Woher stammt die Gottesanbeteterin

Die Gottesanbeterin ist doch im Mittelmeerraum zu Hause. Wie kommt sie auf die Nrdseite der Alpen? Ist sie so etwas wie eine Reliktfauna, die in einigen Wärmeinseln Süddeutschlands überlebt hat? Doch wie kommt sie ins Land?

Mit Gruß, Alexander

Hallo, Alexander,
ich vermute eher, dass sich einzelne Exemplare mit dem Föhn haben transportieren lassen und an geeigneten Orten Überlebensnischen gefunden haben. Wären es Restpopulationen früherer Großpopulation, würde man wahrscheinlich größere Abweichungen feststellen können.
http://www.faunistik.net/DETINVERT/MANTODEA/MANTIDAE…

Insekten können, begünstigt durch Luftströmungen, oft erstaunliche Strecken zurücklegen. Ganz abegesehen von einigen Faltern und Schmetterlingen, die regelmäßig jahreszeitliche Züge so wie die Zugvögel absolvieren.
Grüße
Eckard.

So überzeugend die Erkärung auch klingt, einige Unstimmigkeiten hat sie doch: Woher kommen dann die Samaragdeidechsen? Ich vermute, dass das Problem etwas differenzierter ist. Also noch einmal: Woher stammen diese Tiere, wie kamen sie ins Land. Gab es im Postglazial eine längere Wärmeperiode? Was war eigentlich das Atlantikum? Wurden nicht damals alle Gletscher in den Alpen abgeschmolzen?

Gruß, Alexander

ich vermute eher, dass sich einzelne Exemplare mit dem Föhn
haben transportieren lassen und an geeigneten Orten
Überlebensnischen gefunden haben. Wären es Restpopulationen
früherer Großpopulation, würde man wahrscheinlich größere
Abweichungen feststellen können.
http://www.faunistik.net/DETINVERT/MANTODEA/MANTIDAE…

Insekten können, begünstigt durch Luftströmungen, oft
erstaunliche Strecken zurücklegen. Ganz abegesehen von einigen
Faltern und Schmetterlingen, die regelmäßig jahreszeitliche
Züge so wie die Zugvögel absolvieren.
Grüße
Eckard.

Woher kommen dann die
Samaragdeidechsen? Ich vermute, dass das Problem etwas
differenzierter ist. Also noch einmal: Woher stammen diese
Tiere, wie kamen sie ins Land.

Na, Alexander, das ist ja ein ziemlicher Hupfer, den Du da gedanklich tust.
Lacerta viridis, die Smaragdeidechse hat nördlich der Alpen ein ziemliches Verbreitungsgebiet, von den Kanalinsel bis Südrußland. Da ist ihr Vorkommen im Rheintal nicht sonderlich erstaunlich. Das einzig Erstaunliche ist, dass sie bei der zunehmenden Verschlechterung der Lebensverhältnisse nicht ganz verschwunden ist, auf der „Roten Liste“ steht sie allerdings. Aber das cisalpine Europa ist die Heimat dieser Tiere. http://www.faunistik.net/BSWT/REPTILIA/SQUAMATA/LACE…

Gab es im Postglazial eine längere Wärmeperiode?

Danach fragst Du, glaube ich, besser unsere Geologen - ich muß da passen.

Was war eigentlich das Atlantikum?

Meiner Kenntnis nach eine Zeit im Neolithium, etwa 5000 bis 8000 Jahre her, in der sich vor allem Laubwälder (Hasel, Linde, Eiche) ausbreiteten.

Wurden nicht damals alle Gletscher in den Alpen abgeschmolzen?

Das bezweifle ich. Aber auch dazu müßten die Geologen mehr sagen können.

Grüße
Eckard.