Übertrag aus Forum Parawissenschaften

Hallo Jens

Wo sind denn die vielen Luecken in der
Evolutionstheorie??

Neugierig …

1.) Stichwort: Missing Link
Der Fossilbericht zeigt, daß die Enwicklung der Arten generell sprunghaft erfolgt. Innerhalb einer einer Art tauchen allmählich
neulich Unterarten auf, so daß sich eine allmähliche Entwicklung nachvollziehen läßt (Beispiel Galapagosfinken die Darwin bei seiner Theorie bekräftigten).
Aber zwischen den Arten gibt es überall nur Sprünge die sich genetisch nicht mit einer Handvoll Mutationen erklären lassen.

2.) Es gibt immer noch kein brauchbares Modell wie das Leben enstanden ist.
Die einfachsten Lebensformen, die je gefunden wurden, sind Prokarionten (Bakterien ohne festen Zellkern), die aber schon komplexe Strukturen aufweisen (z.B. Mitochondrien).

3.) Die Zahl der Chromosomen variiert zwischen den Lebensformen, ja sogar zwischen den Säugetieren.
Bei Pflanzen können kann eine Vervielfachung einzelner Chromosonen, oder des ganzen Chromosonensatz nützlich sein.
Bei Säugetieren oder Menschen ist sie katastrophal. Wie kommen also die zahlenmäßigen Unterschiede zustande.

4.) Es entstehen trotz des starken Einfluß des Menschen (Radioaktivität, Chemie, geänderte Umwltbedingung) keine neuen Arten, sondern nur Unterarten. Beispiel: Der Hund ist keine neue Art, denn er kann sich mit einem Wolf paaren und die Nachkommen sind fruchtbar.

Da ich kein Biologe bin kenne ich mich nicht so tief in der Materie aus.
Aber es wird sicherlich noch andere Argumente geben.

Diesen Artikel lege ich auch im Forum Biologie ab.

Gruß
Carlos

Hallo Carlos!

Wo sind denn die vielen Luecken in der
Evolutionstheorie??

Neugierig …

1.) Stichwort: Missing Link
Der Fossilbericht zeigt, daß die
Enwicklung der Arten generell sprunghaft
erfolgt. Innerhalb einer einer Art
tauchen allmählich
neulich Unterarten auf, so daß sich eine
allmähliche Entwicklung nachvollziehen
läßt (Beispiel Galapagosfinken die Darwin
bei seiner Theorie bekräftigten).
Aber zwischen den Arten gibt es überall
nur Sprünge die sich genetisch nicht mit
einer Handvoll Mutationen erklären
lassen.

Wo sind bitte die großen Unterschiede zwischen den Zwillingsarten? Es spielt immer eine Rolle, wie sehr sich eine Art spezialisiert und somit vom Ahnen entfernt. Es reicht beispielsweise bereits, daß eine Vogelpopulation den Gesang leicht verändert und somit nicht mehr für die andere Popoulation (oder mehrere Populationen) nicht mehr attraktiv sind. Dies wurde auf Galapagos beobachtet. Eine Art ist über die Fähigkeit Nachkommen mit einer anderen Art auf natürlichem Wege zu zeugen definiert. Im Labor kann man viele Lebewesen kreuzen.
Übrigens wurde auch schon einmal „künstlich“ eine Art im Labor erzeugt. Natürliche Artaufspaltungen beobachten Forscher immer wieder auf Hawaii und Galapagos (Fruchtfliegen, Schmetterlinge, einige Vögel).

2.) Es gibt immer noch kein brauchbares
Modell wie das Leben enstanden ist.

Spricht das gegen die ganze Theorie?

Die einfachsten Lebensformen, die je
gefunden wurden, sind Prokarionten
(Bakterien ohne festen Zellkern), die
aber schon komplexe Strukturen aufweisen
(z.B. Mitochondrien).

Lediglich eine Frage der Definition von Leben - oder? Außerdem ist es kein Problem für eine Theorie, einen Teilaspekt nicht zu erklären. Das zeigt lediglich, daß noch Forschungsbedarf besteht.

3.) Die Zahl der Chromosomen variiert
zwischen den Lebensformen, ja sogar
zwischen den Säugetieren.
Bei Pflanzen können kann eine
Vervielfachung einzelner Chromosonen,
oder des ganzen Chromosonensatz nützlich
sein.
Bei Säugetieren oder Menschen ist sie
katastrophal. Wie kommen also die
zahlenmäßigen Unterschiede zustande.

Wo ist hier die Lücke der Theorie?

4.) Es entstehen trotz des starken
Einfluß des Menschen (Radioaktivität,
Chemie, geänderte Umwltbedingung) keine
neuen Arten, sondern nur Unterarten.

Der Mensch übt keinen sonderlich starken Einfluß aus. Ein ordentlicher Vulkanausbruch sorgt immer noch für einen stärkeren Umwelteinfluß.

Beispiel: Der Hund ist keine neue Art,
denn er kann sich mit einem Wolf paaren
und die Nachkommen sind fruchtbar.

Wie sieht es denn Mit einem Zwergpinscher und einer Deutschen Dogge aus? sind sie natürlich noch kreuzbar? Doch nur künstlich. Und schon haben wir wieder die Artdefinition: natürlich muß die Fortpflanzung stattfinden.

Da ich kein Biologe bin kenne ich mich
nicht so tief in der Materie aus.
Aber es wird sicherlich noch andere
Argumente geben.

Sorry, mir sind keine bekannt.

Gruß,
Thomas

Hi,

Ich sortiere und kommentiere mal die gebrachten „Luecken“ der Evolutionstheorie, ich hoffe, das nimmt mir keiner uebel :wink:

1.) Stichwort: Missing Link

Ja, das ist in der Tat einer der Hauptkritikpunkte. Eine moegliche Loesung besteht darin, dass Arten sich sehr viel schneller bilden als man das gemeinhin annimmt (wobei sich „schnell“ auf geologische Beispiele bezieht!).
Ein Beispiel zur Illustration: Die menschliche Faehigkeit, Milch auch im Erwachsenenalter zu verdauen hat sich innerhalb von 10.000 Jahren in der Europaeischen Population voll (durchgesetzt). Das sind nur ca. 200 Generationen und der Evolutionsdruck duerfte in diesem Fall recht gering gewesen sein. Wenn man das extrapoliert (und mit starkem Evolutionsdruck rechnet), kann man davon ausgehen, dass eine Artentrennung im Fall des Menschen in 100.000 Jahren drin ist - und das obwohl Menschen eine extrem lange Generationsdauer haben. Bei Arten mit schnellerer Generationsfolge kann das um Groessenordungen schneller gehen. Gerechnet nach geologischen Massstaeben und Fossilienfunden ist das ein kurzes Augenzwinkern. In der Londoner U-Bahn gibt es Mueckenart, die sich innerhalb von ca. 100 Jahren von der „Mutterart“ getrennt hat und sich anders ernaehrt (von Ratten statt Voegeln). 100 Jahre!

2.) Es gibt immer noch kein brauchbares
Modell wie das Leben enstanden ist.

Das hat wenig mit Evolutionstherie zu tun. Selbst wenn man von einem Schoepfungsakt ausgeht, sprechen die empirischen Befunde am ehesten fuer eine Evolution - seit dem Zeitpunkt der Schoepfung vor ca. 3.000.000.000 Jahren.

4.) Es entstehen trotz des starken
Einfluß des Menschen (Radioaktivität,
Chemie, geänderte Umwltbedingung) keine
neuen Arten, sondern nur Unterarten.

Tun sie, siehe oben. Desweiteren aendert sich das Verhalten vieler Tierarten deutlich. Einer der besten Orte in Deutschland Voegel zu beobachten ist Berlin - nicht irgendeine abgelegene Aue.

Beispiel: Der Hund ist keine neue Art,
denn er kann sich mit einem Wolf paaren
und die Nachkommen sind fruchtbar.

Dert Artbegriff ist recht schwammig, aber man spricht von zwei Arten, wenn sie sich unter natuerlichen Bedingungen fruchtbare Nachkommen zeugen. Ich bezweifle, dass das bei Hunden und Woelfen der Fall ist, mag aber sein.

Da ich kein Biologe bin kenne ich mich
nicht so tief in der Materie aus.
Aber es wird sicherlich noch andere
Argumente geben.

Jo, gibt es. Ein weiteres wichtiges Argument ist eher logischer Art: Der fuer die Evolutionstheorie zentrale Begriff der Fitness scheint auf einem Zirkelschluss zu beruhen - die Fittesten ueberleben und die, die ueberleben sind die Fittesten. Ob ein Merkmal sich positiv auf die Fitness auswirkt zeigt sich darin, ob der Traege erhoehte Fortpflanzungschancen hat. Pflanzt er sich oefter fort als andere, ist er fitter usw. Eine gute Definition ist mir nicht bekannt.

Gruss

Thorsten

Hallo Thorsten!

(gekürzt)

1.) Stichwort: Missing Link

Ja, das ist in der Tat einer der
Hauptkritikpunkte. Eine moegliche Loesung
besteht darin, dass Arten sich sehr viel
schneller bilden als man das gemeinhin
annimmt (wobei sich „schnell“ auf
geologische Beispiele bezieht!).

Nicht nur die schnelle Bildung der Arten ist zu beachten, sondern auch der Fehler, „geologisch kurz“ und „biologisch kurz“ miteinander zu vermischen.
Übrigens scheint mir das Missing Link ein Problem der Linnaeischen Systematik zu sein. Die Arbeit Carl von Linné’s sei hier nicht in ihrer Leistung beschnitten, aber wir brauchen doch eine andere Systematik - z.B. die phylogenetische Systematik. Das System von Linnaeus - er selbst war Kreationist, was zu seiner Zeit nicht verwunderlich war - spiegelt nicht die Evolution wieder.

