Antwort von
nach 13 Stunden
hilfreich
AKW und Pumpspeicher
Hi
Egal, wie schnell die reagieren - die typische
Stromverbrauchskurve hat nun mal Grund- und Spitzenlastzeiten.
Schon, aber warum (falls es denn so ist) nehme ich billige und
langsame KWs fuer die Spitzlast, und teure und schnelle fuer
die Grundlast?
Aber vielleicht hab ich mich ja vertan, dann ist die
Ueberlegung hinfaellig...
Ein thermisches Kraftwerk, das den Generator über eine Dampfturbine antreibt, ist immer reaktionsträger als eines, das den Strom sozusagen direkt erzeugt, sei es nun über eine Wasser- oder eine Gasturbine. Im thermischen Kraftwerk muss man die Energiezuführ erhöhen (mehr Kohle, Gas, Öl reinfeuern oder die Eneregieabgabe des Reaktorkernes erhöhen). Bis sich dann die Dampferzeugung verstärkt, vergehen wenigstens einige Minuten.
Beim Pumpspeicherkraftwerk bzw bei der Gasturbine muss man nur die Drehzahl erhöhen, indem man das Wasserventil aufdreht und so mehr Wasser auf die Turbine drauflaufen lässt bzw am Gashebel der Gasturbine dreht. Das geht innerhalb von Sekunden.
Bei AKW´s stellt sich noch ein weiters Problem: Für Spitzenstrom muss die eEnergieabgabe des Reaktorkernes sehr schnell geändert werden. Dabei kann der Neutronenfluss schon mal aus den gewünschten Rahmen herausrutschen, und bei der in D üblichen Sicherheitstechnologie führt dies dann (hoffentlich) zu einer automatischen Schnellabschaltung. Bis der Reaktor dann wieder läuft, dauert es wenigstens einige Stunden. Das sichere Fahren eines AKW´s geht am besten, wenn die Leistungsabgabe des Kerns immer gleichbleibt oder nur langsam geändert wird.
Gruss
Mike