Re: Das Drei-Türen-Problem
Ich finde es am einleuchtesten, wenn man sich die Extremfälle mal ansieht:
Verallgemeinere: Bis auf eine Tür werden alle anderen Türen, die man NICHT gewählt hat, geöffnet, so das nur zwei geschlossene Türen übrig bleiben. Die Frage ist: Wie hoch p, daß der Gewinn hinter der anderen, jetzt noch geschlossenen Tür ist.
Jetzt stell dir vor, du hast unendlich viele Türen. Du wählst eine aus. p, daß hinter dieser Tür der Gewinn ist, ist unendlich gering (also 0), und q, daß der Gewinn hinter einer der unendlich vielen anderen Türen ist, ist 1-p also 1. Dein Problem: du weißt ja nicht, hinter welcher der Türen der Gewinn ist. Wenn jetzt aber alle Türen - bis auf eine - geöffnet werden, bleibt nur noch eine Tür übrig. Jetzt weißt du, daß der Gewinn hinter genau dieser Tür sein muß. Wenn du also jetzt wechselst, gewinnst du sicher. Mit dem Öffenen der Türen werden keine Wahrscheinlichkeiten verändert, nur dein Wissen über die noch verbleibenden Möglichkeiten.
Je weniger Türen, desto größer wird p und kleiner wird q. Im Grenzfall mit 3 Türen ist p=1/3 und q=2/3.
Gruß
Jochen