(gekürzt)

Da ich kein Biologe bin kenne ich mich
nicht so tief in der Materie aus.
Aber es wird sicherlich noch andere
Argumente geben.

Jo, gibt es. Ein weiteres wichtiges
Argument ist eher logischer Art: Der fuer
die Evolutionstheorie zentrale Begriff
der Fitness scheint auf einem
Zirkelschluss zu beruhen - die Fittesten
ueberleben und die, die ueberleben sind
die Fittesten. Ob ein Merkmal sich
positiv auf die Fitness auswirkt zeigt
sich darin, ob der Traege erhoehte
Fortpflanzungschancen hat. Pflanzt er
sich oefter fort als andere, ist er
fitter usw. Eine gute Definition ist mir
nicht bekannt.

Die Forpflanzung allein tut es nicht. Was bringt es einem Organismus 1000 Nachkommen zu zeugen, die nicht in der Lage sind, ihr Erbgut in die darauffolgende Generation einzubringen? Fitness ist insgesamt recht kompliziert zu erklären, wenn man alle Aspekte betrachtet. Kurz könnte man sagen, daß ein Organismus eine hohe Fitness besitzt, wenn er in der Lage ist, sein Erbgut über mehrere Generationen in die Population einzubringen. Damit wird zugleich impliziert, daß der entsprechende Organismus und seine Nachfahren an die herrschenden Lebensbedingungen angepaßt sein müssen.

Interessanter finde ich jedoch die Frage, wenn es um Kreationismus geht, welche Erklärungsmöglichkeiten der Kreationismus bei seinen Lücken in der Theorie hat. Diese Frge ist ja im parawissenschaftlichen Forum auch schon angeklungen.

Grüße,
Thomas

koennte ruhig dort bleiben :wink:
Hi,

ich greife mir nur eine Perle heraus:

2.) Es gibt immer noch kein brauchbares
Modell wie das Leben enstanden ist.
Die einfachsten Lebensformen, die je
gefunden wurden, sind Prokarionten
(Bakterien ohne festen Zellkern), die
aber schon komplexe Strukturen aufweisen
(z.B. Mitochondrien).

-> Nobelpreis? Nein: „Setzen, sechs!!!“

Hi,

betrachtet. Kurz könnte man sagen, daß
ein Organismus eine hohe Fitness besitzt,
wenn er in der Lage ist, sein Erbgut über
mehrere Generationen in die Population
einzubringen. Damit wird zugleich
impliziert, daß der entsprechende
Organismus und seine Nachfahren an die
herrschenden Lebensbedingungen angepaßt
sein müssen.

Ja ok, geschenkt. Doch genau da liegt das Problem. Abgesehen davon, dass wissenschaftliche Theorien nicht verifiziert (und nach einer neuerdings verbreiteten Ansicht auch kaum falsifiziert) werden koennen, zeichnet eine Theorie, die wissenschaftlichen Wert besitzt, aus, dass sich aus der Theorie neue Prognosen ergeben, die dann auch geprueft werden koennen. Mit der Evolutionstherie ist es nun aus zwei Gruenden extrem schwierig derartig zu verfahren.
Der eine Grund ist, dass Evolution sich in (an der Lebenserwartung von wissenschaftlern gemessen) langen Zeitraeumen abspielt. Man kann also nur in die Vergangenheit blicken und die Prognosen, der Evolutionstheorie an dem so erhaltenen Datenmaterial messen. Dieses Datenmaterial ist aber naturgemaess in einem vergleichsweise schlechtem Zustand.
Das zweite Problem besteht darin, dass es eben ausgesprochen schwer ist, ueberhaupt zu Prognosen zu kommen. Wenn man einen rezenten Organismus betrachtet, wird man i.d.R. feststellen, dass er sagenhaft gut an seine Niesche angepasst ist. Es ist aber nur in Einzelfaellen moeglich, vorauszusagen, in welche Richtung, sich der Genpool entwickeln wird, da es sich um ein Multifaktorielles Problem mit zahlreichen Rueckkopplungen handelt. Das Ausmass dieses Problems laesst sich vielleicht anhand der Gentechnik illustrieren: In gentechnischen Versuchen werden meist nur einzelne Gene manipuliert. Der manipulierte Organismus wird unter streng kontrollierten Bedingunge aufgezogen. Trotzdem sind ueberaschende phaenotypische Effekte eher die Regel als die Ausnahme. Wie sich die Aenderung zahlreicher Gene unter komplexen Bedingungen auswirkt ist de facto nicht zu ueberschauen.
Selbst Merkmale die wir gemeinhin als eindeutig negativ bewerten koennen unter bestimmten Bedingungen Vorteile haben, was Prognosen weiter erschwert (z.B. Sichelzellenanaemie bein Menschen, die in Malariagebieten leben - das gilt uebrigens auch fuer einige andere „Gendefekte“).

Interessanter finde ich jedoch die Frage,
wenn es um Kreationismus geht, welche
Erklärungsmöglichkeiten der Kreationismus
bei seinen Lücken in der Theorie hat.

Ja sehr interessant, in der Tat … *blaetter im Wachturm* … Iss schon wieder Weltuntergang?
Hm, sorry, war’n bisserl platt. Ich denke zumindest christlichen Kreationismus kann man im Sinne einer „interessanten“ Theorie vergessen, da er eben keine ueberpruefbaren Prognosen macht. Und die Wege des Herrn sind ja per definitionem unergruendlich, das finde ich eher nicht sooo spannend. Animismus ist da vielleicht interessanter.

Gruss

Thorsten

Hallo!

betrachtet. Kurz könnte man sagen, daß
ein Organismus eine hohe Fitness besitzt,
wenn er in der Lage ist, sein Erbgut über
mehrere Generationen in die Population
einzubringen. Damit wird zugleich
impliziert, daß der entsprechende
Organismus und seine Nachfahren an die
herrschenden Lebensbedingungen angepaßt
sein müssen.

Ja ok, geschenkt. Doch genau da liegt das
Problem. Abgesehen davon, dass
wissenschaftliche Theorien nicht
verifiziert (und nach einer neuerdings
verbreiteten Ansicht auch kaum
falsifiziert) werden koennen, zeichnet
eine Theorie, die wissenschaftlichen Wert
besitzt, aus, dass sich aus der Theorie
neue Prognosen ergeben, die dann auch
geprueft werden koennen.

Sorry, Prognosen in einem natürlichen System sind immer mit Fehlern behaftet. Allein wenn ich die Flugbahn einer Fleige berechnen möchte, leige ich vollkommen daneben. Das Beispiel ist vielleicht ein bißchen sehr extrem, aber wie ich meine dennoch recht gut nachvollziehbar. Genauso ist es unmöglich bei einem Paar fortpflanzungswilliger Metazoen vorauszusagen, wie die Nachkommen genau aussehen. Sicher - in gewissem Rahem sind hierbei Voraussagen möglich (Wahrscheinlichkeit der Augenfarbe etc.) jedoch nicht das Aussehen des Wesens in allen Merkmalen während der Ontogenese.

Mit der
Evolutionstherie ist es nun aus zwei
Gruenden extrem schwierig derartig zu
verfahren.
Der eine Grund ist, dass Evolution sich
in (an der Lebenserwartung von
wissenschaftlern gemessen) langen
Zeitraeumen abspielt.

Evolution spielt sich immer ab. Das ist ja das tolle an der Geschichte. Organismen reagieren doch immer wieder sehr schnell auf geänderte Umwelteinflüsse. Gerade Insekten sind sehr anpassungsfähig bezüglich der Pestizide, Ratten entwickeln ebenfalls gegen Gifte schnell Immunitäten oder ändern ihr Verhalten, „Unkraut“ entwickelt Resistenzen gegen Herbizide…

Man kann also nur
in die Vergangenheit blicken und die
Prognosen, der Evolutionstheorie an dem
so erhaltenen Datenmaterial messen.

Oder man betrachtet heutzutage Inselgruppen und merkt, daß sich ständig neue Arten sehr rasch bilden. Zukunftsaussagen sind freilich nicht möglich.

Dieses Datenmaterial ist aber
naturgemaess in einem vergleichsweise
schlechtem Zustand.

Okay, mal besser, mal schlechter. Mit der Zeit scheint die Datenlage jedoch immer besser zu werden. Ich erinnere hier an die Evolution der Vögel und den Landgang der Amnioten.

Das zweite Problem besteht darin, dass es
eben ausgesprochen schwer ist, ueberhaupt
zu Prognosen zu kommen.

Allgemein sind Prognosen schwer zu machen. Allein der Wetterbericht ist ein tägliches Beispiel. Zwar wird die Vorhersage immer zuverlässiger, aber immer noch können plötzliche Wetterumschwünge passieren.

Wenn man einen
rezenten Organismus betrachtet, wird man
i.d.R. feststellen, dass er sagenhaft gut
an seine Niesche angepasst ist.

Augenblick: Der Organismus bildet die Nische. Mit dem Wandel des Organismus ändert sich auch seine Nische. Stirbt der Organismus aus, gibt es genau diese Nische nie wieder. Die Nische ist definiert nach den vom Organismus genutzten ökologischen Lizenzen. Natürlich nutzt ein Lebewesen seine erreichbaren Lizenzen optimal.

Es ist
aber nur in Einzelfaellen moeglich,
vorauszusagen, in welche Richtung, sich
der Genpool entwickeln wird, da es sich
um ein Multifaktorielles Problem mit
zahlreichen Rueckkopplungen handelt.

