Hallo Spezialisten!
Wie funktioniert das eigentlich in der Waschmaschine…oder …anders gefragt: Wenn ich ein Kilo Speisesalz in einen Kubikmeter Wasser schütte… was passiert mit dem CaCO3?
Hintergrund: Such Möglichkeit, stehendes Wasser zu entkalken… kein Trinkwasser!
Gruss
Michael
Wenn Du das Kochsalz reinkübelst, dann erreichst eigentlich nur die Vorstufe des Toten Meeres = Salzwasser. Kochsalz ist nicht geeignet, weil dort idR auch Jod enthalten ist und dies stört.
Bei einem abgeschlossenen Kreislauf brauchst Du nicht entkalken (daher wird bei dem Heizungskreislauf darauf verzichtet; hier sorgt Rost für den Schaden an den Rohren). Eine Wasserenthärtung ist nur bei regelmäßiger Wasserzufuhr interessant. Die Kunst der Ionenaustauscher besteht darin, daß im abgestimmten Maße die Na-Ionen gegen Ca-Ionen ausgetauscht werden. Deshalb muß das zu enthärtende Wasser über den Salzbehälter geleitet werden, damit in der vorhandenen Sole der Ionenaustausch erfolgen kann.
Schau mal auf http://www.ecowater.de, dort wird das System genauer erläutert. Soweit ich gerade über google.de mitbekommen habe, dürfte dies ein Händler von Lindsay-Enthärteranlagen sein. Mit den Wasserenthärtern dieser Firma habe ich - bitte betrachte dies nicht als Werbung - gut 20 Jahre Erfahrung gehabt (derzeit brauche ich keine Enthärtung, weil in unserem Ort weiches Wasser vorhanden ist).
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Hallo Michael,
Wie funktioniert das eigentlich in der Waschmaschine…oder
…anders gefragt
in Deiner Waschmaschine ist ein Ionenaustauscher, der die Ca- gegen Na-Ionen austauscht. Wenn alle Na-Ionen aus dem Austauscher gewaschen wurden, muß er mit viel NaCl wieder mit Na-Ionen beladen werden. Dann geht ein Schwung Wasser mit viel Ca-Ionen ins Abwasser.
Wenn ich ein Kilo Speisesalz in einen
Kubikmeter Wasser schütte… was passiert mit dem CaCO3?
Dem ist das ziemlich egal
Es wird weder ausgefällt noch verdrängt noch sonstewas; Du hast nur den Salzgehalt im Wasser erhöht.
Hintergrund: Such Möglichkeit, stehendes Wasser zu
entkalken… kein Trinkwasser!
Neben der Möglichkeit des Ionenaustauschs kenn ich noch die Variante, daß das Wasser erhitzt wird und nach dem Erhitzen das Calcuimcarbonat sedimentiert. Anschließend wir der Überstand vorsichtig(!) abgenommen. Aber das ist natürlich kaum in einer natürlichen Umgebung machbar.
Gandalf
Danke… aber:
Hallo Klaus:
nur die Vorstufe des Toten Meeres = Salzwasser. Kochsalz ist
nicht geeignet, weil dort idR auch Jod enthalten ist und dies
stört.
Inwiefern stört das Jod?
Bei einem abgeschlossenen Kreislauf brauchst Du nicht
entkalken (daher wird bei dem Heizungskreislauf darauf
verzichtet; hier sorgt Rost für den Schaden an den Rohren).
Dummerweise hab’ ich keinen geschlossenen Kreislauf! Un Rosten kann bei Kupfer auch nicht viel 
Eine Wasserenthärtung ist nur bei regelmäßiger Wasserzufuhr
interessant. Die Kunst der Ionenaustauscher besteht darin, daß
im abgestimmten Maße die Na-Ionen gegen Ca-Ionen ausgetauscht
werden. Deshalb muß das zu enthärtende Wasser über den
Salzbehälter geleitet werden, damit in der vorhandenen Sole
der Ionenaustausch erfolgen kann.
Nur „drübergeleitet“ oder muss da ein Strom fliessen? Ein elektrischer, meine ich 
Schau mal auf http://www.ecowater.de, dort wird das System
genauer erläutert.
Ja, die hab’ ich auch entdeckt, aber deren Anlagen benötigen einen gewissen EIngangsdruck, und ich habe hier ein druckloses System!
Trotzdem danke!
Gruss aus Mexiko
Michael
Wie genau?
Hallo Gandalf,
wie genau geht dieses:
in Deiner Waschmaschine ist ein Ionenaustauscher, der die Ca-
gegen Na-Ionen austauscht. Wenn alle Na-Ionen aus dem
Austauscher gewaschen wurden, muß er mit viel NaCl wieder mit
Na-Ionen beladen werden. Dann geht ein Schwung Wasser mit viel
Ca-Ionen ins Abwasser.
- Fliesst dabei ein elektrischer Strom?
- Wie geht „ein Schwung Wasser mit viel Ca-Ionen ins Abwasser“?
Merkt die WaMa, wenn sie das machen muss?
