Kreuzungen nach MENDEL

Hallo,

heute kam bei uns die Frage auf, ob es wichtig/entscheidend ist welches GEschlecht die Lebewesen bei Kreuzungen nach den MENDELSCHEN Regeln haben. Z.B. bei Kreuzungen der Drosophila, Mutter reinerbig mit dominanten Erbanlagen, Vater reinerbig mit rezessiven Erbanlagen !
Wer weiß was darüber ?

Grüße Kerstin

Hi,

heute kam bei uns die Frage auf, ob es
wichtig/entscheidend ist welches
GEschlecht die Lebewesen bei Kreuzungen
nach den MENDELSCHEN Regeln haben.

ich weiss nicht, was Mendel dazu gesagt haette. Mit Mendelschen Regeln sollte man im uebrigen etwas vorsichtig sein, die sind naemlich stark vereinfacht.
Natuerlich spielt das Geschlecht eine Rolle, wenn die entsprechenden Gene auf Gonosomen (X/Y) liegen und sonst nicht. Es waere gar verwunderlich, wenn Mendel nicht auch darauf gestossen waere. Ob er das aber veroeffentlicht hat ist eine andere Frage …

Die Mendelschen Regeln kommen auch bei Merkmalen, die auf „extrachromosomnaler“ DNA (z.B. DNA in Mitochondrien)kodiert sind, nicht zum Tragen. Da beim Menschen bei der Befruchtung keine Mitochondrien aus der Spermazelle in die Eizelle gelangen, werden diese Merkmale nur von der Mutter weitergegeben (Maternaleffekte).

Der Mendel hat das aber alles weggeschummelt…

Man weiß heute natürlich, dass die MENDELSCHEN Regeln nur stark eingeschränkt gelten. Meines Erachtens ist die ERSTE Regel Mendels (Uniformitäts- und Reziprozitätsregel), auf die sich deine Frage offensichtlich bezieht, heute noch gültig. Sie besagt:
(…)DABEI IST ES GLEICHGÜLTIG, OB DAS DOMINANTE MERKMAL VOM VATER ODER VON DER MUTTER KOMMT.
Vorsicht: Dies gilt nicht bei X-chromosomalem Erbgang!
Tim (Bio-LK Klasse 13)

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