Wie das Wetter.

Das
Ausmass dieses Problems laesst sich
vielleicht anhand der Gentechnik
illustrieren: In gentechnischen Versuchen
werden meist nur einzelne Gene
manipuliert. Der manipulierte Organismus
wird unter streng kontrollierten
Bedingunge aufgezogen. Trotzdem sind
ueberaschende phaenotypische Effekte eher
die Regel als die Ausnahme.

So funktioniert die Evolution ja gerade nicht. In diesen streng kontrollierten Bedingungen findet doch keine Selektion statt.

Wie sich die
Aenderung zahlreicher Gene unter
komplexen Bedingungen auswirkt ist de
facto nicht zu ueberschauen.

Richtig. Aber erhebt die Evolutionstheorie den Anspruch, Vorhersagen zu treffen? Meiner Meinung nach nicht. Zumindest hatte Darwin nichts davon erwähnt.

Selbst Merkmale die wir gemeinhin als
eindeutig negativ bewerten koennen unter
bestimmten Bedingungen Vorteile haben,
was Prognosen weiter erschwert (z.B.
Sichelzellenanaemie bein Menschen, die in
Malariagebieten leben - das gilt
uebrigens auch fuer einige andere
„Gendefekte“).

Dem stimme ich rundum zu. Wo liegt hier jedoch, wenn ich auf die Ausgangsfrage zurückkommen darf, der Widerspruch zur Evolutionstheorie?
Oder hatte ich Dich dabei falsch verstanden?

(Rest gekürzt, da nichts hinzuzufügen ist.)

Gruß,
Thomas

Anmerkung zum Artenbegriff

Dert Artbegriff ist recht schwammig, aber
man spricht von zwei Arten, wenn sie sich
unter natuerlichen Bedingungen fruchtbare
Nachkommen zeugen. Ich bezweifle, dass
das bei Hunden und Woelfen der Fall ist,
mag aber sein.

Ich bin zwar auch kein Biologe, aber rein logisch sollte man wohl dann von zwei Arten sprechen, wenn sie miteinander unter natürlichen Bedingungen eben keine (!!!) fruchtbaren Nachkommen zeugen.
Allerdings ist dieses Abgrenzungskriterium allein nicht ausreichend, denn z.B. Wisente und Hausrinder bringen durchaus fruchtbare Nachkommen zustande, und sie tun dies auch freiwillig, etwa auf Viehkoppeln in Polen.

Henry

Hallo!

Dert Artbegriff ist recht schwammig, aber
man spricht von zwei Arten, wenn sie sich
unter natuerlichen Bedingungen fruchtbare
Nachkommen zeugen. Ich bezweifle, dass
das bei Hunden und Woelfen der Fall ist,
mag aber sein.

Ich bin zwar auch kein Biologe, aber rein
logisch sollte man wohl dann von zwei
Arten sprechen, wenn sie miteinander
unter natürlichen Bedingungen eben keine
(!!!) fruchtbaren Nachkommen zeugen.

Genau das ist eines der benutzten Artkonzepte.

Allerdings ist dieses
Abgrenzungskriterium allein nicht
ausreichend, denn z.B. Wisente und
Hausrinder bringen durchaus fruchtbare
Nachkommen zustande, und sie tun dies
auch freiwillig, etwa auf Viehkoppeln in
Polen.

Hier stellt sich die Frage, inwiefern Viehkoppeln natürlich sind… :wink:

Rabenkrähe und Nebelkrähe bringen auch fertile Nachkommen hervor. Man kann sie jedoch getrost als zwei echte Arten ansprechen, da die Mischlinge nicht in der Lage sind, Brutpflege zu betreiben. Damit sind also die genetisch festgelegten verhaltensökologischen Merkmale beider Arten zu unterschiedlich, um auf natürlichem Weg eine Kreuzung zu ermöglichen.
Das Kriterium der fertilen Nachkommen kann natürlich nicht auf Fossilien angewendet werden. Aber auch in der Rezent-Zoologie ist die Morphologie das wichtigste Unterscheidungskriterium für Arten. Und das kommt in den meisten Fällen recht gut hin.

Grüße,
Thomas

Hi,

Ich bin zwar auch kein Biologe, aber rein
logisch sollte man wohl dann von zwei
Arten sprechen, wenn sie miteinander
unter natürlichen Bedingungen eben keine
(!!!) fruchtbaren Nachkommen zeugen.

Oops, sorry, boeser Fehler :wink:

Allerdings ist dieses
Abgrenzungskriterium allein nicht
ausreichend, denn z.B. Wisente und
Hausrinder bringen durchaus fruchtbare
Nachkommen zustande, und sie tun dies
auch freiwillig, etwa auf Viehkoppeln in
Polen.

Naja, sehr natuerliche Bedingungen …
Man spricht zuweilen von zwei Arten, wenn sie einfach geographisch getrennt sind und sich deshalb nicht paaren - naja, das ist uebertrieben, das Beispiel mit den Kraehen ist da schon besser.

Gruss

Thorsten

Hi,

erstmal vorweg: Ich bin nicht der Ansicht, dass die Evolutionstheorie unbrauchbar ist. Der Thread begann mit einer Aufzaehlungen von Luecken der Evolutionstheorie. Und dieser Aufzaehlung habe ich das Zirkelschlussproblem des Fitnessbegriffes hinzugefuegt. Fitness ist offensichtlich ein zentraler Begriff der Evolutionstheorie, laesst sich aber eben (aus den in meinem vorhergehenden Posting beschriebenen Gruenden) nur ueber den Fortpflanzungserfolg definieren. Der Fortpflanzungserfolg ist seinerseits laut Theorie durch die Fitness bestimmt (survival of the fittest). Das ist nicht nur ein logisches sondern auch ein wissenschaftliches Problem. Wissenschaftliche Theorien sollten alle vorliegenden (empirischen Daten) erklaeren und Prognosen liefern, die sich ihrerseits empirisch testen lassen. Das sind grundlegende Ansprueche an wissenschaftliche Theorien. Darvin hat die wissenschaftliche Biologie mitbegruendet, und seine Theorie hat sich erstmal darauf beschraenkt, vorliegendes Datenmaterial zu erklaeren. Heute gibt es durchaus Bestrebungen, die Fitness konkreter zu definieren, so dass man zu einer brauchbaren wissenschaftlichen Theorie gelangt. Es ist durchaus nicht so, dass die Probleme mi der Evolutionstheorie nur einigen Esotherikern in parawissenschaftlichen Diskussionsgruppen zu schaffen machen.

Sorry, Prognosen in einem natürlichen
System sind immer mit Fehlern behaftet.

Um damit klarzukommen gibt es jede Menge statistische Werkzeuge zur Auswertung.

Allein wenn ich die Flugbahn einer Fleige
berechnen möchte, leige ich vollkommen
daneben.

Das System Fliege ist ueberwiegend nicht verstanden. Erst vor wenigen Jahren, hat man die aerodynamischen Effekte gefunden, die es Fliegen ermoeglichen ueberhaupt zu Fliegen (na, hauptsaechlich ging es glaube ich um Hummeln). Vorher haetten Hummeln laut aerodynamischer Lehrmeinung gar nicht fliegen koennen. Das neuronale Netz, das Insekten steuert und somt fuer die Flugbahn wesentlich verantwortlich ist, wird fieberhaft untersucht, ist aber eben lange nicht vollstaendig verstanden. Unter gewissen kontrollierten Bedingungen, lassen sich Prognosen ueber Flugbahnen machen, unter anderen nicht. Die erstgenannten Faelle werden durch bestehende Theorien teilweise abgedeckt, letztere nicht.

Genauso ist es unmöglich bei einem Paar
fortpflanzungswilliger Metazoen
vorauszusagen, wie die Nachkommen genau
aussehen. Sicher - in gewissem Rahem sind
hierbei Voraussagen möglich
(Wahrscheinlichkeit der Augenfarbe etc.)
jedoch nicht das Aussehen des Wesens in
allen Merkmalen während der Ontogenese.

Genetik und insbesondere das Zusammenspiel von Genom und Umwelt ist noch weniger verstanden als neurophysiologie von Insekten. Es gibt keine geschlossene Theorie, die derartige Prognosen erlauben wuerde. Du zaehlst Beispiele auf, zu denen es keine brauchbare Theorie gibt.

Das zweite Problem besteht darin, dass es
eben ausgesprochen schwer ist, ueberhaupt
zu Prognosen zu kommen.

Allgemein sind Prognosen schwer zu
machen. Allein der Wetterbericht ist ein
tägliches Beispiel. Zwar wird die
Vorist (Prognosen werden mit Rastermodellen ist

Wenn man einen
rezenten Organismus betrachtet, wird man
i.d.R. feststellen, dass er sagenhaft gut
an seine Niesche angepasst ist.

Augenblick: Der Organismus bildet die
Nische. Mit dem Wandel des Organismus
ändert sich auch seine Nische. Stirbt der
Organismus aus, gibt es genau diese
Nische nie wieder. Die Nische ist
definiert nach den vom Organismus
genutzten ökologischen Lizenzen.
Natürlich nutzt ein Lebewesen seine
erreichbaren Lizenzen optimal.

Es ist
aber nur in Einzelfaellen moeglich,
vorauszusagen, in welche Richtung, sich
der Genpool entwickeln wird, da es sich
um ein Multifaktorielles Problem mit
zahlreichen Rueckkopplungen handelt.

Wie das Wetter.

