Hallo,
man hängt da im Frühjahr ein paar Kästen in den Garten, und wenige Stunden später sind oft schon die ersten Mieter (oder zumindest Interessenten) da. Wie machen die das nur, die Dinger so schnell als geeignete Nistmöglichkeiten zu identifizieren?
Cu Rene
Hallo !
Wenn man die Vögel beobachtet, sieht man, daß sie immer auf der Suche sind. Sie suchen ganz bewußt eine Höhle. Der Nistkasten selbst ist weniger wichtig, aber das dunkle Loch mit dem geschützten Raum dahinter, das ist es!
Wir beobachten jedes Jahr, das ein Starenpaar einen Starenkasten in Besitz nimmt und anfägt zu bauen. Nach einer Wochen kommt grundsätzlich ein Meisenpaar, schmeißt das schon gebaute Nest raus und beginnt selbst von vorn. Die Stare ziehen ab.
Gehen aufs Dach unter die Pfannen. Jedes Jahr aufs neue. Um das diesmal zu vermeiden, habe ich im Herbst einen Starenkasten an den Dachüberstand gehängt, damit sie dort einziehen. Direkt neben ihrem alten Dachpfannenest. Denkste! Sie verweigern den Kasten und gehen wieder unter die Pfannen.
Sie wissen ganz genau, was sie wollen.
Gruß Max
Hallo,
Wenn man die Vögel beobachtet, sieht man, daß sie immer auf
der Suche sind. Sie suchen ganz bewußt eine Höhle. Der
Nistkasten selbst ist weniger wichtig, aber das dunkle Loch
mit dem geschützten Raum dahinter, das ist es!
Ok die suchen also „schwarze Löcher“.
Gehen aufs Dach unter die Pfannen. Jedes Jahr aufs neue. Um
das diesmal zu vermeiden, habe ich im Herbst einen
Starenkasten an den Dachüberstand gehängt, damit sie dort
einziehen. Direkt neben ihrem alten Dachpfannenest. Denkste!
Sie verweigern den Kasten und gehen wieder unter die Pfannen.
Also suchen sie doch keine „schwarzen Löcher“, sonst würden sie doch eindeutig den Kasten bevorzugen, wobei in diesem Fall natürlich der Lerneffekt nicht zu vernachlässigen ist, da es schon jahrelang funktioniert unter deinem Dach sicher zu brüten.
Cu Rene
Schon mal Dachrinnen gereinigt? Dann siehst Du in viele dunkle Löcher.
Hallo,
Schon mal Dachrinnen gereinigt? Dann siehst Du in viele
dunkle Löcher.
Ok ich bin etwas größer, und reinige die Dachrinne immer von oben 
Cu Rene
Tschuldigung, wußte nicht, daß Du in einer Hundehütte wohnst.
Gruß max
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Hallo, René,
es ist halt so, dass unterschiedliche Vogelarten unterschiedliche Brutplätze bevorzugen.
Lerchen sind z.B. Bodenbrüter und bauen ihre Nester unmittelbar auf dem Boden mitten im Acker.
Amseln z.B. bevorzugen Hecken oder Gebüsch und brüten in etwa 1-3 m Höhe über dem Erdboden,
und dann gibt es die Höhlenbrüter (Stare, Meisen etc.) die für die Aufzucht ihrer Brut nach umschlossenen Behausungen suchen.
Das können verlassene Spechthöhlen sein, natürliche Astlöcher, Ritzen in Gebäuden oder eben die Ersatznisthöhlen, die freundliche Menschen wie Du aufhängen.
Solche Brutplätze sind nicht allzu dicke gesät, daher haben die Wohnungssuchenden ein sehr waches Auge auf ihre Umgebung und wenn sich eine Möglichkeit auftut, wird sie sofort genutzt.
Aber sie muß schon passen. Blaumeisen z.B. erwarten mindestens eine Höhe von 2m über Grund und möglichst Morgensonne. Auch das Zugangsloch muß von der Größe her passen. Der Vogel muß hinein und heraus können und Nesträüber (Elstern, Eichhörnchen, Katzen) müssen draußen bleiben. Manche, wie z.B. Kleiber mauern sich zu große Einfluglöcher einfach passend zu, oder sie vergrößern sie entsprechend.
Andere Vögel sind auf bestimmte Baumaterialien angewiesen. Schwalben z.B. brauchen irgendwo in der Nähe eine lehmige Pfütze.
Für die Wahl des Brutplatzes ist auch wichtig, wie weit die Wege für die Futtersuche sind.
Und wenn es nicht paßt, wird eben umgezogen. Unser Gartenamselhahn hat gelernt mit der Pingeligkeit seiner Gefährtin umzugehen. Er fängt einfach mehrere Baustellen an verschiedenen Stellen an, und baut das fertig, das seiner Holden am besten gefällt.
Die Antwort auf Deine Frage muß also lauten; Super! wenn sie richtig hängen 
Grüße
Eckard.
Aber wie erkennen Vögel Nistkästen?
Hallo Eckard,
Die Antwort auf Deine Frage muß also lauten; Super! wenn sie
richtig hängen 
Der ist wirklich gut. Ich mache mir auch immer Gedanken, wie ich die Kästen ausrichte, und habe meistens mehrere Nester übereinander in den Kästen - so bin ich auch mal auf die Fragestellung gekommen.
Ist die Frage jetzt besser formuliert?
Was würde passieren, wenn man statt des Einfluglochs einen passenden dunklen Kreis aufmalt? Würden die Vögel erst mal hinfliegen, um dann aus der Nähe zu erkennen, daß da gar kein Loch zum reinfliegen ist?
Cu Rene
Was würde passieren, wenn man statt des Einfluglochs einen
passenden dunklen Kreis aufmalt? Würden die Vögel erst mal
hinfliegen, um dann aus der Nähe zu erkennen, daß da gar kein
Loch zum reinfliegen ist?
Hallo, René,
Aaah, jetzt habe ich kapiert, worauf Du hinauswillst.
Ohne mich jetzt wirklich auf Fakten stützen zu können (die man sicher im Versuch ermitteln könnte), gehe ich davon aus, dass das Merkmal „dunkler Kreis = mögliches Loch“ zunächst die Aufmerksamkeit weckt und zu näherer Untersuchung veranlaßt. Dabei werden dann die weiteren genetisch angelegten und anerzogenen/gelernten Kriterien in die Beurteilung einbezogen (wirklich ein Loch? nur Loch oder auch Höhlung dahinter? richtige Position? Größe des Loches? Schon bewohnt? Anflugmöglichkeiten? Nahrungsquellen in der Umgebung? usw).
Vielleicht in Analogie zum menschlichen Verhalten bei der Suche nach einem Parkplatz
Da nimmt man ja auch zunächst nur eine Lücke als möglich wahr, beim Näherkommen beurteilt man dann anhand der vorgegebenen Anforderungen (Abmessungen der Lücke/des eigenen Autos? Parken erlaubt? …) ob sie zum Abstellen des eigenen Fahrzeuges taugt oder nicht.
Inwieweit sich Vögel eventuell durch (für das menschliche Auge) perspektivisch gemalte Nistkästen täuschen ließen, hängt natürlich vom Sehvermögen und der räumlichen Wahrnehmungsfähigkeit des Vogelauges und der Vorstellungsfähigkeit des damit arbeitenden Gehirns ab.
Gruß
Eckard.