Hallo Nicky,
da viele mit Verdünnungen Probleme haben, habe ich dein Beispiel schön langsam zerpflückt (zum selbst durchdenken):
Du hast die Extinktion deiner Probe gemessen und über Lambert-Beer oder graphisch einen Wert für die Konzentration in der Messlösung (habe ich unten mit Lösung 2 markiert) erhalten. Soweit, so klar?
Lösung 2 hast du durch Verdünnen von 5 ml der konzentrierten Lösung 1 auf 50 ml erhalten. Du kannst jetzt entweder mit der Standardformel
c1 * V1 = c2 * V2
rechnen, umgeformt ergibt das
c1 = c2 * (50/5).
Daraus folgt, dass die Konzentration von Lösung 1 zehnmal so gross wie die von Lösung 2 sein muss.
Logisch: wenn man 5 ml auf das zehnfache Volumen verdünnt, muss die Konzentration um den Faktor 10 abnehmen.
Also: c1 = 10 * c2 ( Gleichung A )
Soweit so klar?
In Lösung 1 befindet sich aber (sauberes Arbeiten vorausgesetzt) das gesamte Phosphat deiner Probe in 100 ml Lösung.
Da du jetzt die Konzentration dieser Lösung kennst (c1), kannst du auch leicht berechnen, welche Stoffmenge Phosphat in der Probe enthalten war. Die konzentration ergibt sich ja aus Stoffmenge durch Volumen (mol/l)
c = n / V.
Also ist
n = c * V
Setzt du jetzt c1 ein, ergibt sich (unter Berücksichtigung von obiger Gleichung A )
n (mol) = c1 (mol/l) * 0,1 (l) = c2 (mol/l) * 10 * 0,1 (l)
_Anmerkung 1 (um Verwirrung zu vermeiden): man kann bei dieser Schrift die Zahl 1 nicht von l für Liter unterscheiden; in Klammer jeweils die Volumseinheit Liter.
Anmerkung 2: wenn du in Masse statt in Stoffmenge rechnest (was hier nicht von Nachteil ist), ist die Berechnung dieselbe, nur musst du das Wort „Stoffmenge“ durch „Masse“ und mol durch Gramm ersetzen._
Resultat: Der Zahlenwert für die Stoffmenge Phosphat in den ca. 5 Gramm ist derselbe wie der für c2.
Nun musst du nur noch von etwa 5 Gramm auf genau 100 g umrechnen (also mit etwa 20 multiplizieren) und du bist fertig. Hoffentlich nicht auch mit den Nerven.
ich habe ca 5 gramm eingewogen, verascht, die asche mit 10 ml
verd. salpetersäure gelöst, in einen meßkolben überführt und
auf 100 ml mit deion wasser aufgefüllt = Lösung 1.
von dieser lösung habe ich 5 ml entnommen, in einen 50 ml
meßkolben getan, reagenzlösung zugefügt und auf 50 ml
aufgefüllt = Lösung 2.
mittels einer regressionsgeraden mit den extinktionen meiner
kalibrierlösungen kann ich nun einen wert bestimmen. zum
weiteren berechnen der in 100 g lebensmittel enthaltenen
phosphatmenge brauche ich nun die verdünnungsfaktoren.
Wenn du eteas von den Erklärungen haben willst, denk dir das noch einmal durch. Es ist nicht so schwer wie es aussieht und für’s nächste Mal vielleicht ganz nützlich.
Viel Glück
Bernd