Das
Ausmass dieses Problems laesst sich
vielleicht anhand der Gentechnik
illustrieren: In gentechnischen Versuchen
werden meist nur einzelne Gene
manipuliert. Der manipulierte Organismus
wird unter streng kontrollierten
Bedingunge aufgezogen. Trotzdem sind
ueberaschende phaenotypische Effekte eher
die Regel als die Ausnahme.

So funktioniert die Evolution ja gerade
nicht. In diesen streng kontrollierten
Bedingungen findet doch keine Selektion
statt.

Wie sich die
Aenderung zahlreicher Gene unter
komplexen Bedingungen auswirkt ist de
facto nicht zu ueberschauen.

Richtig. Aber erhebt die
Evolutionstheorie den Anspruch,
Vorhersagen zu treffen? Meiner Meinung
nach nicht. Zumindest hatte Darwin nichts
davon erwähnt.

Selbst Merkmale die wir gemeinhin als
eindeutig negativ bewerten koennen unter
bestimmten Bedingungen Vorteile haben,
was Prognosen weiter erschwert (z.B.
Sichelzellenanaemie bein Menschen, die in
Malariagebieten leben - das gilt
uebrigens auch fuer einige andere
„Gendefekte“).

Dem stimme ich rundum zu. Wo liegt hier
jedoch, wenn ich auf die Ausgangsfrage
zurückkommen darf, der Widerspruch zur
Evolutionstheorie?
Oder hatte ich Dich dabei falsch
verstanden?

(Rest gekürzt, da nichts hinzuzufügen
ist.)

Gruß,
Thomas

Sorry, mein Netscape war abgestuerzt, daher doppeltes posting … diesmal komplett.

Hi,

erstmal vorweg: Ich bin nicht der Ansicht, dass die Evolutionstheorie unbrauchbar ist. Der Thread begann mit einer Aufzaehlungen von Luecken der Evolutionstheorie. Und dieser Aufzaehlung habe ich das Zirkelschlussproblem des Fitnessbegriffes hinzugefuegt. Fitness ist offensichtlich ein zentraler Begriff der Evolutionstheorie, laesst sich aber eben (aus den in meinem vorhergehenden Posting beschriebenen Gruenden) nur ueber den Fortpflanzungserfolg definieren. Der Fortpflanzungserfolg ist seinerseits laut Theorie durch die Fitness bestimmt (survival of the fittest). Das ist nicht nur ein logisches sondern auch ein wissenschaftliches Problem. Wissenschaftliche Theorien sollten alle vorliegenden (empirischen Daten) erklaeren und Prognosen liefern, die sich ihrerseits empirisch testen lassen. Das sind grundlegende Ansprueche an wissenschaftliche Theorien. Darvin hat die wissenschaftliche Biologie mitbegruendet, und seine Theorie hat sich erstmal darauf beschraenkt, vorliegendes Datenmaterial zu erklaeren. Heute gibt es durchaus Bestrebungen, die Fitness konkreter zu definieren, so dass man zu einer brauchbaren wissenschaftlichen Theorie gelangt. Es ist durchaus nicht so, dass die Probleme mi der Evolutionstheorie nur einigen Esotherikern in parawissenschaftlichen Diskussionsgruppen zu schaffen machen.

Sorry, Prognosen in einem natürlichen
System sind immer mit Fehlern behaftet.

Um damit klarzukommen gibt es jede Menge statistische Werkzeuge zur Auswertung.

Allein wenn ich die Flugbahn einer Fleige
berechnen möchte, leige ich vollkommen
daneben.

Das System Fliege ist ueberwiegend nicht verstanden. Erst vor wenigen Jahren, hat man die aerodynamischen Effekte gefunden, die es Fliegen ermoeglichen ueberhaupt zu Fliegen (na, hauptsaechlich ging es glaube ich um Hummeln). Vorher haetten Hummeln laut aerodynamischer Lehrmeinung gar nicht fliegen koennen. Das neuronale Netz, das Insekten steuert und somt fuer die Flugbahn wesentlich verantwortlich ist, wird fieberhaft untersucht, ist aber eben lange nicht vollstaendig verstanden. Unter gewissen kontrollierten Bedingungen, lassen sich Prognosen ueber Flugbahnen machen, unter anderen nicht. Die erstgenannten Faelle werden durch bestehende Theorien teilweise abgedeckt, letztere nicht.

Genauso ist es unmöglich bei einem Paar
fortpflanzungswilliger Metazoen
vorauszusagen, wie die Nachkommen genau
aussehen. Sicher - in gewissem Rahem sind
hierbei Voraussagen möglich
(Wahrscheinlichkeit der Augenfarbe etc.)
jedoch nicht das Aussehen des Wesens in
allen Merkmalen während der Ontogenese.

Genetik und insbesondere das Zusammenspiel von Genom und Umwelt ist noch weniger verstanden als neurophysiologie von Insekten. Es gibt keine geschlossene Theorie, die derartige Prognosen erlauben wuerde. Du zaehlst Beispiele auf, zu denen es keine brauchbare Theorie gibt.

Das zweite Problem besteht darin, dass es
eben ausgesprochen schwer ist, ueberhaupt
zu Prognosen zu kommen.

Allgemein sind Prognosen schwer zu
machen. Allein der Wetterbericht ist ein
tägliches Beispiel. Zwar wird die

Die Wettervorhagen decken sich statistisch hochsignifikant mit dem spaeter beobachteten Wetter. Daher bestht Grund zu der Annahme, dass die der Wettervorhersage zugrunde liegenden Theorien nicht ganz verkert sind. Dass die Zuverlaessigkeit der Vorhersage mit dem abgedeckten Zeitraum abnimmt liegt daran, dass Wetter ein deterministisch chaotisches System und die Messgenauigkeit begrenzt ist (dem Vorhersagen liegen Rastermodelle zugrunde - tatsaechlich nimmt die Zuverlaessigkeit mit der Enge der Raster zu). Evolution duerfte ebenfalls ein deterministisch chaotisches System sein. Demnach sollten zeitlich begrenzte Prognosen moeglich sein, wenn man wuesste was man messen muesste (wie sich Fitness bestimmt) und wie man das dann fuer Prognosen verwendet.

Augenblick: Der Organismus bildet die
Nische. Mit dem Wandel des Organismus
ändert sich auch seine Nische. Stirbt der
Organismus aus, gibt es genau diese
Nische nie wieder. Die Nische ist
definiert nach den vom Organismus
genutzten ökologischen Lizenzen.
Natürlich nutzt ein Lebewesen seine
erreichbaren Lizenzen optimal.

Hm, das kann man auch noch schlauer darstellen (muss man aber nicht ;> ) : Man stelle sich ein Oekosytem als multidimensionalen Raum vor. Auf jeder Achse ist ein bestimmter Evolutionsdruck aufgetragen. Es ergibt sich ein komplexer Raum mit zahlreichen lokalen Minima. Organismen werden von den Evolutionsdrucken in bestimmte Minima gedraengt (und veraendern gleichzeitig die Evolutionsdrucke, worauf Du vermutlich anspielst -> rueckgekoppeltes System!). Ein optimal angepasster Organismus befindet sich in einem lokalen Minimum, wobei der Genpool statistisch streut. Ist die Streuung groesser als das Minimum, kann sich die Art spalten, da der Genpool ueber ein lokales Maximum „schwappt“. Dadurch, dass Organismen durch Veraenderungen die Evolutionsdrucke beeinflussen, verformen sie den Raum. Dennoch gibt es natuerlich Faktoren, die sie nur marginal beeinflussen, und somit Nieschen, an die sie sich anpassen koennen. Es gibt auch zahlreiche „leere“ Nieschen - lokal Minima, in denen sich keine Arten finden. Wie gesagt, das System ist nicht komplett verstanden und fuer konkrete Aussagen biser zu komplex. Man kann aber wohl doch von Nieschen und Organismen sprechen (statt beides in einen Topf zu werfen).

Es ist
aber nur in Einzelfaellen moeglich,
vorauszusagen, in welche Richtung, sich
der Genpool entwickeln wird, da es sich
um ein Multifaktorielles Problem mit
zahlreichen Rueckkopplungen handelt.

Wie das Wetter.

Wie gesagt, Wettervorhersagen sind ziemlich gut, weshalb auch die zugrunde liegenden Theorien kaum angezweifelt werden.

So funktioniert die Evolution ja gerade
nicht. In diesen streng kontrollierten
Bedingungen findet doch keine Selektion
statt.

Wenn ich eine Bakterienkolonie auf gezielt eingestellten Medien zuechte, die mit Antibiotika angereichert sind findet keine Selektion statt???

Richtig. Aber erhebt die
Evolutionstheorie den Anspruch,
Vorhersagen zu treffen? Meiner Meinung
nach nicht. Zumindest hatte Darwin nichts
davon erwähnt.

Dann koennte man sie als wissenschaftliche Theorie vergessen.

Selbst Merkmale die wir gemeinhin als
eindeutig negativ bewerten koennen unter
bestimmten Bedingungen Vorteile haben,
was Prognosen weiter erschwert (z.B.
Sichelzellenanaemie bein Menschen, die in
Malariagebieten leben - das gilt
uebrigens auch fuer einige andere
„Gendefekte“).

Dem stimme ich rundum zu. Wo liegt hier
jedoch, wenn ich auf die Ausgangsfrage
zurückkommen darf, der Widerspruch zur
Evolutionstheorie?
Oder hatte ich Dich dabei falsch
verstanden?

War als Illustration gedacht um zu verdeutlichen, wie schwierig es ist ueber die Evolutionstheorie zu Prognosen zu kommen.

