Re^3: Stangenkonstruktion
Hi Sigrid
... damit beschreibst du genau das, was M. Buschek als Ellipsenzirkel bezeichnete. Der Ausdruck "Stangenkonstruktion" ist mir auch unbekannt, ist er von dir vielleicht rein assoziativ erfunden?
Der allgemeine Begriff ist "Ellipsograph" (englisch: elliptic trammel) und die von dir beschriebene Konstruktion ist seine meist gebräuchliche Grundform. Eine Stab S ist mit zwei Drehpunkten auf auf zwei Stegen befestigt, die ihrerseits auf zwei orthogonalen Schienen laufen. Wenn der Stab S (an dessen ende der Zeichenstift befestigt ist) länger ist als die halbe Länge der Schienen (jetzt wär ne Zeichnung fällig), dann kann man damit eine volle Ellipse zeichen, wenn kürzer, dann nur eine halbe, wie du es beschriebst.
Für Zeichnung kleinerer Ellipsen hat John Ferrey 1810 ein darauf aufbauendes aber raffinierter konstruiertes Instrument erfunden (Goldmedaillie der Londoner Society of Arts 1812).
Ebenfalls eine Weiterentwicklung mit zwei orthogonalen Schienen, aber mit Kombination einer Kreisbewegung erfand James Finney 1855.
Gruß
M.G.