Vielkanalanalyse/Spekrumsanalyse von GAMMA-Strahl.

Von: , Frage gestellt am Mi, 14. Jun 2006

Hallo!

Hat jemand Ahnung, warum sich bei der Spektralanalyse von GAMMA-Strahlung mit einem Vielkanalanalysator mit Szintillator Banden bilden, obwohl man erwartet, dass die GAMMA-Quanten in Linienspektren emittiert werden?

Habe Ideen, bin aber über deren Bedeutung unsicher. Weiss einer was besonders wichtig ist?

VG, Stefan

2 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 2 Stunden 0 hilfreich
    Re: Vielkanalanalyse/Spekrumsanalyse von GAMMA-Str

    Hallo, Hat jemand Ahnung, warum sich bei der Spektralanalyse von
    GAMMA-Strahlung mit einem Vielkanalanalysator mit Szintillator
    Banden bilden, obwohl man erwartet, dass die GAMMA-Quanten in
    Linienspektren emittiert werden?
    Im allgemeinen entsteht ein Strahlungsuntergrund immer dann, wenn die Photonen ihre Energie nicht vollständig an den Kristall abgebe. Insbesondere entsteht ein sog. Comptonrücken, wenn ein Photon durch Compton-Streuung ein Teil seiner Energie an ein freies Elektron abgibt und dann aus dem Kristall herausgetreut wird. Da der maximale Energieübertrag bei der Comptonstreuung begrenzt ist (nämlich bei einem Streuwinkel von 180°) ergibt sich dabei eine sog. Comptonkante.

    Zusätzlich ist in der Regel ein sog. Rückstreupeak zu erkennen. Dieser stammt von einem 180° Stoß außerhalb des Kristalls, wobei diesmal das gestreute Photon in den Detektor gerät und dort seine
    verbleibende Energie abgibt. Addiert man die Energiewerte des Rückstreupeaks und der Comptonkante so erhält man wieder die Energie des ungestreuten Photons.

    Gruß
    Oliver

  2. Antwort von nach 20 Stunden 0 hilfreich
    Re: Vielkanalanalyse/Spekrumsanalyse von GAMMA-Str

    Hi Stefan.
    Gammaquanten werden ja tatsächlich mit definierten Energien emittiert aber eine Messung ist fast immer fehlerbehaftet.
    Daher sind die Photopeaks, die Du sicher meinst, keine Linien sondern Banden. Grund sind zufällige Streuungen im Untergrund oder Überlagerungen von Peaks. Das Auflösevermögen des Detektors spielt eine Rolle... Vergleiche mal die Gammaspektren eines Halbleiterdetektors mit einem NaI(Tl)-Szintillationsdetektor.
    Grüße,
    Grünblatt [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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