Gruss

Thorsten

Hallo!

erstmal vorweg: Ich bin nicht der
Ansicht, dass die Evolutionstheorie
unbrauchbar ist. Der Thread begann mit
einer Aufzaehlungen von Luecken der
Evolutionstheorie. Und dieser Aufzaehlung
habe ich das Zirkelschlussproblem des
Fitnessbegriffes hinzugefuegt. Fitness
ist offensichtlich ein zentraler Begriff
der Evolutionstheorie, laesst sich aber
eben (aus den in meinem vorhergehenden
Posting beschriebenen Gruenden) nur ueber
den Fortpflanzungserfolg definieren.

Nein. Im Fortpflanzungserfolg äußert sich die Fitness, bzw. sie kann an ihm gemessen werden. Fitness selbst ist die Fähigkeit, mit den gegebenen Umständen bestmöglich auszukommen.

Der
Fortpflanzungserfolg ist seinerseits laut
Theorie durch die Fitness bestimmt
(survival of the fittest). Das ist nicht
nur ein logisches sondern auch ein
wissenschaftliches Problem.

Der Fortpflanzungserfolg hängt zwar von der Fitness ab, ist jedoch nur das Maß für die Fitness.

Wissenschaftliche Theorien sollten alle
vorliegenden (empirischen Daten)
erklaeren und Prognosen liefern, die sich
ihrerseits empirisch testen lassen. Das
sind grundlegende Ansprueche an
wissenschaftliche Theorien. Darvin hat
die wissenschaftliche Biologie
mitbegruendet, und seine Theorie hat sich
erstmal darauf beschraenkt, vorliegendes
Datenmaterial zu erklaeren. Heute gibt es
durchaus Bestrebungen, die Fitness
konkreter zu definieren, so dass man zu
einer brauchbaren wissenschaftlichen
Theorie gelangt. Es ist durchaus nicht
so, dass die Probleme mi der
Evolutionstheorie nur einigen
Esotherikern in parawissenschaftlichen
Diskussionsgruppen zu schaffen machen.

Durchaus nicht. Aber dort wird das Problem überstilisiert, nach dem Motto: Der eine Teil stimmt nicht, also kann man die ganze Theorie vergessen. Gegen diese Argumentation möchte ich mich verwahren.

Sorry, Prognosen in einem natürlichen
System sind immer mit Fehlern behaftet.

Um damit klarzukommen gibt es jede Menge
statistische Werkzeuge zur Auswertung.

Mal bessere, mal schlechtere. Was bringt es einem Menschen zu sagen, er ist zu 99% unfruchtbar, und bei der ersten Gelegenheit gibt es einen Volltreffer? Die Prognose lautete: Nachkommen kannst Du nicht bekommen. Es gibt einfach Bereiche in der Wissenschaft, in denen keine absoluten Prognosen möglich sind.

Allein wenn ich die Flugbahn einer Fleige
berechnen möchte, leige ich vollkommen
daneben.

Das System Fliege ist ueberwiegend nicht
verstanden. Erst vor wenigen Jahren, hat
man die aerodynamischen Effekte gefunden,
die es Fliegen ermoeglichen ueberhaupt zu
Fliegen (na, hauptsaechlich ging es
glaube ich um Hummeln). Vorher haetten
Hummeln laut aerodynamischer Lehrmeinung
gar nicht fliegen koennen. Das neuronale
Netz, das Insekten steuert und somt fuer
die Flugbahn wesentlich verantwortlich
ist, wird fieberhaft untersucht, ist aber
eben lange nicht vollstaendig verstanden.
Unter gewissen kontrollierten
Bedingungen, lassen sich Prognosen ueber
Flugbahnen machen, unter anderen nicht.

Jein. Das Hummelproblem hat nichts mit der Flugbahn zu tun. Mein Beispiel sollte darauf hinauslaufen, daß Verhalten von Lebewesen in vielen Fällen gar nciht vorhergesagt werden kann.

Die erstgenannten Faelle werden durch
bestehende Theorien teilweise abgedeckt,
letztere nicht.

Genauso ist es unmöglich bei einem Paar
fortpflanzungswilliger Metazoen
vorauszusagen, wie die Nachkommen genau
aussehen. Sicher - in gewissem Rahem sind
hierbei Voraussagen möglich
(Wahrscheinlichkeit der Augenfarbe etc.)
jedoch nicht das Aussehen des Wesens in
allen Merkmalen während der Ontogenese.

Genetik und insbesondere das
Zusammenspiel von Genom und Umwelt ist
noch weniger verstanden als
neurophysiologie von Insekten. Es gibt
keine geschlossene Theorie, die derartige
Prognosen erlauben wuerde.

Ich gehe auch davon aus, daß es sie nie geben wird. Übrigens meinte ich nicht nur die Verknüpfung von Umwelt und Genom, sondern auch den Zufall, welche Gene in den beteiligten Keimzellen vorliegen, aus denen das neue Individuum entsteht.

Du zaehlst
Beispiele auf, zu denen es keine
brauchbare Theorie gibt.

Wie ich oben bereits sagte, gehe ich davon aus, daß gerade auf diesen Gebieten nie Theorien existieren werden, die detaillierte Prognosen erlauben.

Das zweite Problem besteht darin, dass es
eben ausgesprochen schwer ist, ueberhaupt
zu Prognosen zu kommen.

Allgemein sind Prognosen schwer zu
machen. Allein der Wetterbericht ist ein
tägliches Beispiel. Zwar wird die

Die Wettervorhagen decken sich
statistisch hochsignifikant mit dem
spaeter beobachteten Wetter. Daher bestht
Grund zu der Annahme, dass die der
Wettervorhersage zugrunde liegenden
Theorien nicht ganz verkert sind. Dass
die Zuverlaessigkeit der Vorhersage mit
dem abgedeckten Zeitraum abnimmt liegt
daran, dass Wetter ein deterministisch
chaotisches System und die
Messgenauigkeit begrenzt ist (dem
Vorhersagen liegen Rastermodelle zugrunde

  • tatsaechlich nimmt die Zuverlaessigkeit
    mit der Enge der Raster zu).

Genau. Dennoch wird das Wetter einfach für die fernere Zukunft nicht vorhersagbar sein, oder umgekehrt werden Rückrechnungen über längere Zeiträume ebenso nicht möglcih sein. Klar die Klimatendenz kann man vorhersagen, nicht jedoch ob und welchen Effekt das energische Schnaufen von Dir in der Zukunft auf das Wetter hat. Genau das ist ja das tolle an der Chaostheorie.

Evolution
duerfte ebenfalls ein deterministisch
chaotisches System sein. Demnach sollten
zeitlich begrenzte Prognosen moeglich
sein, wenn man wuesste was man messen
muesste (wie sich Fitness bestimmt) und
wie man das dann fuer Prognosen
verwendet.

Eine Prognose kann man auf alle Fälle machen: Lebewesen werden die gegebenen Umweltlizenzen nutzen und sich immer neue Ressourcen nutzbar machen. Es ist nie möglich zu sagen, ob eine bestimmte Salamanderart irgendwann den aktiven Flug beherrscht. Es gibt einfach zu viele Zufälle.

Augenblick: Der Organismus bildet die
Nische. Mit dem Wandel des Organismus
ändert sich auch seine Nische. Stirbt der
Organismus aus, gibt es genau diese
Nische nie wieder. Die Nische ist
definiert nach den vom Organismus
genutzten ökologischen Lizenzen.
Natürlich nutzt ein Lebewesen seine
erreichbaren Lizenzen optimal.

Hm, das kann man auch noch schlauer
darstellen (muss man aber nicht ;> ) :
Man stelle sich ein Oekosytem als
multidimensionalen Raum vor. Auf jeder
Achse ist ein bestimmter Evolutionsdruck
aufgetragen. Es ergibt sich ein komplexer
Raum mit zahlreichen lokalen Minima.
Organismen werden von den
Evolutionsdrucken in bestimmte Minima
gedraengt (und veraendern gleichzeitig
die Evolutionsdrucke, worauf Du
vermutlich anspielst ->
rueckgekoppeltes System!). Ein optimal
angepasster Organismus befindet sich in
einem lokalen Minimum, wobei der Genpool
statistisch streut. Ist die Streuung
groesser als das Minimum, kann sich die
Art spalten, da der Genpool ueber ein
lokales Maximum „schwappt“.

An dieser Stelle eröffnet sich eine Art neue Lizenzen (-> Nischenerweiterung). Die Artspaltung findet erst dann statt, wenn nach bestimmten Gesichtspunkten Kriterien für neue Arten vorhanden sind.

Dadurch, dass
Organismen durch Veraenderungen die
Evolutionsdrucke beeinflussen, verformen
sie den Raum. Dennoch gibt es natuerlich
Faktoren, die sie nur marginal
beeinflussen, und somit Nieschen, an die
sie sich anpassen koennen.

Ich glaube, Du hast eine falsche Vorstellung von der ökologischen Nische. Eine Nicshe ist kein Sitzplatz, der frei wird, und worauf sich dann eine neue Art setzt. Vielmehr hat ein Organismus bestimmte Ansprüche an die Umwelt, die erfüllt sein müssen (Ansonsten kann der Organismus nicht existieren). Hinzu kommt die Fähigkiten einzelner individuen einer Art, andere Ressourcen der Umwelt zu nutzen als die meisten anderen Individuen derselben Art (Da innerartlich der größte Konkurrenzdruck herrscht). So bildet jedes Individuum auf der Welt seine Nische, die mit dem Sterben des Individuum erlischt.

Es gibt auch
zahlreiche „leere“ Nieschen - lokal
Minima, in denen sich keine Arten finden.

Genau das gibt es nicht.

