Re^2: Aufgabe zu Dichte verstehe ich nicht richtig
Hi,
Eine Kapillare ist ein sehr enges Glasrohr. Ihre lichte Weite
(innerer Durchmesser d) wird auf folgene Weise gemessen:
Man füllte das Rohr auf einer Länge von l = 20 cm mit
Quecksilber. Das Rohr wird vor und nach dem Einfüllen gewogen.
Die Massendifferenz ist 3,08 g.
a) Warum füllt man die Kapillare mit dem giftigen Quecksilber
und nicht mit Wasser?
b) Wenn man die Kapillare mit Wasser füllen würde, wie groß
wäre dann die Massendifferenz?
c) Berechnen Sie die lichte Weite d.
Also, bei c) habe ich 0,12 cm heraus. Und bei b) habe ich 0,23
g heraus.
Ich komme zu den gleichen Ergebnissen.
Nur bei a) weiß ich absolut keine Antwort. Wäre super, wenn
mir da jemand auf die Sprünge helfen könnte.
M.E. weil mit Quecksilber eine genauere Messung möglich ist
1. wegen der weitaus höheren Dichte und
2. weil es wegen der hohen Oberflächenspannung die
Kapillarwand nicht benetzt.
Hallo,
ok, die Rechnungsergebnisse scheinen richtig zu sein. Die Begründung der Verwendung von Quecksilber anstatt Wasser kann ich mit Pontius nur eingeschränkt teilen. Bezüglich der Messgenauigkeit ist eigentlich zwischen Wasser und Quecksilber kein Unterschied, aber in der Anwendung. Wieso Kapilare? Zur Temperaturmessung oder als Manometer (auf der einen Seite z.B. ein Gasdruck, auf der anderen Seit als Drucksäule bzw. Gegengewicht eine Wasser oder Quecksilbersäule). Wenn die Messung bei Temperaturen unter 0 °C oder um 100 °C stattfindet, ist Wasser ungeeignet, weil es friert oder verdampft (wenigstens im Bereich der Messstelle). Ist der zu messende Druck im Bereich von über zwei bar, dann wird die Drucksäule bei Wasser über 2 m hoch und kann nur umständlich von einem Podest oder Leiter abgelesen werden bzw. die Messeinrichtung wird unhandlich groß. Bei Quecksilber dagegen beträgt die erforderliche Kapilare nur ca. 1/13 der Länge der Wasserkapilare, damit lassen sich auch größere Drücke mit relativ kurzen Kapilaren messen. Solle Druckschwankungen gemessen werden, so sind geringe Schwankungen mit Hg ungenau zu messen, denn es gibt nur geringe Änderungen der Hg-Säule, während bei Wasser die Säulenänderung ca. 13 x größer und damit besser erfassbar wird. Ok, hier ist bei Wasser die Messungenauigkeit kleiner: nehme an, man mißt die Säulenhöhe mit einer Ungenauigkeit von +/- 0,5 mm, dann ist die Ungenauigkeit bei Wasser +/ 0.00025 bar und bei Hg 13 x höher, nämlich ca. 0.00325 bar.
Wolfgang D.