Statistik-Übersetzung

Von: , Frage gestellt am Do, 28. Okt 1999

Hallö!

Auf meine Frage, ab wann Umfragen repräsentativ sind (Brett Marketing), habe ich von einem Statistiker folgende Antwort erhalten (allerdings nicht über das Forum):

"Man findet allgemein (n ist der Stichprobenumfang)

n >= z^2/(4*epsilon^2),

wobei z ein nachschlagbarer Parameter der Normalverteilung ist.

Wollen Sie z.B. den Anteil p der befragten Gruppe, die irgendeine Frage
A mit B beantwortet hat, mit einer moeglichen Unsicherheit von 5% finden
(das strebt man ueblicherweise an: in (nur) 5% der Faelle liefert dann
der berechnete Wert einen falschen Schluss auf die Gesamtpopulation;
vollstaendige Sicherheit gibt es nur bei einer Totalerhebung), dann ist
z=2, also

n >= 1/epsilon^2.

Hierbei gibt epsilon an, wie genau Sie p bestimmen koennen. Man wuenscht
moeglicherweise epsilon=0.1 (mit einem Fehler von hoechstens 10%), dann
folgt

n >= 100.

Wenn Sie mit einem Fehler von 10% zufrieden sind, reichen also Ihre
anvisierten 100 Frageboegen. Fuer 5%-ige Genauigkeit braeuchten Sie
bereits 400 Frageboegen. Mit der Anzahl der Befragten hat die Frage
uebrigens gar nichts zu tun.

Also sollten Sie - wie geplant - 100 Leute befragen."

Soviel dazu. Wer kann mir erklären, was das genau bedeutet?

Dank und Gruß
am

1 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 22 Stunden hilfreich
    Re: Statistik-Übersetzung

    Mal seh'n, was ich noch zusammenbekomme:

    Mal angenommen, dass ein Teil p eine Meinung hat, und ein Teil 1-p eine andere. Dann gibt es verschiedene, durch eine Binomialverteilung beschreibbare M"oglichkeiten, was beim Befragen von N Leuten herauskommt. Im Mittel werden etwa pN Leute besagte Meinung haben, aber man weiss es nicht. Je mehr Leute man befragt, desto sicherer ist es, beim Verh"altnis p zu landen. Andererseits ist es bei kleinem p relativ kompliziert, an die Leuten mit unserer Meinung zu gelangen, d.h. man muss mehr Leute befragen, um eine "ahnliche Sicherheit im Sch"atzwert f"ur p zu erhalten.

    Jetzt kann man sich durch Simulation eine "Ubersicht verschaffen oder ein Buch "uber Testtheorie lesen, aber soweit ich mich erinnere ist bei p nicht zu klein und nicht zu gross eine Anzahl von 1000 Befragten f"ur die meisten Zwecke ausreichend (allerdings nur f"ur einfache Aussagen/Fragen, bei verkn"upften muss man mehr Theorie betreiben.)

    MfG Lutz

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