Ohrwürmer

Hallo ihr Experten,

ich wohne am Lande und das sehr gerne. Doch heuer habe ich ein kleines Problem: im Garten und im Schuppen habe ich jede Menge Ohrwürmer. Ich weiss zwar, dass die nicht gefährlich sind, doch ich kann sie schon nicht mehr sehen. Überall krabbeln diese Viecher herum.
Gibt es eine natürliche Möglichkeit, die Ohrwürmer wegzukriegen? Die „chemische Keule“ kommt für mich nicht in Frage.

Vielen Dank
LinniAnn

Hi LinniAnn !

Da kam neulich noch ein Bericht drüber im Fernsehn.

Nimm einen Blumentopf und stecke von unten einen Zopf Stroh / Heu rein und stelle ihn auf dem Kopf an die Stelle wo die Ohrwürmer hauptsächlich rumlaufen. Nachts krabbeln die Ohrwürmer dann rein (also nicht ganz platt auf den Boden stellen). Was Du dann damit machst ist Deine Sache.

Die Tierchen sollen prima gegen Blattläuse und so ein Zeugs sein. Du kannst Sie in dem Blumentopf auch an eine Stelle umsiedeln, wo sie Dir gute Dienste gegen Blattläuse tun könnten.

Gruß - Achim

Hallo LinniAnn,

ich wohne am Lande und das sehr gerne. Doch heuer habe ich ein
kleines Problem: im Garten und im Schuppen habe ich jede Menge
Ohrwürmer. Ich weiss zwar, dass die nicht gefährlich sind,
doch ich kann sie schon nicht mehr sehen. Überall krabbeln
diese Viecher herum.
Gibt es eine natürliche Möglichkeit, die Ohrwürmer
wegzukriegen? Die „chemische Keule“ kommt für mich nicht in
Frage.

Da sich die Ohrwürmer von „Schädlingen“ ernähren wirst du mit deren entfernen ein ganz anderes Problem bekommen !
Eine grosse Population von „Nützlingen“ kommt nur zustande, wenn es genug Nahrung für sie gibt, also „Schädlinge“. Sei Froh darüber, dass dich nur die Ohrwürmer stören oder hast du lieber den ganzen Garten voller Blattläuse ??

MfG Peter(TOO)

Hallo!

Hier etwas über Ohrwürmer :

Vom Spätsommer bis zum Herbst kann man den Ohrwurm tagsüber versteckt in Blüten oder Blattwinkeln und abends aktiv herumkrabbelnd im Garten finden : Auf den Obstbäumen, auf Gemüse- und Kräuterpflanzen und auf Blumen. Überall dort, wo Läuse zu beobachten sind, ist er ein häufiger Gast. Er ernährt sich mit Vorliebe von ihnen ebenso wie von kleinen Raupen und Insekteneiern. Fehlt ihm diese tierische Nahrung, frisst er allerdings auch an Blüten und Blättern oder an Obst.
Trotzdem gehört der Ohrwurm im naturnahen Garten zu den Nützlingen, die durch Unterschlupfhilfen gezielt zu fördern sind. Am häufigsten sieht man so genannte Ohrwurmbungalows. Dies sind mit Holzwolle gefüllte Tonblumentöpfe, die mit der Öffnung nach unten in Obstbäume gehängt werden. Wichtig dabei ist, dass der Rand der Glocke an einem Ast oder Stamm anliegt, damit die Tiere die Behausung besser erreichen. Sorgen im Spätsommer die Ohrwürmer, auch aus Mangel an Läusen, eher für einen Schaden als für einen Nutzen, lassen sie sich einfach tagsüber in naturbelassene Ecken des Gartens umsiedeln, indem man die mit den Tieren stark besiedelten Blumentöpfe dort entleert.
Ohrwürmer überwintern gesellig unter Steinen und in der Laubschicht. Im Frühjahr legen die Weibchen bis zu 50 Eier in kleine Erdgruben. Innerhalb von zwei bis vier Monaten entwickeln sich die Larven über drei Häutungen zu Vollinsekten. Normalerweise werden in einem Jahr zwei Gelege aufgezogen.

Grüße max