Schrödingers Katze

Von: , Frage gestellt am Do, 28. Okt 1999

jetzt habe ich gerade einen Artikel mit einem ähnlichen Titel gelesen und frage mich jetzt, wie das noch einmal aussah mit Schrödingers Katze... Ich weiß nur noch, daß es was mit Radioaktivität zu tun hat und die Katze in dem abgeschlossenen Raum gleichzeitig tot und lebendig sein kann. (denke ich jedenfalls...) Ich freue mich sehr über eine anschauliche Erklärung des "Versuchaufbaus"

10 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 2 Stunden hilfreich
    Re: Schrödingers Katze

    Du brauchst dazu:
    1. eine gasdichte und schalldichte Kiste mit Deckel
    2. eine Katze
    3. Giftgas
    4. einen ZuffallsZeit-Generator welcher das Giftgas freisetzt. (Schrödinger verwendete hierzu den radioktiven Zerfall, weil man zwar weiss, dass z.B. in 1'000 Jahren die hälfte der Atome zerfallen ist aber trotzdem nicht bestimmen kann ob ein bestimmtes Atom in einer Minute zerfällt oder erst in 5'000 Jahren).

    Optional wenn das Experiment länger dauern soll:
    5. genügend Sauerstoff (für die Katze)
    6. genügend Wasser
    7. genügend Katzenfutter
    8. ein Katzenklo (für längere Versuche: selbstreinigende Ausführung)
    9. einen Kater (für sehr lange (> 10 Jahre) Versuchsdauer)

    Nun kommt alles in die Kiste und der Deckel drauf.

    Problem:
    Nach z.B. 24 Stunden kannst du nicht bestimmen ob die Katze lebt oder tot ist ohne die Kiste aufzumachen.
    (Wenn du z.B. das Katzenfutter weglässt ist der Fall nach 6 Monaten schon klar)

    mfg Peter

    P.S. Achtung: das Experiment nicht mit echten Katzen durchführen. (Tierschutzgesetz) !!!! [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 14 Stunden hilfreich
      Zusatz zu Schrödingers Katze


      Soweit ich mich erinnere, fehlt noch ein Mechanismus, der die Katze tötet, sobald die Kiste geöffnet wird. Auch nach Öffnen der Kiste bleibt dann nämlich unklar, ob die Katze bis dahin noch gelebt hat oder schon tot war.

      W. Du brauchst dazu:
      1. eine gasdichte und schalldichte Kiste
      mit Deckel
      2. eine Katze
      3. Giftgas
      4. einen ZuffallsZeit-Generator welcher
      das Giftgas freisetzt. (Schrödinger
      verwendete hierzu den radioktiven
      Zerfall, weil man zwar weiss, dass z.B.
      in 1'000 Jahren die hälfte der Atome
      zerfallen ist aber trotzdem nicht
      bestimmen kann ob ein bestimmtes Atom in
      einer Minute zerfällt oder erst in 5'000
      Jahren).

      Optional wenn das Experiment länger
      dauern soll:
      5. genügend Sauerstoff (für die Katze)
      6. genügend Wasser
      7. genügend Katzenfutter
      8. ein Katzenklo (für längere Versuche:
      selbstreinigende Ausführung)
      9. einen Kater (für sehr lange (> 10
      Jahre) Versuchsdauer)

      Nun kommt alles in die Kiste und der
      Deckel drauf.

      Problem:
      Nach z.B. 24 Stunden kannst du nicht
      bestimmen ob die Katze lebt oder tot ist
      ohne die Kiste aufzumachen.
      (Wenn du z.B. das Katzenfutter weglässt
      ist der Fall nach 6 Monaten schon klar)

      mfg Peter

      P.S. Achtung: das Experiment nicht mit
      echten Katzen durchführen.
      (Tierschutzgesetz) !!!!

      • Antwort von nach 4 Tagen hilfreich
        Re: Zusatz zu Schrödingers Katze

        Soweit ich mich erinnere, fehlt noch ein
        Mechanismus, der die Katze tötet, sobald
        die Kiste geöffnet wird. Auch nach Öffnen
        der Kiste bleibt dann nämlich unklar, ob
        die Katze bis dahin noch gelebt hat oder
        schon tot war.
        Eigentlich is das doch egal, weil die Katze soweiso ein äußerst schlechtes Beispiel für das ist, was es beschreiben soll. So ist der Zustand der Katze nicht im geringsten etwa mit dem eines Atoms zu vergleichen. So kann ich z.B. im nachhinein immer noch feststellen wann die Katze gestorben ist... etc.. außerdem ist der Zustand der Katze nicht wirklich unbestimmt während Sie in der Kiste ist. Wärend es der eines Atoms etwa schon ist. Das Atom wird erst durch die Messung in einen bestimmten Zustand gezwungen, während dies bei der Katze nicht der Fall ist.

