was ist ein dB? und was ein dBm?

Von: , Frage gestellt am Mi, 25. Okt 2000

hallo.

man hört immer soviel von "3db-linie" oder so ähnlich. und die leistung wird um 6db gedämpft... usw.
jetz hab ich mich mal schlau gemacht und rausgekriegt:
ein in dB angegebener wert stellt das verhältnis zwischen einer gemessenen größe und einer referenzgröße dar. wenn man das so sagen kann. also z.b. für spannungen:

x(dB) = 20*lg(U1/Uref)

wobei Uref die referenzspannung is, für die ich 0dB krieg (keine dämpfung).

und bei leistungen isses 10*lg(P1/Pref), weil da oben die 20 von
P=U^2*R kommt. das quadrat wird also als faktor 2 vorgezogen und R kürzt sich raus.

lieg ich soweit richtig?

dann is aber folgendes:
ich hab nen leistungsmesser gesehen (da ging's um lichtleistungsmessung bei glasfaserkabeln), und der kann die leistung in µW oder in dBm anzeigen. was is denn nun ein dBm?? mit obigen formeln kann ich keinen zusammenhang zwischen der leisung in µW und der leistung in dBm herstellen.

kann's jemand von euch?

gruß

michael

14 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde 1 hilfreich
    Re: was ist ein dB? und was ein dBm?

    Hallo Michael,

    Deine eigene Erklärung war perfekt. Leistungsangaben in dBm verwenden als Referenzwert 1 mW.

    Gruß
    Wolfgang

    • Antwort von nach 2 Stunden hilfreich
      Re^2: was ist ein dB? und was ein dBm?

      ahaaa. ja, damit stimmen die werte ;-) danke!
      aber warum läßt sich jemand sowas einfallen? hat's nen tieferen sinn, leistungen auf 1mW zu beziehen oder dient's nur der noch größeren verwirrung (bin jetz im siebten semester e-technik und net der einzige von uns, der lieber nix mit dB zu tun haben will)?

      gruß

      michael [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

      • Antwort von nach 2 Stunden 1 hilfreich
        Re^3: was ist ein dB? und was ein dBm?

        Hallo Michael, ...oder dient's nur der noch größeren verwirrung?
        Das Ganze soll in vielen Fällen der Vereinfachung dienen. Logarithmen führen die Multiplikation auf eine Addition zurück. Damit läßt sich z.B. die Verstärkung einzelner Stufen einfach addieren. Ansonsten gewöhnt man sich in der Praxis schnell daran und lernt den Umgang mit den "dB's" zu schätzen.

        Gruß
        Wolfgang

        • Antwort von nach 2 Stunden hilfreich
          Re^4: was ist ein dB? und was ein dBm?

          Ansonsten gewöhnt man sich in der Praxis
          schnell daran und lernt den Umgang mit den "dB's" zu schätzen.

          naja... also ich weiß mit dB's, obwohl ich ein fast fertiger dipl.ing. bin, net allzu viel anzufangen.
          isses wirklich so, wie alle sagen? "am ende hast dein diplom und weißt NICHTS". zitat von einem, der letztes jahr rausgekommen is. da wird einem ja ganz anders *schluck*

          gruß

          michael

          • Antwort von nach 3 Stunden hilfreich
            Re^5: Tröstversuch

            "am ende hast dein diplom und weißt NICHTS"
            Hallo Michael,

            in dem Zitat steckt bestimmt ein wahrer Kern. Die unbedarfte Unwissenheit ist oft ja auch so schön unbelastet. Erst mit dem Zugang zu einer Materie wächst auch das Wissen um die Lücken. Wenn der Hochschulbesuch ein Erfolg war und seinen Zweck erfüllt hat, ist der Absolvent in der Lage, Fragen zu stellen, die Antworten zu verstehen oder selbst zu erarbeiten.

            Ist das nicht schön gesagt? Stammt von mir!

            Gruß
            Wolfgang

            • Antwort von nach 3 Stunden hilfreich
              Re^6: Tröstversuch

              Hallo Michael,

              in dem Zitat steckt bestimmt ein wahrer Kern. Die unbedarfte
              Unwissenheit ist oft ja auch so schön unbelastet. Erst mit dem
              Zugang zu einer Materie wächst auch das Wissen um die Lücken.
              Wenn der Hochschulbesuch ein Erfolg war und seinen Zweck
              erfüllt hat, ist der Absolvent in der Lage, Fragen zu stellen,
              die Antworten zu verstehen oder selbst zu erarbeiten.

              Ist das nicht schön gesagt? Stammt von mir!
              wow! :-)

              da is natürlich auch was dran. ich hab manche dinge aus der vorlesung erst im praktikum richtig verstanden. überhaupt muß ich sagen, daß ich den eindruck hab, in einem semester praktikum mehr gelernt zu haben als in nem theoretischen semester.
              oft isses auch so, daß ich mich frag, wenn ich was durch selbst erarbeiten verstanden hab, "hätt uns das der prof net auch so erklären können?".
              dann gibt's natürlich auch die fälle, die trotz jedes erschließungsversuchs ein buch mit sieben siegeln bleiben. aber irgendwann wird schon alles nen sinn ergeben ;-)

              gruß

              michael

            • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
              Re^7: Tröstversuch

              Hallo Michael,

              oft isses auch so, daß ich mich frag, wenn ich was durch
              selbst erarbeiten verstanden hab, "hätt uns das der prof net
              auch so erklären können?".
              Das setzt aber voraus daß der Professor den Bezug zur Praxis kennt und selber verstanden hat. Ich habe da in einigen Fällen meine berechtigten Zweifel.
              Mit freundlichen Grüßen
              Alexander Berresheim

            • Antwort von nach 4 Tagen hilfreich
              Re^8: Tröstversuch

              stümmt ;-) manche profs bingen's net grad glaubwürdig rüber, auch wenn's richtig is, was sie sagen. es verwirrt einen oft mehr als daß es veranschaulicht.

              gruß

              michael [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

          • Antwort von nach 5 Stunden hilfreich
            Re^5: was ist ein dB? und was ein dBm?

            naja... also ich weiß mit dB's, obwohl ich ein fast fertiger
            dipl.ing. bin, net allzu viel anzufangen.
            Es hat durchaus einen praktischen Sinn, beispielsweise Lautstärken in logarithmischen Skalen anzugeben. Weil unser Gehör ebenfalls logarithmisch arbeitet, nehmen wir die Lautstärke proportional zur dB-Skala war. Ähnlich verhält es sich mit vielen anderen Sensorsignalen.

            Ein anderer Grund liegt in der Vermeidung großer Zahlen. Antatt Zahlen mit großen Zehnerpotenzen zu verwenden schreit man hier einfach die Zehnerpotenz selbst hin (warum man die noch mit Zehn multipliziert vermag ich allerdings nicht zu sagen) und kommt wie bereits angesprochen zusätzlich in den Genuß der Logarithmengesetze.



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