Kunststoff gesucht

Hallo!
Ich suche ein Material, das flüssig ist und an der Luft dann schnell aushärtet (Gummiartige Beschaffenheit wäre optimal, wie ein Autoreifen oder so).
Bedingungen / Anforderungen an das ausgehärtete Material:

  • Ausgangsmaterialien sollte man leicht bekommen können (Baumarkt oder so, nicht irgendwelche besonderen Mixturen, zu denen Mann einzelne schwer zu beschaffende Elemente benötigt).
  • Sollte Hitzbeständig sein (75-300°C wäre schon OK, also bei dieser Temperatur, sollte es halt nicht davon laufen, aber wenn es ein wenig angekokelt ist, macht nichts).
  • Nach dem Aushärten, sollte man es mit Säge, Feile und Messer ein wenig nacharbeiten können.
  • Es muss von Glas und Metall problemfrei ablösbar sein (ggf ein Tipp, wie man das Glas bzw. das Metall vorbehandeln muss, zum Beispiel mit Creme einreiben).

Ist das Material, dass diese Anforderungen erfüllt kein Kunststoff, macht nichts.

Warum will ich das wissen? Nun für Kunft müssen von Originalen Abdrücke genommen werden, die so feine Konturen haben, dass Gips nicht funktioniert hat. Das Objekt hängt an einem Faden in einem Kunststoffgefäß, das beim Bearbeiten zerstört wird und in das die Masse soll. Die Masse sollte auch schnell aushärten, weil es sonst mit einer Schulstunde mit meinen Schülern Probleme gibt (habe das mal zu Hause getestet).
Noch ein Hinweis: Wenn der Stoff reizend ist, macht nichts, da die Schülerinnen und Schüler schon alt genug sind.

Vielen Dank im Voraus für jeden Tipp!

Gruß Christian

Die Masse sollte auch schnell
aushärten, weil es sonst mit einer Schulstunde mit meinen
Schülern Probleme gibt (habe das mal zu Hause getestet).
Noch ein Hinweis: Wenn der Stoff reizend ist, macht nichts, da
die Schülerinnen und Schüler schon alt genug sind.

Hallo Christian,

die Probleme sind in den oben wiedergegebenen Passagen enthalten. In einer Schulstunde kannst Du außer mit Gips nichts auf die Reihe bekommen. Es böte sich noch 2-Komponenten-Epoxy aus dem Baumarkt an, aber auf die Husche, ohne Vakuum-Möglichkeiten, ohne Übung und ohne Versuche (das Zeug reagiert je nach angerührter Menge stark exotherm) ist damit nichts zu wollen. Außerdem ist der Stoff hautreizend und kann Allergien auslösen. Das sollte niemand auf die leichte Schulter nehmen. Passiert es bei einem Deiner Schüler, kommst Du in des Teufels Küche!

Tue Dir selbst den Gefallen und verwende Gips. Daß sich damit keine feinen Strukturen abformen lassen, halte ich für ein Gerücht. Wie überall gibts auch beim Gips Unterschiede. Das Billigzeuchs zum Spachteln von Wänden ist eher weniger geeignet. Gehe in einen Bastelladen. Dort gibts Gips zum Modellieren und Formengießen.

Gruß
Wolfgang

Hallo
Es gibt einen Silikonkautschuk , welcher auch im Dentaltechnikbereich verwendet wird . Es handelt sich um 2-Komponenten Silikongummi , welches sehr weichelastisch ist . Hierbei ist das Entformen leicht , man verwendet eventuell Trennmittel , auch abhängig vom Untergrund .
Allerdings ist das Hineinhängen mittels eines Fadens unzufriedenstellend , da man beim notwendigen Herausschneiden entweder das Original oder die Form beschädigt .
Man kann zwar das Gummi zur Entformung etwas weiten , aber nicht den Durchmesser des Fadens auf den Durchmesser des Kunstwerkes bringen .
Hierzu beachte man die maximale Dehnung .
Sowas gibts allerdings nicht im Baumarkt und kostet ein paar Euro 50zig .
Der andere Artikel favorisiert Gips , und das hat sicher auch seinen Grund auch im hohen Preis von hochwertigen Abformmethoden .
Das man überhaupt durch schneiden etwas beim Abformen bearbeiten will , ist mir etwas zuwider , höchstens Anschlüsse entfernen , Übergänge planen oder ähnlich .
Es erscheint mir auch etwas unlogisch , ein Werkstück komplett einzugießen , um es anschließend durch Zerstörung der Form zu befreien , damit man ein Negativ erhält . Hierbei würde ja das Kunstwerk angegriffen , und ein Großteil der Form beschädigt .

Gips bringt eine Feile zum Rosten .
Da gibts extra Abformgips , und auch andere keramische Massen , ich vermute mal , wenn der Gips zuviel Wasser enthält , wird er etwas porös .
Ich würde ein Trennwachs nehmen , das Kunstwerk einstreichen , um dann Teile an das Kunstwerk anzugießen , welche sich leicht entfernen lassen , also keine Hinterschneidungen haben . Hierbei müssen Objekte wie Halbkugeln ,Pyramiden , oder konische Stifte in die Trennflächen eingebracht werden , damit alles nachher zusammenpasst . Die einzelnen Gipsteile müssen dabei ebenfalls Trennmittel erhalten .
Eine Frage wäre außerdem , was mit der fertigen Form geschehen soll . Soll ein Kunstwerk durch Gießen kopiert werden ?

Mit etwas Übung kann man das in einer Stunde schaffen .
MfG
Matthias

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Hallo!
Danke erstmal. Das werde ich gleich ausprobieren.
Mit dem Zerstören habe ich mich etwas schlecht ausgedrückt. Die Objekte sind einfache Formen, wie zum Beispiel Flaschen oder so, und mit zerstören hatte ich das durchsägen der Füllmasse entlang einer Linie gemeint, sodass ich dann zwei Hälften habe.

GRuß CHristian