        ralf

    • Antwort von nach 16 Stunden hilfreich
      Re^2: Schrödingers Katze

      hmmm... da ist ja ganz nett, aber ich dachte dies hat irgendetwas mit der Relativitätstheorie oder der Heissenbergschen Unschärferelation zu tun... wenn ja, wo ist dabei die Verbindung und wenn nein, wo ist der Witz bei dem Experiment?

      • Antwort von nach 17 Stunden hilfreich
        Re^3: Schrödingers Katze

        Relativitätstheorie
        definitiv nein, die Katze muss nicht Lichtgeschwindigkeit erreichen. Heisenbergschen Unschärferelation
        Ja, die Ungewissheit, wann genau das erste Teilchen zerf"allt und den Mechanismus ausl"ost, wird durch "ahnliche (Matrix-)Operatoren beschrieben wie Ort und Impuls in der Ableitung der Unscha"arferelation.

        Oder: Wegen der Unsch"arferelation kann nicht bestimmt werden, wann in einem Atomkern die Teilchen auf den richtigen Bahnen mit dem richtigen Tempo herumwirbeln, um den Kern auseinanderdriften zu lassen.

        Und das f"ur jedes der fraglichen Atome.

        *armeKatzenpopulation*

        MfG Lutz

      • Antwort von nach 3 Tagen hilfreich
        Re^3: Schrödingers Katze

        Heissenbergschen Unschärferelation
        Unser Quantentheorie-Dozent hat uns
        immerfort eingetrichtert, dass das
        UNBESTIMMTHEITS-Relation zu heissen hat.
        Wir hielten es fuer eine Spitzfindigkeit,
        aber das Beispiel mit Schroedingers Katze
        zeigt doch deutlich, dass dem nicht so ist.
        Der "Zustand der Katze" (lebend oder tot)
        ist bis dahin unbestimmt, also unklar, bis
        der Deckel aufgemacht wird, bis wird also
        eine Beobachtung/ eine Messung durchfuehren.
        So ist es in der Quantentheorie mit allem!
        Sie ist eine Theorie der Beobachtungen,
        der Messungen, der Wechselwirkung zwischen
        Beobachter und Beobachtetem. Was zwischen
        Beobachtungen passiert wird in Form von
        Wahrscheinlichkeiten beschrieben. Es
        kuemmert die Quantentheorie nicht, was
        wirklich dazwischen passiert. Mit anderen
        Worten, die Quantentheorie sagt nichts
        darueber, ob die Katze lebt oder tot ist,
        waehrend der Deckel zu ist, sie stutzt sich
        nur auf das, was der Beobachter erblickt,
        wenn er den Deckel oeffnet, eine zornige
        Katze, veraergert ueber die schlechte
        Behandlung, oder ein Gerippe ;-)

        MEB

    • Antwort von nach 17 Stunden hilfreich
      Re^2: Schrödingers Katze

      deine Antwort ist die Beste.
      Gerald

  2. Antwort von nach einem Tag hilfreich
    Re: Schrödingers tote Katze

    Definitiv:
    Ungefähr 3 Jahre nach ihrem Tod zerfällt die Katze
    Servus H

  3. Antwort von nach 3 Tagen hilfreich
    Re: Schrödingers Katze

    Die Katze sitzt in einem gschlossenen Kasten neben einer Giftampulle. Ein Hammer kann die Ampulle zerschlagen, wenn ein Kernzerfall es uebver einen Geiger-Counter ausloest. Ob der Kern zerfallen ist oder nicht, --d.h. ob die Katze tot oder lebendig ist, kann man erst wissen,wenn man den Kastenoeffnet. Was ist voerher mit der Katze los?
    ... Es gibt eine schoene Geschichte ueber einen chinesischen Kaiserssohn. Er war sehr hochmutig und wollte seinen besten Berater (Confucius vielleicht?) demuetigen. Er nahm ein Voegelein in seine Hand und schloss die Hand. "Lebt es oder nicht?" fragte er schmunzeln den Weise.
    "Die Antwort liegt in Eurer Hand, Eure Hoheit: wenn ich 'es lebt' sage, wird es getoetet sein; wenn ich sage, 'Es ist tot', dann fliegt es weg".



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