Wie gesagt, das System ist nicht komplett
verstanden und fuer konkrete Aussagen
biser zu komplex. Man kann aber wohl doch
von Nieschen und Organismen sprechen
(statt beides in einen Topf zu werfen).

Kennst Du das Konzept der Günther-Nische?

Es ist
aber nur in Einzelfaellen moeglich,
vorauszusagen, in welche Richtung, sich
der Genpool entwickeln wird, da es sich
um ein Multifaktorielles Problem mit
zahlreichen Rueckkopplungen handelt.

Wie das Wetter.

Wie gesagt, Wettervorhersagen sind
ziemlich gut, weshalb auch die zugrunde
liegenden Theorien kaum angezweifelt
werden.

Okay, lassen wir das Wetter außenvor. Da das individuelle Verhalten eines Lebewesens und somit der Gesamtheit der Lebewesen einer Art nach dem Tod jes einzelnen Individuums bzw. der Art vollständig (!) untersucht werden kann, kann auch keine Vorhersage über das Verhalten gemacht werden. Das Verhalten ist jedoch eminent wichtig für die Evolution. Daher kann keine Vorhersage im Detail über Evolution erfolgen.
Beispiel: Du hast eine kleine körnerfressende Vogelkolonie, in der in letzter Zeit die Tendenz zum Fleischfressen sehr groß wird (immer mehr individuen fressen tierische Nahrung. Nun wagt jemand die Prognose, daß sich nun aus der Population irgendwann Raubvögel entwickeln. Im nächsten Sommer ereignet es sich, daß einige Endoparasiten der Beutetiere auf die Fleischfresser übergehen und sich dort, dem neuen Endwirt, im Gehirn festsetzen und dieses nach und nach zersetzen.
Die Körnerfresser haben hingegen werden von den Parasiten nicht befallen, da der Parasit das Beutetier als Zwischenwirt benötigt.
Nach einigen Jahren gibt es keine fleischfresenden Vögel dieser Population mehr, sondern nur noch Körnerfresser.
Durch einen Zufall tritt die Prognose nicht ein.

So funktioniert die Evolution ja gerade
nicht. In diesen streng kontrollierten
Bedingungen findet doch keine Selektion
statt.

Wenn ich eine Bakterienkolonie auf
gezielt eingestellten Medien zuechte, die
mit Antibiotika angereichert sind findet
keine Selektion statt???

Okay, es werden die Organismen selektiert, die keine Abwehrmechanismen entwickeln.
Evolution ist jedoch nicht, daß sich Menschen überlegen, was man herauszüchten könnte, und daraufhin entsprechende Selektionsdrücke ausüben oder gezielt züchten. Das ist lediglich eine Nachahmung der Evolution, bzw. die Nutzbarmachung der Mechanismen. Da hatte ich Dich falsch verstanden, sorry.

Richtig. Aber erhebt die
Evolutionstheorie den Anspruch,
Vorhersagen zu treffen? Meiner Meinung
nach nicht. Zumindest hatte Darwin nichts
davon erwähnt.

Dann koennte man sie als
wissenschaftliche Theorie vergessen.

Wissenschaft ist für Dich nur, wenn Vorhersagen getroffen werden können? Wissenschaft ist vor allem, die Erklärung, weshalb ein bestimmter Sachverhalt so und so ist. Die Vorhersage die eine Evolutionstheorie machen kann ist einfach, wenn ein Selektionsdruck herrscht, werden die Lebewesen allgemein sich darauf einstellen (anpassen) oder Aussterben.

(Sichelzellen)

Ich denke, daß Du erwartest, daß man am Computer ausrechnen kann, wie die Lebewesen in 50, 100 oder mehr Millionen Jahren aussehen. Das kann jedoch kein Programm je leisten, da es sich bei Evolution um ein chaotisches System handelt.

Grüße,
Thomas

Hi,

Nein. Im Fortpflanzungserfolg äußert sich
die Fitness, bzw. sie kann an ihm
gemessen werden.

Ok.

Fitness selbst ist die
Fähigkeit, mit den gegebenen Umständen
bestmöglich auszukommen.

Nicht ok. Wenn ich fabelhaft mit den Umstaenden zurechtkomme, nie irgendwelche, Ernaehrungsprobleme und jede Menge Paarungen habe, bringt mir das (Evolutionstheoretisch) garnichts, wenn ich keine Nachkommen zeuge, oder diese sich nicht fortpflanzen. Fitness ist Fortpflanzungserfolg - und umgekehrt.

Der Fortpflanzungserfolg hängt zwar von
der Fitness ab, ist jedoch nur das Maß
für die Fitness.

Aeh, ja … wie ich sagte.

Durchaus nicht. Aber dort wird das
Problem überstilisiert, nach dem Motto:
Der eine Teil stimmt nicht, also kann man
die ganze Theorie vergessen. Gegen diese
Argumentation möchte ich mich verwahren.

Naja, ok, darueber brauchen wir wohl nicht zu streiten - ganz abgesehen davon, dass ich bisher noch nicht in das betreffende Brett reingeschaut habe.

Mal bessere, mal schlechtere. Was bringt
es einem Menschen zu sagen, er ist zu 99%
unfruchtbar, und bei der ersten
Gelegenheit gibt es einen Volltreffer?
Die Prognose lautete: Nachkommen kannst
Du nicht bekommen. Es gibt einfach
Bereiche in der Wissenschaft, in denen
keine absoluten Prognosen möglich sind.

Du scheinst ein etwas veraltetes Bild von Wissenschaft zu haben … „absolute“ Prognosen sind spaetestens seit Heisenberg und Co. in allen Bereichen der Wissenschaft (einschliesslig Physik) hinfaellig. Selbst die Aussage „Wenn Du einen Stein in der Luft fallen laesst wird er sich Richtung Erdmittelpunkt bewegen, (bis er auf dem Boden ankommt)“ ist strenggenommen eine Wahrscheinlichkeitsaussage - wobei hier die Wahrscheinlichkeit als so hoch anzusehen ist, dass Ausnahmen (mit guter Naeherung *lol*) als nicht existent betrachtet werden koennen.

Jein. Das Hummelproblem hat nichts mit
der Flugbahn zu tun. Mein Beispiel sollte
darauf hinauslaufen, daß Verhalten von
Lebewesen in vielen Fällen gar nciht
vorhergesagt werden kann.

Weil die Neuroethologie noch in den Kinderschuhen steckt. Unter gewwisen Bedingungen (unter einer ganzen Menge sogar!) sind durchaus Prognosen moeglich - ich meine, das kann nicht Dein Ernst sein oder?

Ich gehe auch davon aus, daß es sie nie
geben wird. Übrigens meinte ich nicht nur
die Verknüpfung von Umwelt und Genom,
sondern auch den Zufall, welche Gene in
den beteiligten Keimzellen vorliegen, aus
denen das neue Individuum entsteht.

Naja, selbst wenn das Genom genau bekannt ist, sind Prognosen momentan nicht moeglich - weil wir kaum etwas ueber Genetik wissen. Es ist durchaus denkbar, dass uns in nicht allzu ferner Zukunft starke Informationsverarbeitende Systeme zur Verfuegung stehen, mit denen sich komplexe Informationen so handhaben lassen, dass viele heutige Probleme mit komplexen rueckgekoppelten Systeme loesbar werden. Haette es die Computer®evolution nicht gegeben, saehe unser Wissen jetzt ganz anders (vermutlich begrenzer) aus. Und wenn sie nicht weitergeht, sitzen wir in der Tat vermutlich in einer Sackgasse der Erkenntnis.

Wie ich oben bereits sagte, gehe ich
davon aus, daß gerade auf diesen Gebieten
nie Theorien existieren werden, die
detaillierte Prognosen erlauben.

Hm, in dem Fall wuerde meine momentane Taetigkeit ziemlich fuer den A**** sein - aber da das Ende der Wissenschaft eigentlich immer mal wieder ausgerufen wurde (und nicht eingetreten ist), besteht ja noch Hoffnung :wink:

Genau. Dennoch wird das Wetter einfach
für die fernere Zukunft nicht
vorhersagbar sein, oder umgekehrt werden
Rückrechnungen über längere Zeiträume
ebenso nicht möglcih sein. Klar die
Klimatendenz kann man vorhersagen, nicht
jedoch ob und welchen Effekt das
energische Schnaufen von Dir in der
Zukunft auf das Wetter hat. Genau das ist
ja das tolle an der Chaostheorie.

Noe.
Mal davon abgesehen, dass man ´noch Chaos in sich haben muss um einen tanzenden Stern gebaeren zu koennen´, ist das tolle an der Chaostheorie (zumindest wissenschaftlich) keineswegs, dass sie eine Moeglichkeit bietet, Determinismus mit unserem Wunsch nach einer nicht determierten Welt zu verbinden. Vielmehr besteht ihre Bedeutung darin, dass sie Moeglichkeiten bietet scheinbar chaotische Phaenomene mit (teils verblueffend einfachen) mathematischen Mitteln zu beschreiben.

Eine Prognose kann man auf alle Fälle
machen: Lebewesen werden die gegebenen
Umweltlizenzen nutzen und sich immer neue
Ressourcen nutzbar machen. Es ist nie
möglich zu sagen, ob eine bestimmte
Salamanderart irgendwann den aktiven Flug
beherrscht. Es gibt einfach zu viele
Zufälle.

Wenn man einem einzelnen Merkmal einen bestimmten Fitneswert zuordnen (Fitness also quantifizieren) koennte (was auch versucht wird) muesste es nach der Evolutionstheorie Moeglichkeiten geben, statistische Prognosen ueber die zukuenftige Verbreitung eines Merkmales zu machen. Das wird ebenfalls versucht. Was hast Du denn immer mit Deinen Zufaellen? „Zufaelle“ sind allgegewaertig. Wie gesagt: genau genommen besteht jegliche Wissenschaft heute aus Wahrscheinlichkeitsaussagen.