Neben der Möglichkeit des Ionenaustauschs kenn ich noch die
Variante, daß das Wasser erhitzt wird und nach dem Erhitzen
das Calcuimcarbonat sedimentiert. Anschließend wir der
Überstand vorsichtig(!) abgenommen. Aber das ist natürlich
kaum in einer natürlichen Umgebung machbar.
Na, bei 7000l Wasser ist das ein lustig’ Unterfangen 
Ich hab’ hier das Problem, dass ich bereits bei einem Zwischentank von 500l, der nur mal auf 30 Grad erwärmt wurde, oben eine Schicht Kristalle draufhabe!
Das hat mir dann doch zu Denken gegeben, bzgl. der Zustände in den Rohren, wenn ich da nichts untenehme!
Gruss aus Mexiko
Michael
Hi Michael,
- Fliesst dabei ein elektrischer Strom?
Nein
- Wie geht „ein Schwung Wasser mit viel Ca-Ionen ins
Abwasser“?
Merkt die WaMa, wenn sie das machen muss?
Es hängt ganz einfach davon ab, auf welchen Härtegrad Du Deine WaMa eingestellt hast. Je härter, desto öfter wird regeneriert, schlicht und ergreifend. Ob der Ionenaustauscher (IA) schon erschöpft war oder nicht ist dabei völlig egal.
Der ablauf ist folgender:
Da die Ionen durch elektrostatische Kräfte gebunden sind können sie bei einem Überschuß eines anderen Ions ausgespült werden.
Wenn Du einen IA hast, der vollständig mit Ca-Ionen belegt ist (in diesem Fal hieße das dann ‚erschöpft‘) und diesen mit einer starken Kochsalzlösung spülst, verdrängen die Na-Ionen die Ca-Ionen.
Umgekehrt verdrängen im Betrieb die Ca-Ionen die Na-Ionen, weil sie etwas stärker gebunden werden.
Das Auswaschen der ca-Ionen klappt nur, weil mit einer sehr stark konzentrierten Lösung von Kochsalz gearbeitet wird.
Gandalf
Das Jod stört deshalb (in Deutschland gibt es fast nur noch jodiertes Kochsalz für die Suppe usw.), weil es iS des Ionenaustauschers (also den speziellen Kunststoffperlen, die in der vom Wasser durchflossenen Büchse - ich nenne dies mal untechnisch - drin sind) „Dreck“ ist und damit die Reinigungsleistung stört. Das Kochsalz sollte so rein als möglich sein, damit es keine Probleme mit der Entkalkung gibt. Bei Kupferrohren sollte man sowieso vorsichtig sein, denn das flüssige Ca-carbonat ist recht aggressiv, deshalb ist bei den Geräten der Abflußschlauch aus Kunststoff/Plastik.
Strom hat in der Nähe von Wasser NICHTS zu suchen; außer Du bist lebensmüde! Der Elektroanschluß hat nur die Aufgabe, die Zeitschaltuhr (bei Hausanlagen) und den Ionenaustauscher anzutreiben. Schau Dir auf der angegebenen Homepage das System genau an!
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Hallo
In der Waschmaschine sitzt soweit ich weiß , kein Ionenaustauscher . Eventuell in einer Geschirrspülmaschine oder einer Maschine neueren Datums . Nur für einen Ionenaustauscher käme eine Salzverwendung in Betracht .
Beim Calziumcarbonat handelt es sich um einen Härtebildner , welcher in der Waschmaschine vom Waschpulver gebunden wird .
Wie das genau funktioniert ist technologisch , es werden unter anderem Zeolithe zugegeben , oder in anderen Worten , das weiß ich nicht ganz genau .
Früher mußte man soviel Seife zugeben , bis alle Härte an Seife gebunden war , und dann mußte man extra Seife hinzufügen , um überhaupt waschen zu können .
Es gibt die Methode des Destillierens , aber der notwendige Energieaufwand kann wahrscheinlich nicht niedrig genug gemacht werden .
Außer dem erwähntem Ionenaustauscher gibt es noch die Möglichkeit der Abscheidung von Härtebildnern an Elektroden mit niedrigen elektrischen Spannungen . Jedenfalls wird das als Enthärtungsmethode angeboten . Ob es gut funktioniert , weiß ich nicht .
Ein „Aussalzen“ von Wasserhärte kenn ich nicht , es müßten gleiche Ionen zugeführt werden , welche im Calziumcarbonat vorhanden sind , und zwar sehr viel .
Beim Ionenaustauscher gibt es eine Art Granulat oder so , welches sich mit Kochsalz „beladen“ läßt . Kommt nun Calziumcarbonat auf dieses Granulat , so wird in sehr feinen Poren das NaCl gegen CaCo3 oder dem Calzium Ion ausgetauscht .
Dabei verwendet man Ventile , damit die Salzlösung nicht mit dem Kalk-Wasser in Berührung kommt . Eventuell ist das temperaturgesteuert ? Weiß ich nicht …
MfG
Matthias
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