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Re: Formgedächnismetall
Auch wenn es für einige langsam langweilig wird, häng ich einfach mal wieder ein Zitat aus dem Römpp-Lexikon an.
2. In der Metallurgie: Sog. Formgedächtnis von Legierungen, basierend auf einer reversiblen, verformungsinitiierten, thermoelast., martensit. Umwandlung (s. Martensit). Als Folge einer Erwärmung erfolgt eine Rückverformung in den ursprünglichen Zustand. Der M.-E. tritt beispielsweise auf bei Nickel-Titan-Leg. (s. Nitinol) u. Kupfer u. findet techn. Anw. in der Medizin- u. Elektrotechnik.
Nitinol
1958 im Naval Ordnance Laboratory entwickelte, korrosionsbeständige, hochfeste Nickel-Titan-Leg. mit 55% Ni. Die bis ca. 8% elast. verformbare Leg. ist bis 650 °C verwendbar, D. 6,4, Schmp. 1240–1328 °C. N. zählt zu den Formgedächtnis-Legierungen, d. h. zeigt einen sog. Memory-Effekt, der sich z. B. zur cycl. Umwandlung von therm. in mechan. Energie u. zum Antrieb kleiner Maschinen (Banks' Engine ) sowie auch in der Medizintechnik nutzen läßt.
Lit.: 1 Banks, Nitinol Heat Engines, in Perkins (Hrsg.), Shape Memory Alloys, New York: Plenum Press 1975. 2 Ullmann (5.) A 26, 14.
allg.: Jorde u. Reiß, Nitinol Bewegungselemente (Ber. A 4381), Köln-Porz: DFVLR 1982 ï Kirk-Othmer (3.) 20, 726 ff. ï Umschau 84, 77–81 (1984).
E = F = S nitinol
I nitinolo
Z 7502 20
Quelle: Römpp Lexikon Chemie – Version 1.5, Stuttgart/New York: Georg Thieme Verlag 1998
Gruß Gandalf