Verhindern der bildung von PbSO4

Hallo!

Beim Herstellen eines Nährmediums (für Pflanzen) mit hohen Konzentrationen an Blei, wird Blei in Form von Bleinitrat zugegeben. Leider fällt das Blei dann sofort aus (ich vermute mal als Bleisulfat!) pH-Wert ist 4,5, allerdings passiert dasselbe auch wenn ich den pH auf 5,8 erhöhe! Mögliche Reaktionspartner des Bleinitrats sind KNO3, NH4NO3, CaCl2, MgSO4 und KH2PO4.
Hat vielleicht einer einen Rat, wie ich die Bildung von Bleisulfat verhindern kann, damit das Blei gelöst vorliegt?

Vielen Dank schon mal im voraus,

Gruss Morlin

Hallo
Da must Du wohl irgendwie Info über Basen und SäureStärken bekommen .
Meine Vermutung ist , das das Kalium oder das Magnesium an das Nitrat-Ion geht .
Man könnte mal eine schwächere Säure mit Blei ( oxid ) reagieren lassen , also mal Bleiacetat ausprobieren z.B…
MfG ( leichte Hobbykenntnisse in Chemie )

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Hallo Morlin, hallo Matthias!

Meine Vermutung ist , das das Kalium oder das Magnesium an das
Nitrat-Ion geht .

Vielleicht stehe ich auf der Leitung, aber was hat das mit mit Fällungen zu tun? Praktisch alle Nitrate (K und Mg absolut keine Ausnahmen) sind sehr leicht wasserlöslich.

Man könnte mal eine schwächere Säure mit Blei ( oxid )
reagieren lassen , also mal Bleiacetat ausprobieren z.B…
MfG ( leichte Hobbykenntnisse in Chemie )

Das wird - vermute ich - nicht viel ändern; das Blei hydrolysiert ziemlich unabhängig vom Anion.

Eine Möglichkeit, die ich sehe, sind Komplexbildner: Blei also z. B. als Tartratkomplex zuführen (fraglich allerdings, ob Tartrat in dieser Form bei deutlich saurem pH ausreicht, das Blei in Gegenwart von Sulfat in Lösung zu halten). Alternativ blieben z. B. noch EDTA-Komplexe, die allerdings weit schlechter von der Pflanze aufgebrochen werden können, als es bei Tartrat der Fall ist.

Sicher gibt es geeignete Komplexbildner, die in diesem System (mit viel Blei) vor allem Pb (und nicht andere Spurenelemente) binden. Wieviel Blei (grössenordnungsmässig) ist eigentlich in der Nährlösung? Das wäre für die Bestimmung der nötigen Komplexstabilität ziemlich interessant.

Damit erstmal genug…

Bernd

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Hallo!

Anmerkung zu unten: es könnte natürlich Dein Niederschlag auch Bleiphosphat sein, dass allerdings im sauren besser löslich sein sollte.

Ich vermute, dass Du im sauren vor allem Bleisulfat, im neutralen eher Bleiphosphat-Niederschläge beobachtest.

Im übrigen gilt das unten geschriebene.

Bernd

Beim Herstellen eines Nährmediums (für Pflanzen) mit hohen
Konzentrationen an Blei, wird Blei in Form von Bleinitrat
zugegeben. Leider fällt das Blei dann sofort aus (ich vermute
mal als Bleisulfat!) pH-Wert ist 4,5, allerdings passiert
dasselbe auch wenn ich den pH auf 5,8 erhöhe! Mögliche
Reaktionspartner des Bleinitrats sind KNO3, NH4NO3, CaCl2,
MgSO4 und KH2PO4.
Hat vielleicht einer einen Rat, wie ich die Bildung von
Bleisulfat verhindern kann, damit das Blei gelöst vorliegt?

Vielen Dank schon mal im voraus,

Gruss Morlin

Hallo

Meine Vermutung ist , das das Kalium oder das Magnesium an das
Nitrat-Ion geht .

Vielleicht stehe ich auf der Leitung, aber was hat das mit mit
Fällungen zu tun? Praktisch alle Nitrate (K und Mg absolut
keine Ausnahmen) sind sehr leicht wasserlöslich.

Ja klar , aber wenn es das Nitrat-Ion vom Bleinitrat ist , fehlt es dort , und das Blei wird unlöslich .

Man könnte mal eine schwächere Säure mit Blei ( oxid )
reagieren lassen , also mal Bleiacetat ausprobieren z.B…
MfG ( leichte Hobbykenntnisse in Chemie )

Das wird - vermute ich - nicht viel ändern; das Blei
hydrolysiert ziemlich unabhängig vom Anion.

Das Bleiacetat ist aber in Lösung relativ stabil . Eine andere Frage ist die Lösung , was die bewirkt , und das pflanzliche oder mikrobielle mit z.B. schwefelhaltigen Verbindungen .
MfG

Hallo

Meine Vermutung ist , das das Kalium oder das Magnesium an das
Nitrat-Ion geht .

Vielleicht stehe ich auf der Leitung, aber was hat das mit mit
Fällungen zu tun? Praktisch alle Nitrate (K und Mg absolut
keine Ausnahmen) sind sehr leicht wasserlöslich.

Ja klar , aber wenn es das Nitrat-Ion vom Bleinitrat ist ,
fehlt es dort , und das Blei wird unlöslich .

Nicht ganz: sobald ein Salz (z. B. Bleinitrat oder -acetat) in Wasser gelöst wird, zerfällt es in Ionen, also positiv geladenen Kationen (Pb2+) und negativ geladene Anionen (NO3-). Die beiden Ionentypen schwimmen dann(fast) völlig frei und ungebunden durch die Lösung. Gibt man zu einer Lösung, die Blei-Ionen enthält Sulfat-Ionen (SO42-), so fällt immer Bleisulfat aus, egal ob das Anion zuvor Nitrat, Acetat oder Chlorat war. Das Anion greift in diese Reaktion also nicht ein.

Das Bleiacetat ist aber in Lösung relativ stabil .

Ohne Zweifel richtig, allerdings fällt aus oben genannten Gründen auch hier bei Sulfatzugabe (und Sulfat ist in Planzen-Nährlösungen immer enthalten) Bleisulfat aus.

Eine andere
Frage ist die Lösung , was die bewirkt , und das pflanzliche
oder mikrobielle mit z.B. schwefelhaltigen Verbindungen .

Stimmt. Die Wirkung der Pflanzen ist sicher überlegenswert. Aber vielleicht war genau das herauszufinden das ursprüngliche Ziel des Ansatzes, der zu diesem Posting Anlass gegeben hat (schön langsam verstehe ich den Satz selbst nicht mehr).

Ich hoffe der Rest war nicht zu schulmeisternd (anderenfalls sorry!)

Bernd

MfG

Hallo Molin,

Hat vielleicht einer einen Rat, wie ich die Bildung von
Bleisulfat verhindern kann, damit das Blei gelöst vorliegt?

wäre es möglich (bezüglich Verfügbarkeit für die Pflanzen) das Blei zu komplexieren?
Als recht spezifisches Komplexierungsreagenz würde sich Tartrat anbieten, damit läßt sich Pb spezifisch als Sulfat lösen.

Ob Deine Pflanzen allerdings dann das Blei ‚sehen‘ kann ich nicht beurteieln, weil die Maskierung recht gut ist.

Andere Komplexierungsreagenzien wie z.B. EDTA sind m.E. zu unspeziefisch bzw. toxisch.

Gandalf