Die Austausche kommen zustande, weil in der Chromatidentetrade während der Meiose die Chromosomenarme (Chromatiden) der homologen Partner an mehr oder weniger zufälligen Positionen gekreuzt (geschnitten und kreuzweise wieder ligiert) werden. Wo und wie oft das nun stattfindet, ist zum Gutteil zufällig. Dadurch ist es umso wahrscheinlicher und passier häufiger, dass zwei Abschnitte a und b (die auf dem selben Chromatid liegen) getrennt werden, je weiter sie auseinander liegen. Daher ist der Austauschwert für a-c größer als der für a-b bzw. b-c, weil b zwischen a und c liegt.
Jetzt KANN aber SOWOHL zwischen a und b ALS AUCH zwischen b und c ein Austausch stattfinden. Dann sind in diesem Fall zwar a gegen b also auch b gegen c getauscht, NICHT aber a gegen c. Das ist der Grund, weshalb man Austausche von a gegen c etwas seltener findet, als es der Summe der gefundenen Austausche zwischen a-b und b-c entspricht, die man ohne Doppelkreuzungen zwischen a und c erwarten würde.