein-Panzer

    Wie löst sich denn dieser Widerspruch??
    leider nur eine sehr schnelle antwort und etwas ungenau, hab leider kein buch zur hand und auch keine zeit...


    diese frage gibt es verschieden, einmal ist es ein stab, der durch eine scheune fliegt, oder aehnliches.
    die aufloesung geht so:

    wann ist der stab in der scheune? bzw die mitte des panzers in der mitte des grabens? und dazu braucht man zwei punkte, grabenbeginn und grabenende und damit hat man ein problem:

    dann muss gleichzeitig an beiden punkten gemessen werden. nun ja, und gleichzeitig ist relativ. wenn man dann schoen brav rechnet, loesst sich alles auf. hab ich leider nimmer im kopf.
    sehr schoen steht es in

    ruder, ruder: einfuehrung in die spezielle relativitaetstheorie.

    oh, und im web steht es auch , in hendrik van hees' seite zu de.sci.physik

    dann brauch ich hier nicht weiter rumpfuschen

    http://theory.gsi.de/~vanhees/faq/relativity/node17....

    michaela

    • Antwort von nach 6 Tagen hilfreich
      Re^2: Der Einstein-Panzer

      wann ist der stab in der scheune? bzw die mitte des panzers in
      der mitte des grabens? und dazu braucht man zwei punkte,
      grabenbeginn und grabenende und damit hat man ein problem:

      dann muss gleichzeitig an beiden punkten gemessen werden. nun
      ja, und gleichzeitig ist relativ. wenn man dann schoen brav
      rechnet, loesst sich alles auf. hab ich leider nimmer im kopf.
      sehr schoen steht es in
      also ich möchte das dann doch mal klarstellen: das paradoxe an der
      ganzen Geschichte mit dem Panzer ist ja eigentlich die, daß der Panzer aus
      seiner Sicht überhaupt "keinen Grund" hat in den Graben zu fallen, weil er
      ja noch FEST auf der einen Seiten steht, während das andere Ende des Panzers
      schon die andere Seite des Grabens erreicht hat (laut Aufgabenstellung!).
      Naja und aus der Sicht des Grabens FÄLLT der Panzer halt tatsächlich ein
      Stück nach unten, weil der Panzer einfach zu kurz ist. (und wenn die
      Anziehungskraft des betr. Planeten zu groß ist, verschwindet der Panzer auf
      Nimmerwiedersehen im Loch)

      Durch die Relativitätstheorie enstehen
      hier also nicht die "üblichen" scheinbaren Widersprüche in Bezug darauf, ob
      der Panzer jetzt in den Graben paßt oder nicht.... nein, hier kommt es zu
      einer völlig anderen Situation, da der Panzer aus seiner Sicht, den Graben
      eigentich gar nicht bemerkt, weil er buchtstäblich über ihn hinweg fährt!!

  2. Antwort von nach 4 Tagen hilfreich
    Re: Der Einstein-Panzer

    Weiter unten
    "Paradoxon der Relativitaetstheorie"
    ist genau das selbe Problem eroertert.
    Wie schon richtig erklaert, liegt des Raetsels Loesung
    in der Relativitaet der Gleichzeitigkeit. Um ein
    korrektes Bild zu erhalten, benoetigt man die Lorentz-
    Transformationen.
    MEB

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