Klassische Nullung

Von: , Frage gestellt am Mi, 16. Mai 2001

Kann mir mal jemand freundlicherweise erklären was es mit der klassischen Nullung auf sich hat.

7 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 2 Stunden 1 hilfreich
    Re: Klassische Nullung

    ganz einfach: bei der klassischen nullung wurde kein seperater potentialausgleichs- und erdungsleiter, sondern dieser zusammen mit dem nullleiter geführt. das hatte den nachteil, daß, wenn in der verteilerdose jener keinen kontakt gab, du deine phase direkt am gut "geerdeten" metallgehäuse deiner maschine zu spüren bekamst. ist aus diesem grund jetzt grundsätzlich verboten.

    Frank

  2. Antwort von nach 16 Stunden 0 hilfreich
    Re: Klassische Nullung

    Kann mir mal jemand freundlicherweise erklären was es mit der
    klassischen Nullung auf sich hat.
    Stell Dir bildlich einen moderne Steckdose vor.3 Anschlüsse:Phase-Nullleiter-Erde.
    Wenn jetzt bei einem Altbau nur 2 Drähte aus der Wand kommen wird die klassiesche Nullung gemacht.
    Phase und Nullleiter werden wie üblich angeschlossen .Der fehlende Schutzleiter wird dann durch eine Drahtverbindung vom Nullleiteranschluß zum Schutzleiteranschluß ersetzt.

    • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
      Re^2: Gefährliche Sache

      In Altbauwohnungen gibt es dazu leider kaum eine Alternative, vor allem für Mieter. Die Dreileitertechnik mit Schutzleiter wurde, glaube ich, erst in den 60-er Jahren eingeführt. Es ist nun mal nicht auszuschließen, daß der Nulleiter eine Unterbrechung hat oder ein ahnungsloser Elektriker die alten Leitungen an einer Verteilerdose vertauscht. Gerade im Küchen- und Sanitärbereich, wo Wasser ist und geerdete Wasserleitungen sind kann es fatale Folgen haben, wenn die Metallgehäuse von E-Herd, Kühlschrank oder Waschmaschine plötzlich auf 230 V liegen. Ich empfehle daher dringend, soweit möglich, die genullten Stromkreise nachträglich mit einem FI-Schutzschalter zu versehen. Damit ließe sich sicher das Schlimmste verhindern.

      Jörg [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

      • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
        Re^3: Gefährliche Sache

        Hallo Jörg, In Altbauwohnungen gibt es dazu leider kaum eine Alternative,
        vor allem für Mieter. Die Dreileitertechnik mit Schutzleiter
        wurde, glaube ich, erst in den 60-er Jahren eingeführt. Es ist
        nun mal nicht auszuschließen, daß der Nulleiter eine
        Unterbrechung hat oder ein ahnungsloser Elektriker die alten
        Leitungen an einer Verteilerdose vertauscht. Gerade im Küchen-
        und Sanitärbereich, wo Wasser ist und geerdete Wasserleitungen
        sind kann es fatale Folgen haben, wenn die Metallgehäuse von
        E-Herd, Kühlschrank oder Waschmaschine plötzlich auf 230 V
        liegen. Ich empfehle daher dringend, soweit möglich, die
        genullten Stromkreise nachträglich mit einem FI-Schutzschalter
        zu versehen. Damit ließe sich sicher das Schlimmste
        verhindern.
        Ich hab auch genau das Problem. Daß das so ein großes Problem ist, hab ich bis jetzt aber nicht gewusst. Aber was ist bitte ein FI-Schutzschalter?

        Grüße,
        Semjon.

        • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
          Re^4: Gefährliche Sache

          Hallo Semjon, In Altbauwohnungen gibt es dazu leider kaum eine Alternative,
          vor allem für Mieter. Die Dreileitertechnik mit Schutzleiter
          wurde, glaube ich, erst in den 60-er Jahren eingeführt. Es ist
          nun mal nicht auszuschließen, daß der Nulleiter eine
          Unterbrechung hat oder ein ahnungsloser Elektriker die alten
          Leitungen an einer Verteilerdose vertauscht. Gerade im Küchen-
          und Sanitärbereich, wo Wasser ist und geerdete Wasserleitungen
          sind kann es fatale Folgen haben, wenn die Metallgehäuse von
          E-Herd, Kühlschrank oder Waschmaschine plötzlich auf 230 V
          liegen. Ich empfehle daher dringend, soweit möglich, die
          genullten Stromkreise nachträglich mit einem FI-Schutzschalter
          zu versehen. Damit ließe sich sicher das Schlimmste
          verhindern.
          Ich hab auch genau das Problem. Daß das so ein großes Problem
          ist, hab ich bis jetzt aber nicht gewusst.
          So ein großes Problem ist es nun auch nicht. Meistens funktioniert es ja. Wenn dann doch mal was passiert, ist ein elektrischer Schlag zum Glück in den meisten Fällen nicht gleich tödlich ( sonst könnte ich Dir jetzt nicht mehr Antworten :-).
          Das ist etwa so wie bei einem Wohnungsbrand: Der kommt auch nur relativ selten vor, ist aber viel spektakulärer als ein Stromunfall, zumal mehr Leute davon betroffen sind. Die Gefahr ist aber immer vorhanden und sollte ernstgenommen werden. Aber was ist bitte
          ein FI-Schutzschalter?
          Bei einem ordnungsgemäß geschlossenen Stromkreis ist die Summe der Ströme von Hin- und Rückleiter im Idealfall null. Bei unvorhergesehenen Stromabgängen, z.B. über die Erde, Wasserleitung oder Heizung ist die Summe nicht mehr null. Diese Differenz nennt man Fehlerstrom. Ein FI-Schutzschalter bzw. Fehlerstromschutzschalter erkennt diesen Fehlerstrom, der auch schon bei einem elektrischen Schlag ausreichend groß ist, und schaltet den Stromkreis ab. Bei Neuinstallationen ist er schon seit etlichen Jahren vorgeschrieben und befindet sich im Sicherungskasten.
          Im Baumarkt habe ich solche Dinger aber schon als Schuko-Zwischenstecker gesehen. Vielleicht eine lohnende Investition zumindest für die kritischen Naßbereiche

          Jörg

      • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
        Re^3: Gefährliche Sache

        Is ja klasse. Die einzige Möglichkeit , ist im diesen Fall ja die komplette Installation auszutauschen. Denn fehlenden Pe anzuschliesen kommt ja nicht in Frage, weil ich damit automatisch alle Null-Leiter geerdet hätte. bzw. beim entfernen der Brücke auch nur diese eine Dose geerdet hätte.

        Ist in so einem Fall der Vermieter verpflichtet nachträgliche Änderungen vorzunehmen.?

        Und wenn jetzt ein Elektroinstallateur an diesem Stromkreis arbeitet und Ihm die fehlerhafte ( nach geltenden Normen) Installation auffällt , übernimmt Er automatisch die Verantwortung bei Schadensfällen?

        Torsten [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

        • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
          Re^4: Gefährliche Sache

          Hallo Torsten, Is ja klasse. Die einzige Möglichkeit , ist im diesen Fall ja
          die komplette Installation auszutauschen.
          Darauf würde es hinauslaufen. Das kann man allenfalls im Rahmen einer Sanierung machen. Denn fehlenden Pe
          anzuschliesen kommt ja nicht in Frage, weil ich damit
          automatisch alle Null-Leiter geerdet hätte. bzw. beim
          entfernen der Brücke auch nur diese eine Dose geerdet hätte.
          Du müßtest die Erde jeder Steckdose zuführen, dann kannst Du auch gleich eine komplette neue Leitung legen. Ist in so einem Fall der Vermieter verpflichtet nachträgliche
          Änderungen vorzunehmen.?
          Glaube ich nicht. Das würde sicher auch einige Hausbesitzer finanziell überfordern.
          Und wenn jetzt ein Elektroinstallateur an diesem Stromkreis
          arbeitet und Ihm die fehlerhafte ( nach geltenden Normen)
          Installation auffällt , übernimmt Er automatisch die
          Verantwortung bei Schadensfällen?

          Solange die Änderung bei Altinstallationen gesetzlich nicht vorgeschrieben ist, ist es auch nicht sein Problem.

          Jörg

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