Es gibt auch
zahlreiche „leere“ Nieschen - lokal
Minima, in denen sich keine Arten finden.

Genau das gibt es nicht.

Haben meine Darlegungen logische Inkonsistenzen, oder fuehren sie zu falschen Schlussfolgerungen?

Kennst Du das Konzept der Günther-Nische?

Offensichtlich ist Oekologie nicht gerade mein Fachgebiet - nein, kenn ich nicht. Ich waere aber fuer eine Erklaerung dankbar, wenn es relevant ist.

Okay, lassen wir das Wetter außenvor.
)

Da das individuelle Verhalten eines
Lebewesens und somit der Gesamtheit der
Lebewesen einer Art nach dem Tod jes
einzelnen Individuums bzw. der Art
vollständig (!) untersucht werden kann,
kann auch keine Vorhersage über das
Verhalten gemacht werden. Das Verhalten
ist jedoch eminent wichtig für die
Evolution. Daher kann keine Vorhersage im
Detail über Evolution erfolgen.
Beispiel: […]

Kein (!!!) System (auch kein abgeschlossenes - was uebrigens auch nicht moeglich ist) laesst sich vollstaendig (!) beschreiben. Das gilt fuer „einfache“ physikalische Systeme genauso wie fuer biologische. Aber deshalb sind wissenschaftliche Theorien doch nicht weniger vorhersagefaehig. Natuerlich gibt es graduelle Unterschiede - aber keine klaren Messen.

Wissenschaft ist für Dich nur, wenn
Vorhersagen getroffen werden können?

Wissenschaft ist fuer mich (und meines Wissens stehe ich damit nicht allein), wenn (uebrigens kein deutscher Satz ;> ) sich eine Theorie ueberpruefen laesst. Und um eine Theorie ueberpruefen zu koennen fuehrt der einzige mir bekannte Weg darueber ihre Vorhersagen zu ueberpruefen.

Wissenschaft ist vor allem, die
Erklärung, weshalb ein bestimmter
Sachverhalt so und so ist.

Das ist zwar richtig, unterscheidet aber Wissenschaft so noch nicht von (z.B.) Religion.

Die Vorhersage
die eine Evolutionstheorie machen kann
ist einfach, wenn ein Selektionsdruck
herrscht, werden die Lebewesen allgemein
sich darauf einstellen (anpassen) oder
Aussterben.

Nach dieser Aussage wuerde sich Darwins Evolutionstheorie nicht von Lamarcks unterscheiden - tut sie aber. Eine Vorhersage, die sich heute treffen laesst ist z.B. die Folgende: Wenn ein Merkmal die Fitness deutlich senkt, wird es sich in der Population nicht durchsetzen. Das gilt z.B. fuer Sterilitaet. Sterilitaet (ein Merkmal, das durch verschiedene Genkonfigurationen hervorgerufen werden kann) setzt sich also nicht durch. Dies gilt auch fuer andere offensichtlich nachteilige (Fitness senkende) Merkmale. Auf diese Weise kann man zu einer „negativen“ Definition der Fitness kommen (obwohl auch das problematisch ist - siehe Sichelzellen). Eine „positive“ Defintion ist ungleich schwieriger zu erreichen - nur mit ihr liessen sich aber klare quantitative und qualitative Aussagen treffen.

Ich denke, daß Du erwartest, daß man am
Computer ausrechnen kann, wie die
Lebewesen in 50, 100 oder mehr Millionen
Jahren aussehen. Das kann jedoch kein
Programm je leisten, da es sich bei
Evolution um ein chaotisches System
handelt.

Genausowenig wie ich denke, dass sich irgendein System vorausrechnen laesst, denke ich, dass dies fuer die Evolution der Fall ist. Der Witz einer wissenschaftlichen Theorie ist, dass sie ein System eben nicht komplett im Detail beschreibt sonder wesentliche Faktoren nennt, aufgrund derer sich Aussagen (inklusive statistischer Prognosen) ueber das System treffen lassen, ohne jedes Detail desselben kennen zu muessen - kurz, es geht darum das Wesentliche zu erfassen.

Gruss

Thorsten

Hallo!

(Fortpflanzungserfolg und Fitness)

Von Zirkelschluß würde ich hier dennoch nicht sprechen, da Fitness mehr umfaßt als nur die Fortpflanzung. An ihr kann man Fitness nur sehr gut messen.

(Übereinstimmung)

Du scheinst ein etwas veraltetes Bild von
Wissenschaft zu haben … „absolute“
Prognosen sind spaetestens seit
Heisenberg und Co. in allen Bereichen der
Wissenschaft (einschliesslig Physik)
hinfaellig.

Veraltetes Bild… hm, weiß ich nicht - ich reagiere auf das Wort „Berechnung“ etwas allergisch. :wink:

Selbst die Aussage „Wenn Du
einen Stein in der Luft fallen laesst
wird er sich Richtung Erdmittelpunkt
bewegen, (bis er auf dem Boden ankommt)“
ist strenggenommen eine
Wahrscheinlichkeitsaussage - wobei hier
die Wahrscheinlichkeit als so hoch
anzusehen ist, dass Ausnahmen (mit guter
Naeherung *lol*) als nicht existent
betrachtet werden koennen.

Ich hatte es so verstanden, daß Du von der Evolutionsforschung exakte Berechnungen in jeder Hinsicht verlangtest. So etwas gipfelt bei mir überspitzt darin, daß man vorhersehen kann, wann welche Arten neu entstehen werden etc. Ich nehme an, wir haben aneinander vorbeigeschrieben?

Jein. Das Hummelproblem hat nichts mit
der Flugbahn zu tun. Mein Beispiel sollte
darauf hinauslaufen, daß Verhalten von
Lebewesen in vielen Fällen gar nciht
vorhergesagt werden kann.

Weil die Neuroethologie noch in den
Kinderschuhen steckt. Unter gewwisen
Bedingungen (unter einer ganzen Menge
sogar!) sind durchaus Prognosen moeglich

  • ich meine, das kann nicht Dein Ernst
    sein oder?

Auch hier meinte ich, daß man keine exakte Aussage über die Entscheidung eines Lebewesens - ob es nach links oder nach rechts geht, wenn beide Wege nach dem ersten Eindruck gleich gut sind - machen kann. (Die Betonung liegt auf „exakt“)

Naja, selbst wenn das Genom genau bekannt
ist, sind Prognosen momentan nicht
moeglich - weil wir kaum etwas ueber
Genetik wissen. Es ist durchaus denkbar,
dass uns in nicht allzu ferner Zukunft
starke Informationsverarbeitende Systeme
zur Verfuegung stehen, mit denen sich
komplexe Informationen so handhaben
lassen, dass viele heutige Probleme mit
komplexen rueckgekoppelten Systeme
loesbar werden. Haette es die
Computer®evolution nicht gegeben, saehe
unser Wissen jetzt ganz anders
(vermutlich begrenzer) aus. Und wenn sie
nicht weitergeht, sitzen wir in der Tat
vermutlich in einer Sackgasse der
Erkenntnis.

Dem stimme ich zu. Sicher können Prognosen gemacht werden, die immer exakter werden. Allerdings denke ich, das _die_ absolute und ultimativ exakte Aussage in biologischen Systemen nicht möglich ist. Leben ist meines Erachtens nach nicht berechenbar.

Hm, in dem Fall wuerde meine momentane
Taetigkeit ziemlich fuer den A**** sein -
aber da das Ende der Wissenschaft
eigentlich immer mal wieder ausgerufen
wurde (und nicht eingetreten ist),
besteht ja noch Hoffnung :wink:

Deiner Aussage in Bezug auf das Ende der Wissenschaft stimme ich Dir rundum zu. Gerade die Unberechenbarkeit einiger Systeme werden dafür sorgen - nach meiner Ansicht. Also wird immer Forschungsbedarf bestehen.

(Chaos)

Noe.
Mal davon abgesehen, dass man ´noch Chaos
in sich haben muss um einen tanzenden
Stern gebaeren zu koennen´, ist das tolle
an der Chaostheorie (zumindest
wissenschaftlich) keineswegs, dass sie
eine Moeglichkeit bietet, Determinismus
mit unserem Wunsch nach einer nicht
determierten Welt zu verbinden. Vielmehr
besteht ihre Bedeutung darin, dass sie
Moeglichkeiten bietet scheinbar
chaotische Phaenomene mit (teils
verblueffend einfachen) mathematischen
Mitteln zu beschreiben.

Okay. Mich fasziniert dabei auch besonders der Schmetterlingseffekt.

Eine Prognose kann man auf alle Fälle
machen: Lebewesen werden die gegebenen
Umweltlizenzen nutzen und sich immer neue
Ressourcen nutzbar machen. Es ist nie
möglich zu sagen, ob eine bestimmte
Salamanderart irgendwann den aktiven Flug
beherrscht. Es gibt einfach zu viele
Zufälle.

Wenn man einem einzelnen Merkmal einen
bestimmten Fitneswert zuordnen (Fitness
also quantifizieren) koennte (was auch
versucht wird) muesste es nach der
Evolutionstheorie Moeglichkeiten geben,
statistische Prognosen ueber die
zukuenftige Verbreitung eines Merkmales
zu machen. Das wird ebenfalls versucht.
Was hast Du denn immer mit Deinen
Zufaellen? „Zufaelle“ sind
allgegewaertig. Wie gesagt: genau
genommen besteht jegliche Wissenschaft
heute aus Wahrscheinlichkeitsaussagen.

