Konvektion am Zylinder; Wärmestrom?!

Von: , Frage gestellt am Di, 29. Mai 2007

Hallo,

gibts es eine Möglichkeit den Wärmestrom / Wärmewiederstand eines erwärmten Zylinders in Luft (Heizwiderstand...) zu seiner Umgebung zu berechen bzw. abzuschätzen?

Vorgegeben sind die Abmaße des Zylinders, Temperatur und Umgebungstemperatur.

Vielen Dank,
Thomas....

MOD: Tippfehler in Titel wg. Archiv korrigiert.

4 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 3 Stunden 0 hilfreich
    Re: Konvetion am Zylinder; Wärmestrom?!

    Hallo, gibts es eine Möglichkeit den Wärmestrom / Wärmewiederstand
    eines erwärmten Zylinders in Luft (Heizwiderstand...) zu
    seiner Umgebung zu berechen bzw. abzuschätzen?
    Ja, abschätzen kann man sowas.
    Allerdings ist die Konvektion recht stark von der Strömungsgeschwindigkeit der umgebenden Luft abhängig.
    Als Faustformel kann man folgedes nehmen:

    Pk = (5,6 +4v)W/(1m²*1grd) mit v in m/s (bis max. ca. 6m/s) Vorgegeben sind die Abmaße des Zylinders, Temperatur und
    Umgebungstemperatur.
    Da du nix zu konkreten Randbedingungen schreibst, kann ich auch
    nix dazu sagen, wieweit noch andere Dinge eine Rolle spielen.
    Da spielt evtl. auch Strahlungsausgleich eine Rolle.
    -> http://de.wikipedia.org/wiki/Kirchhoffsches_Strahlun...
    -> http://de.wikipedia.org/wiki/Formelsammlung_plancksc...

    Gruß Uwi

  2. Antwort von nach 6 Stunden 0 hilfreich
    mehr Details

    Hallo,

    ertsmal Dank für die Antworten, offensichtlich fehlen ein paar wichtige Details....

    Der Zylinder ist ein Widerstand (z.B. MOX970 -> http://www.ohmite.com/cgi-bin/showpage.cgi?product=s...), möglicherweise vergossen in einem Rohr ähnlicher Größe (z.B. 12mm Durchmesser, 20cm lang). Sollte ein Rohr verwendet werden ist die Oberfläche glatt (z.B. Plexiglas).

    Er soll normalerweise waagerecht betrieben werden, aber es wäre auch interessant zu wissen wie sich dir Verhältnisse ändern bei senkrechtem Betrieb.

    Gekühlt werden soll nur mit natürlicher Konvektion, daher kann ich keine Strömungsgeschwindigkeit vorgeben.
    Die Umgebungstemperatur soll etwa Raumtemperatur (15-30°C) sein.
    Die max. Betriebstemp. liegt bei 225°C.

    Der Hintergrund der Frage ist folgender:
    Die Vergussmasse (z.B. Silikongel) und das Rohr leiten Wärme relativ schlecht, andererseits wird die Oberfläche größer.
    Es gibt also möglicherweise ein Optimum.
    Möglicherweise kann man den Widerstand auch nur noch eingeschränkt belasten.
    Das würde ich gerne abschätzen können bevor ich mich ans Werk mache...

    Viele Grüße,
    Thomas. Hallo,

    gibts es eine Möglichkeit den Wärmestrom / Wärmewiederstand
    eines erwärmten Zylinders in Luft (Heizwiderstand...) zu
    seiner Umgebung zu berechen bzw. abzuschätzen?

    Vorgegeben sind die Abmaße des Zylinders, Temperatur und
    Umgebungstemperatur.

    Vielen Dank,
    Thomas....

    • Antwort von nach 8 Stunden 0 hilfreich
      Re: mehr Details

      Hallo, ertsmal Dank für die Antworten, offensichtlich fehlen ein paar
      wichtige Details....
      Der Zylinder ist ein Widerstand (z.B. MOX970 ->
      http://www.ohmite.com/cgi-bin/showpage.cgi?product=s...),
      möglicherweise vergossen in einem Rohr ähnlicher Größe (z.B.
      12mm Durchmesser, 20cm lang). Sollte ein Rohr verwendet werden
      ist die Oberfläche glatt (z.B. Plexiglas).
      Was ist mit den Anschlüssen. Werden die irgendwo kurz angelötet
      oder eher mit langen und rel. dünnen Drähten kontaktiert?

      Daß Plexiglas weit weniger aushält, als der Widerstand ist klar? Er soll normalerweise waagerecht betrieben werden, aber es
      wäre auch interessant zu wissen wie sich dir Verhältnisse
      ändern bei senkrechtem Betrieb.
      Senkrechter Betrieb kann die Konvektion etwas verbessern. Gekühlt werden soll nur mit natürlicher Konvektion, daher kann
      ich keine Strömungsgeschwindigkeit vorgeben.
      Dann rechne mit Woost Case Fall, also ohne Strömung oder mit
      geringer Strömung < 1m/s. Die Umgebungstemperatur soll etwa Raumtemperatur (15-30°C)
      sein. Die max. Betriebstemp. liegt bei 225°C.
      Da wird der Stahlungsanteil aber keinesfalls vernachlässigbar,
      weil die Strahlungsintensität ja mit T^4 zunimmt.
      Die Strahlung wird also schon ab ca. 120-150°C einen eher
      größeren Teil ausmachen. Der Hintergrund der Frage ist folgender:
      Die Vergussmasse (z.B. Silikongel) und das Rohr leiten Wärme
      relativ schlecht, andererseits wird die Oberfläche größer.
      Der Wärmeübergang durch Konvektion an der Grenzfläche
      Festkörper-Luft ist aber auch sehr schlecht. Das wird oft
      stark unterschätzt bzw. wird die Wärmeleitung in Feststoffen
      im Vergleich deutlich unterschätzt.

      Allerdings kann man mit Verguß nicht mehr so hohe
      Oberflächentemp. erreichen, was wegen T^4 ganz erheblich wirkt. Es gibt also möglicherweise ein Optimum.
      Möglicherweise kann man den Widerstand auch nur noch
      eingeschränkt belasten.
      Was steht den im Datenblatt zu dem Widerstand ?
      Da sollten die Grenzbedingungen (max. Leistung) doch klar definiert
      sein.

      Dann ist noch die Frage nach der Anwendung. Ich habe auch schon
      Drahtwiderstände weit außerhalb ihrer Spezif. als IR-Strahler
      verwendet (so bei 600°C). Die halten dann natürlich nicht ewig :-)

      Gruß Uwi

Keine passende Antwort gefunden? Jetzt eigene Frage stellen!