Nun, überspitzt gesagt sind Wahrscheinlichkeitsaussagen übersetzt:„Es kann sein, es kann auch anders sein…“. :wink:

Es gibt auch
zahlreiche „leere“ Nieschen - lokal
Minima, in denen sich keine Arten finden.

Genau das gibt es nicht.

Haben meine Darlegungen logische
Inkonsistenzen, oder fuehren sie zu
falschen Schlussfolgerungen?

Gegen die Logik und Schlußfolgerung ist nichts einzuwenden - ich hoffe, daß ich nciht falsch verstanden wurde. Das mit dem multidimensionalen Raum kann ich nicht nachvollziehen (Begr. unten), da es keine leeren Nischen gibt.

Kennst Du das Konzept der Günther-Nische?

Offensichtlich ist Oekologie nicht gerade
mein Fachgebiet - nein, kenn ich nicht.
Ich waere aber fuer eine Erklaerung
dankbar, wenn es relevant ist.

Nach Günther vergibt die Umwelt Lizenzen (Das wären die Umweltbedingungen und die Gegenwart verschiedener Organismen). Jede Tierart benötigt bestimmte Lizenzen zur Existenz, andere Lizenzen können fakultativ genutzt werden (Abhängig von den Individuen einer Art). Die Schittmenge der genutzten Lizenzen und der zur Verfügung stehenden Lizenzen ergibt die ökologishe Nische. Somit ist eine Nische an eine Art gebunden. In der Zeit (Anagenese!) kann eine Art sich neue Lizenzen nutzbar machen, dabei alte Lizenzen abgeben. Dadurch ändert sich die ökologische Nische, und es werden Lizenzen, jedoch keine neuen Nischen frei. Wenn eine lebenswichtige Lizenz in der Umwelt nicht mehr zur Verfügung steht, kann eine Art die Nische nicht mehr realisieren und stirbt aus - damit verschwindet auch die Nische.
Aus diesem Verständnis einer Nische kann ich einen Raum mit vielen vorhandenen Nischen nicht nachvollziehen. Deine Erklärung hat mir aber gut gefallen.

Da das individuelle Verhalten eines
Lebewesens und somit der Gesamtheit der
Lebewesen einer Art nach dem Tod jes
einzelnen Individuums bzw. der Art
vollständig (!) untersucht werden kann,
kann auch keine Vorhersage über das
Verhalten gemacht werden. Das Verhalten
ist jedoch eminent wichtig für die
Evolution. Daher kann keine Vorhersage im
Detail über Evolution erfolgen.
Beispiel: […]

Kein (!!!) System (auch kein
abgeschlossenes - was uebrigens auch
nicht moeglich ist) laesst sich
vollstaendig (!) beschreiben. Das gilt
fuer „einfache“ physikalische Systeme
genauso wie fuer biologische. Aber
deshalb sind wissenschaftliche Theorien
doch nicht weniger vorhersagefaehig.
Natuerlich gibt es graduelle Unterschiede

  • aber keine klaren Messen.

Okay, dann lag hier ein Mißverständnis meinerseits vor.

Wissenschaft ist für Dich nur, wenn
Vorhersagen getroffen werden können?

Wissenschaft ist fuer mich (und meines
Wissens stehe ich damit nicht allein),
wenn (uebrigens kein deutscher Satz ;>
)

Ups, richtig! Ich hoffe mein ehemaligr Deutschlehrer liest das nicht. :wink:

sich eine Theorie ueberpruefen laesst.
Und um eine Theorie ueberpruefen zu
koennen fuehrt der einzige mir bekannte
Weg darueber ihre Vorhersagen zu
ueberpruefen.

Ich stimme zu.

Die Vorhersage
die eine Evolutionstheorie machen kann
ist einfach, wenn ein Selektionsdruck
herrscht, werden die Lebewesen allgemein
sich darauf einstellen (anpassen) oder
Aussterben.

Nach dieser Aussage wuerde sich Darwins
Evolutionstheorie nicht von Lamarcks
unterscheiden - tut sie aber.

Ich fürchte, auch hier unterscheiden sich die Theorien - aber das dürfte ein anderes Thema sein.

Eine
Vorhersage, die sich heute treffen laesst
ist z.B. die Folgende: Wenn ein Merkmal
die Fitness deutlich senkt, wird es sich
in der Population nicht durchsetzen. Das
gilt z.B. fuer Sterilitaet. Sterilitaet
(ein Merkmal, das durch verschiedene
Genkonfigurationen hervorgerufen werden
kann) setzt sich also nicht durch. Dies
gilt auch fuer andere offensichtlich
nachteilige (Fitness senkende) Merkmale.

Gut, ich stimme Dir zu.

Auf diese Weise kann man zu einer
„negativen“ Definition der Fitness kommen
(obwohl auch das problematisch ist -
siehe Sichelzellen).

Genau das meinte ich mit der Unberechenbarkeit des biologischen Systems. Für meinen Geschmack wird bei Erbdispositionen zu schnell mit dem Begriff „Krankheit“ um sich geworfen. (Aber auch das führt hier zu weit).

Eine „positive“
Defintion ist ungleich schwieriger zu
erreichen - nur mit ihr liessen sich aber
klare quantitative und qualitative
Aussagen treffen.

Vielleicht kommt ja noch die Idee. Momentan kann ich hier auch keine Lösung anbieten.

Ich denke, daß Du erwartest, daß man am
Computer ausrechnen kann, wie die
Lebewesen in 50, 100 oder mehr Millionen
Jahren aussehen. Das kann jedoch kein
Programm je leisten, da es sich bei
Evolution um ein chaotisches System
handelt.

Genausowenig wie ich denke, dass sich
irgendein System vorausrechnen laesst,
denke ich, dass dies fuer die Evolution
der Fall ist. Der Witz einer
wissenschaftlichen Theorie ist, dass sie
ein System eben nicht komplett im Detail
beschreibt sonder wesentliche Faktoren
nennt, aufgrund derer sich Aussagen
(inklusive statistischer Prognosen) ueber
das System treffen lassen, ohne jedes
Detail desselben kennen zu muessen -
kurz, es geht darum das Wesentliche zu
erfassen.

Auch hier stimme ich Dir grundsätzlich zu (aber was machen wir mit Literaturwissenschaften? Wegen der Prognosen…). Dann hatte ich Dich am Anfang schlichtweg falsch verstanden. - Tut mir leid.

Ciao,
Thomas

Hi,

werden etc. Ich nehme an, wir haben
aneinander vorbeigeschrieben?

Hm, sieht so aus. Ich habe aber trotzdem einiges aus der Diskussion gelernt!

Auch hier meinte ich, daß man keine
exakte Aussage über die Entscheidung
eines Lebewesens - ob es nach links oder
nach rechts geht, wenn beide Wege nach
dem ersten Eindruck gleich gut sind -
machen kann. (Die Betonung liegt auf
„exakt“)

Das exakt uebergehe ich mal :wink:
Es gibt da z.B. jede Menge Experimente zur Lernfaehigkeit mit T-Labyrinthen, die genau das Problem behandeln (naja, die Wege sind dann streng genommen nicht „gleichgut“).
Aber nimm mal das vielzitierte Grabwespenbeispiel. In diesem Fall (und vielen anderen Faellen) kann man die Prognose treffen, dass eine bestimmte Verhaltenssequenz bis zu einen bestimmten Punkt weiterlaufen wird, wenn sie erstmal begonnen hat. Andere Beispiele sind Beutefangverhalten vieler Insekten, die Fliegennachfliegreaktion von Fliegen usw.
Natuerlich treffen diese Prognosen nicht in 100% der Faelle ein, aber bei derartigen Beispielen immerhin mit hoher Signifikanz.
Es gibt ja sogar Psychologische Versuche mit Menschen, die erstaunlich sichere Prognosen zulassen - wenn das Experiment enstsprechend gestaltet ist.

Dem stimme ich zu. Sicher können
Prognosen gemacht werden, die immer
exakter werden. Allerdings denke ich, das
_die_ absolute und ultimativ exakte
Aussage in biologischen Systemen nicht
möglich ist. Leben ist meines Erachtens
nach nicht berechenbar.

Wie auch die ultimativ exakte Prognose bei „einfachen“ Physikalischen Systemen nicht moeglich ist (obwohl die Prognosen natuerlich oft besser als die Messgenauigkeit sind - jedoch auch nicht immer).

Nun, überspitzt gesagt sind
Wahrscheinlichkeitsaussagen übersetzt:„Es
kann sein, es kann auch anders sein…“.
:wink:

Genau das, was Wissenschaftler i.d.R. auf belibiege fragen zu ihrer aktuellen Forschung sagen … :wink:

Nach Günther vergibt die Umwelt Lizenzen
[…]

Vielen Dank, fuer die Erlaeterung! Macht Sinn … nicht doof der Guenther :smile:

Auch hier stimme ich Dir grundsätzlich zu
(aber was machen wir mit
Literaturwissenschaften?
Wegen der
Prognosen…).

Hm, gute Frage. Aber das sind ja keine empirischen Wissenschaften. Und naturwissenschaftler neigen ja zu gewissen drastischen Urteilen ueber Geisteswissenschaften (huestel).
Naja, mann kann wohl sagen, dass Literaturwissenschaften auf ganz anderen Prinzipien beruhen als Naturwissenschaften.

Dann hatte ich Dich am
Anfang schlichtweg falsch verstanden. -
Tut mir leid.

Naja, vermutlich habe ich mich in meiner bescheidenen Art auch nicht vorsichtig genug ausgedrueckt …

Gruss

Thorsten